Sie sind hier:
 

Kommentar: Google updatet Android zu schnell
Neue Version nach nur vier Monaten

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Android ist fragmentiert und Google bekommt das Update-Problem nicht in den Griff. Möglicherweise sollte der Hersteller aber einmal seine eigene Updatepolitik bei Android hinterfragen.

Nach nur vier Monaten präsentiert Google mit Android 4.2 einen Nachfolger für das erst im Juni enthüllte Jelly Bean. Dabei erreicht dessen Vorgänger Ice Cream Sandwich nach über einem Jahr nur einen Marktanteil von rund 25 Prozent. Google aktualisiert Android einfach zu schnell.

Am Markt existieren immer noch mehrere Android-Versionen parallel.

Soeben hat Samsung sein Android-Vorzeigemodell Galaxy S3 auf Android 4.1 Jelly Bean aktualisiert, da ist die Version schon wieder veraltet. Nach nur vier Monaten präsentiert Google mit Android 4.2 wieder ein neues Android. Am Markt dominiert aber weiterhin die über zwei Jahre alte Version Gingerbread alias Android 2.3. Das vor knapp einem Jahr veröffentlichte Ice Cream Sandwich (Android 4.0) erreicht gerade einmal einen Marktanteil von 25 Prozent. Insgesamt existieren derzeit am Markt acht Android-Versionen parallel, drei davon mit einem Marktanteil von über zehn Prozent.

Alle Versuche seitens Google, die Marktfragmentierung einzugrenzen, schlugen fehl: Weder die 2011 eingeführte Android-Update-Allianz noch die frühzeitige Veröffentlichung des Jelly Bean-Quellcodes haben bislang für merklich mehr oder schnellere Updates gesorgt. Die Fragmentierung des Marktes macht dabei nicht nur Nutzern zu schaffen, sondern auch Entwicklern. Neben einer Vielzahl an verschiedenen Hardware-Specs müssen sie sich auch noch bei der App-Programmierung mit unterschiedlichen Android-Versionen herumschlagen.

Weniger Updates sind mehr

Es stellt sich die Frage: Wer hat Schuld am Update-Dillema? Die Handyhersteller, denen die Pflege ihrer Produkte nicht am Herzen liegt oder die Netzbetreiber, die sich in den aufwendigen Update-Prozess auch noch mit einer eigenen Freigabeschleife einmischen? Oder ist es Google selbst? Schließlich stellt der Konzern in diesem Jahr die zweite größere neue Android-Version vor, während Apple (iOS 6) und Microsoft (Windows Phone 8) lediglich ihr Handy-OS einmal updaten.

Betrachtet man die beiden neuen Jelly Bean-Versionen ist die Summe der Neuerungen enorm, aber man hätte sie auch in ein größeres Update packen können, statt binnen vier Monaten zwei Mal an der Versionsnummer zu drehen. Weniger ist manchmal halt eben doch mehr.

Kommentare zu diesem Artikel

Android ist fragmentiert und Google bekommt das Update-Problem nicht in den Griff. Möglicherweise sollte der Hersteller aber einmal seine eigene Updatepolitik bei Android hinterfragen.

Deine Meinung ist gefragt. Diskutiere im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt diskutieren!
  • Chris_qwet schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Googles Android-Staccato

    Eine Version ist nicht "VERALTET", nur weil es eine neue gibt. Eine Version ist erst dann veraltet, wenn sie nicht die aktuell benötigten Features unterstützt. Das ganze "Fragmentierungsgerede" ist total überzogen. Wo ist denn KONKRET der achteil für mich als Nutzer??? Das einzige "Problem" ist, dass ich WEISS es gibt eine neue Version - sonst würde ich sie garnicht vermissen... Man kann das also auch so handhaben, dass man die neuste Version so lange zurückhält, bis sie an alle relevanten geräte angepasst hat und erst dann veröffentlicht. So machen das die anderen Hersteller und dann wäre Ruhe um diese Fragmentierungsgeschichte - aber wäre uns dann geholfen??
  • Mixermachine schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Googles Android-Staccato

    Man scheiß Google, bringen viel zu oft Updates für ihre Geräte, die richtig gute Neuerungen bringen. *ironie off* Ist es nicht eher gut, das Google das macht??? Schnelle Updates. Wenn dann Probleme auftreten können die auch leichter gefixt werden. Manche Hardwarehersteller wollen eben nur Verkaufen... Das die Mobilfunkanbieter noch hinten dran hängen ist nochmal ärgerlicher. Ich frag mich immer nur, wies die von CyanogenMod immer schaffen, selbst auf mein altes DEFY von Motorola die neueste Android Version zu bringen, die besser läuft wie die original Rom...
  • Gerard schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Googles Android-Staccato

    Und ein Nexus würde ich niemals kaufen, da mir 16 Gb, die nicht mal ganz nutzbar sind, schlichtweg nicht reichen. Mit Navi-App, Podcasts, Videos, Fotos etc. ist der Speicherplatz ein Witz. Und solange dies nicht anders gestaltet wird und die Hersteller die Updates erst irgendwann liefern (wenn überhaupt) und dann schon sogar ein aktuelleres vorhanden ist, dass aber wieder ein halbes Jahr braucht, um auf die Geräte zu kommen, werde ich nie und nimmer ins Android-Lager wechseln. Dies muss aber jeder für sich entscheiden, welche Prioritäten er sich beim Kauf eines Smartphone setzt.
  • junky schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Googles Android-Staccato

