Für 380 Euro erhältlich
Magnetisch: Android-Tablet Archos 101 XS im Test
Eine magnetische Tastatur zählt zu den Highlights des Android-Tablets Archos 101 XS. Aber auch sonst weckt das nur 7,8 Millimeter dicke Surfgerät Begehrlichkeiten, denn es ist vergleichsweise günstig und dazu auch noch vernünftig ausgestattet. Leider leistet sich das Gesamtpaket im Test ein paar Schnitzer.
Archos 101 xs: Beim Archos 101 XS gehen Tastatur und Tablet eine magnetische Einheit ein. Die Tastatur gehört bereits zum Lieferumfang des rund 380 Euro teuren Archos. Leider zeigt das an sich lobenswerte Konzept in der Praxis einige Tücken. Zum Video: Archos 101 xs
Inhaltsverzeichnis
- 1Sehr kratzeranfällige Rückseite
- 2Alltag, Multimedia und Display
- 3Fazit
Dass Tablet-Computer mit abnehmbarer Tastatur auf dankbare und zahlungswillige Käufer treffen, hat Asus mit der Transformer-Reihe bereits vorgemacht. Und auch entsprechendes Zubehör für Apples iPad verkauft sich prächtig. Ganze Zubehörzweige leben schließlich davon. Die Idee, mit einer entsprechenden Tastatur die Nachteile eines Tablet-PCs im Vergleich zum Netbook oder Notebook aufzuwiegen, hatte auch der französische Hersteller Archos - und schickt mit dem Modell 101 XS den ersten Vertreter seiner Gen10-Reihe zum Test in die netzwelt-Redaktion.
Sehr kratzeranfällige Rückseite
Das Konzept hinterlässt bereits beim ersten Anfasstest einen guten Eindruck. Tablet und Tastatur gehen bei Nichtgebrauch eine solide Einheit ein, die mithilfe von ausreichend starken Magneten zusammengehalten wird. Gleichzeitig wird das Display so beim Transport vor Kratzern geschützt. Auch bei der Materialwahl zeigt Archos eine sichere Hand. Das 101 XS besteht zu großen Teilen zwar aus Kunststoff, die Tablet-Rückseite kann aber auch mit einer großflächigen Aluminium-Einlage glänzen.
Allerdings ist die Rückseite des Testgerätes extrem anfällig für Kratzer. Im Test von netzwelt reichte bereits sehr geringer Druck mit einem Schlüsselbund aus, um bleibende Narben im Gehäuse zu schaffen. Wir haben tief im Redaktionsgedächtnis gekramt - und kein Gadget gefunden, was sich einfacher zerkratzen ließ. Wer sein Archos-Tablet also dauerhaft in einem makellosen Zustand bewahren möchte, sollte dringend eine Schutzhülle verwenden - was das Konzept der schützenden Tastatur unserer Meinung nach ad absurdum führt.
Archos 101 XS
- Bild 1 von 14
Bild vergrößern Tablet und Tastatur gehen beim Archos 101 XS eine solide Magnetverbindung ein, die leider nicht ganz makellos ist. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 14
Bild vergrößern Die Tastatur gehört bereits zum Lieferumfang dazu. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 14
Bild vergrößern Über eine ausklappbare Stütze, ebenfalls magnetisch, entsteht eine Art Mini-Netbook. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 14
Bild vergrößern Die Verbindung zwischen Tablet und Tastatur ist recht stabil. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 14
Bild vergrößern Mit einem Ruck gehen Tablet und Tastatur wieder getrennte Wege. (Bild: netzwelt) - Bild 6 von 14
Bild vergrößern Die Tastatur mit 80 Tasten lässt sich nicht auf Anhieb fehlerfrei bedienen, kann aber mit Android-spezifischen Spezialtasten auftrumpfen. (Bild: netzwelt) - Bild 7 von 14
Bild vergrößern Das 10,1 Zoll große Display spiegelt stark. (Bild: netzwelt) - Bild 8 von 14
Bild vergrößern Über einen Mini-USB-Anschluss schleift die Tastatur den Strom auf Wunsch ans Tablet durch. Sie verfügt leider nicht über einen eigenen Akku. (Bild: netzwelt) - Bild 9 von 14
Bild vergrößern Anschlussvielfalt: Neben einem Mini-USB-Anschluss finden sich noch Kopfhörerbuchse, Mini-HDMI-Ausgang und Speicherkartenslot. (Bild: netzwelt) - Bild 10 von 14
Bild vergrößern Die schicke Alu-Rückseite des Archos-Tablet ist schneller verkratzt als uns lieb ist. (Bild: netzwelt) - Bild 11 von 14
Bild vergrößern Neben dem Dockconnector befinden sich starke Magneten, die Tablet und Tastatur zusammenhalten. (Bild: netzwelt) - Bild 12 von 14
Bild vergrößern Lautstärkewippe und An- und Ausschalter sitzen zu tief im Gehäuse. (Bild: netzwelt) - Bild 13 von 14
Bild vergrößern Leider stört in der Praxis vor allem der dicke Rand der Tastatur. (Bild: netzwelt) - Bild 14 von 14
Bild vergrößern Die Auflösung des Displays beträgt 1.280 x 800 Bildpunkte. (Bild: netzwelt)
Schnell hat man Tablet und Tastatur in den Produktivmodus gebracht, das Tablet findet dank der magnetischen Unterstützung fast von alleine in die richtige Position der Tastatur. Dann einfach noch eine ebenfalls magnetische Stützte auf der Tastatur hochklappen und fertig ist das Mini-Notebook. Der recht steile Winkel zwischen Tablet und Tastatur ist fest vorgegeben und lässt sich nicht verändern, was je nach Lichteinfall problematisch sein kann, da das Display stark spiegelt.
Die insgesamt 80 Tasten, darunter Android-spezifische Spezialtasten, verfügen über einen kurzen Hub und einen klar definierten Druckpunkt. Jedoch fällt der Abstand der Tasten zueinander recht klein aus. Es schreibt sich definitiv schneller als auf einer virtuellen Tastatur, jedoch erfordert schnelles Tippen auch eine gehörige Portion Einarbeitung. Schnelltipper werden sich aber auch dann noch über die kleine Return-Taste oder die ebenfalls kleine Leertaste ärgern. Die Bedienung letzterer wird zudem durch den dicken Gehäuserand erschwert, der ein Antippen mit dem Daumen fast unmöglich macht.