    Ich würde nicht sagen das der Fehler bei Google liegt, wenn nicht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kochen würde und die nicht jedes mal soweit in das System eingreifen, dann wären die Anpassungen an die jeweiligen Geräte nicht mehr so aufwendig. Klar verlieren dann die einzelnen Geräte gewissermaßen auch die Exklusivität aber das muss man dann abwägen. Oder es einfach mal wie z.B. von Apple (und nein absolut KEIN Fanboy) abgucken und nicht so viele Geräte auf den Markt werfen aber dafür mal seine Geräte auch pflegen!
  • Diggsagg schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Googles Android-Staccato

    Wenn doch mal ein Hersteller sich trauen würde, ein Vanilla-Rom auf ihre Geräte zu schieben. Na ja, das sind nun mal die Vor- und Nachteile eines offenen Systems. Ist es ja auch irgendwie schön, dass die Hersteller "ihr eigenes Ding" machen können, ohne das System von grundauf selbst entwickeln zu müssen. Nur über die Hardware schafft man nun mal keine Alleinstellungsmerkmale. Bei Samsung ist es halt bspw. die Touchwiz-Oberfläche. Aber wie hier schon gesagt wurde, müssen die großen Hersteller im Falle eines Updates schnell reagieren. Zur Update-Politik selbst: Ich wage sogar zu behaupten, dass der Großteil der User (von den Geeks und Nerds mal abgesehen, die sich damit beschäftigen) nicht mal weiß, welche Android-Version er nutzt. Das Ding läuft, man hat seine Apps, und gut is'. Die Leidtragenden werden tatsächlich die Drittanbieter-Entwickler sein, die zusehen müssen, dass sie ihre Applikationen für alle gängigen Versionen bereitstellen.
  • qwertz_00nix schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Googles Android-Staccato

    Wieso stellt das eigentlich ein Dilemma dar. Wenn Google neue oder verbesserte Fkt. ins OS implementiert müssen doch nicht alle sofort diese Neuerungen tagesaktuell besitzen. Der Vorgänger tut's doch auch noch. Er hat ja schließlich den Release-Status. Windows liefert ja auch nicht das Win8 mir zu für meinem einjährigen Schleppi hinterher. Ihr seit nur zu geil immer das aktuellste zu Besitzen. Andererseits warum sollte eine neue und getestete SW-Version nicht veröffentlicht werden und damit den Herstellern zur Verfügung stehen.
  • The (s)AINT schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Googles Android-Staccato

    Dieser ganze Artikel hat einen guten Ansatz und somit sicher auch seine berechtigte Kritik. Jedoch ist hier meiner Meinung nach der falsche zur Verantwortung gezogen wurden - womit der ganze Artikel hinfällig ist! Wenn man sich beschweren will - dann gerne und auch Zurecht - jedoch bitte bei den Netz Anbietern. Würden diese nicht das schöne Android mit ihren eigenen User-Interfaces verschandeln, würden Updates hier auch deutlich zügiger vorliegen! Was kann Google für die Trägheit der Provider?????? Bitte mal mehr nachdenken vor dem Meckern. Oder besser: selber besser machen -.-
  • highdelbeere schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Googles Android-Staccato

    Als optimist würde ich sagen, dass es eh schon besser geworden ist: Letztes Jahr existierten die Versionen 2.x und 3.x nebeneinander und jetzt wurde mit 4.x alles vereinheitlicht. Dennoch kann ich dem Artikel nur bedenkenlos zustimmen: Es währe früh genug gewesen, wenn sie Andriod 4.1 inklusive den Änderungen des jetzigen 4.2 erst jetzt vorgestellt hätten, denn ein General-Release pro Jahr ist völlig ausreichend. Google wird noch lernen müssen, dass eine Versionitis alla Chrome bei Betriebssystemen nicht sinnvoll ist.
  • GNex schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Googles Android-Staccato

    Die Fragementierung ist doch im Grunde gar kein wirkliches Problem. a) Der Normalokunde hat irgendein Androide und wenn er überhaupt weis, das er ein Google-Smartphone hat weis er oft nicht welche Version hat. Solange er die Apps bekommt die er möchte ist alles gut und das ist selbst bei 2.3 der Fall b) Der Nerd, der genau weis welchess Release er hat und auch will, hat ein Nexus device und ist damit auch versorgt. c) Die Entwickler. Es ist nicht unüblich sich an einen bestimmten Standard halten zu müssen. ich kann in Java bzw. Eclipse auch nicht die neuesten Features verwenden, wenn ich möglichst viele Versionen abdecken will. Wenn ich 2.3 als Basis nehme kann ich schon richtig gute Apps schreiben und die meisten sind glücklich (siehe Punkt a)
  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Googles Android-Staccato

    ... Vanilla-Rom ...
    Zitat: KaiserFranz
    (Zur Erklärung, falls das jemand nicht kennen sollte: Von Vanilla spricht man bei Software im Original-Zustand, ohne Veränderung.) In dem Fall könnte man zu einem Nexus-Smartphone greifen, oder? Und einige ZTE-Smartphones sind beispielsweise auch mit unmodifiziertem Android erhältlich.

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

Ashampoo-Download-Logo
article
36369
Kommentar: Google updatet Android zu schnell
Kommentar: Google updatet Android zu schnell
Google produziert Android-Updates am Fließband. Die Hersteller kommen mit der Aktualisierung aber nicht hinterher.
http://www.netzwelt.de/news/94156-kommentar-google-updatet-android-schnell.html
2012-10-30 14:14:25
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/markt-existieren-immer-noch-mehrere-android-versionen-parallel-bilder-google-montage-netzwelt-13747.jpg
News
Kommentar: Google updatet Android zu schnell