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Sony Xperia go im Test
IP67-Gehäuse im eleganten Design

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Das Xperia go ist weniger empfindlich als andere Smartphones. Wasser oder Staub machen dem Modell nichts aus. Dazu bietet es ein elegantes Design. Im netzwelt-Härtetest muss das Modell aber einige Kratzer hinnehmen.

Smartphones, denen ein Sturz oder Wasserbad nichts ausmacht, sind anders als noch vor zwei Jahren keine Seltenheit mehr. Das Sony Xperia go sorgt dennoch für Aufsehen - vereint das Modell doch ein wasser- und staubgeschütztes Gehäuse mit einem eleganten Design. Der Test verrät, was das Sony-Handy noch zu bieten hat.

Design und Verarbeitung

IP67 - dieser kryptische Code beschreibt die Widerstandsfähigkeit des Sony Xperia go. Die 6 steht dabei für Staubresistenz, die 7 für Wasserfestigkeit (bis zu einer Tiefe von einem Meter für 30 Minuten). Laut Sony soll das Xperia go damit sogar für einen Trip durch den Dschungel gewappnet sein, was netzwelt jedoch bezweifelt.

Das IP67-Gehäuse schützt eher vor den Gefahren des Alltags: Ein kurzes Wasserbad oder Stürze aus einem Meter Höhe auf Laminat- und PVC-Böden machten dem Xperia go im Test nichts aus, und auch Redaktionshund Sunford vermochte dem Smartphone keinen Kratzer beizubringen. Auf härtere Untergründe wie Stein oder Beton sollte man das Xperia go aber nicht fallen lassen, andernfalls hat das Gerät schnell ein paar hässliche Macken.

Sonys Xperia go ist also nicht viel robuster als ähnliche Modelle anderer Hersteller, hebt sich aber optisch angenehm von der Konkurrenz wie dem Motorola Defy+, dem Samsung Galaxy XCover und dem eigenen Vorgänger Sony Ericsson Xperia active ab. Denn dem Xperia go sieht man seine Widerstandsfähigkeit nicht an: In der Tiefe misst das Modell gerade einmal 9,8 Millimeter und ist damit mehrere Millimeter dünner als andere robuste Smartphones. Unterboten wird es lediglich vom Panasonic Eluga. Das schlanke Design kombiniert Sony mit einer hochwertigen Verarbeitung und einer angenehmen Haptik, für die die gummierte Rückseite sorgt.

Hardware

Hardwaretechnisch reiht sich das Xperia go im Einsteiger-Bereich ein: Unter der Haube werkelt der Nova Thor U8500-Dual-Core-Prozessor von ST-Ericsson. Er kam bereits im Samsung Galaxy Ace 2 und im Sony Xperia U zum Einsatz und hinterließ hier einen guten Eindruck - selbst Spiele wie Shadowgun oder GTA 3 laufen mit dem Chipsatz flüssig.

Abstriche müssen Nutzer beim Display machen: Nicht nur, dass es mit 3,5 Zoll vergleichsweise klein ausfällt, auch die Auflösung ist mit 480 x 320 Pixeln sehr gering, der Blickwinkel zudem sehr klein. Beim Surfen im Netz müssen Sie also viel zoomen, um Texte lesen zu können. Dafür sorgt die Mobile Bravia Engine für kräftige und satte Farben - lediglich weiße Flächen wirken auf dem Display immer etwas gräulich.

Der interne Speicher misst im Übrigen acht Gigabyte, knapp die Hälfte davon steht dem Nutzer zum Ablegen von Apps, Musik oder Fotos und Videos zur Verfügung. Wem das nicht reicht, der kann den Speicher noch per microSD-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweitern.

Sprachqualität und Akkulaufzeit

Die Sprachqualität ist gut. Gesprächspartner klangen im Test natürlich, Rauschen oder ähnliche Störgeräusche waren nicht auszumachen. In lauteren Umgebungen sind aber Nebengeräusche wie Straßenlärm trotz Störgeräuschunterdrückung deutlich zu vernehmen. Zum Freisprechen ist der Lautsprecher zudem zu leise.

Sony Xperia go

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Das Display des Sony Xperia go misst 3,5 Zoll. (Bild: netzwelt)

Sony verbaut im Xperia go einen Akku mit einer Kapazität von 1.305 Milliamperestunden, er ist fest installiert und lässt sich nicht wechseln. Eine Akkuladung soll laut Sony für bis zu 6,5 Stunden Telefonieren oder sechs Stunden Videowiedergabe reichen. Das sind eher typische Werte für ein Smartphone. Je nach Nutzungsintensität sollte das Xperia go bis zu zwei Tage ohne Stromzufuhr durchhalten.

Multimedia

Das Xperia go bietet eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite, eine Frontkamera fehlt hingegen - ebenso wie die für Sony-Handys eigentlich typische Kamerataste. Auslösen lässt sich die Kamera des Xperia go nur über das Display. Abgesehen davon bietet die Kamera-App von Sony aber zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, über eine weitere App können Nutzer auch 3D-Panoramaaufnahmen erstellen. Die Bildqualität ist für gelegentliche Schnappschüsse ausreichend, die Kompaktkamera im Urlaubsgepäck kann das Xperia go aber nicht ersetzen. Ein mit dem Xperia go gemachtes Testbild finden Sie hier. Videos nimmt das Smartphone übrigens in HD-Qualität auf.

Der Lautsprecher klingt beim Musik hören sehr blechern, sodass Nutzer eher auf die Hintergrundbeschallung mit ihren Lieblingssongs verzichten dürften. Deutlich besser ist der Klang über Kopfhörer, zudem bietet der vorinstallierte Sony Walkman-Player jede Menge Einstellungsmöglichkeiten und Optionen inklusive eines ID3-Tag-Editors.

Software

Auf den Markt kam das Xperia go mit Android 2.3.7, mittlerweile steht ein Update auf Android 4.0.4 alias Ice Cream Sabdwich bereit. Ein Update auf Android 4.1 Jelly Bean soll das Modell nach Aussage des Herstellers im Laufe des nächsten Jahres erhalten. Lobenswert: "Müllte" Sony ältere Modelle früher ab Werk mit einer Vielzahl vorinstallierter Apps zu, hat der Hersteller diese nun beim Xperia go auf ein Minimum beschränkt, was die Nutzung vor allem für Smartphone-Einsteiger übersichtlich macht.

Fazit

Das Xperia go ist ein etwas robusteres Einsteiger-Smartphone, das gegen viele Tücken des Alltags wie etwa Wasser gefeit ist. Die Stoßfestigkeit des Modells könnte jedoch besser sein. Ambitionierte Anwender dürften zudem die Multimedia-Schwächen abschrecken.

Die unverbindliche Preisempfehlung für das Modell lautet 269 Euro. Im Netz ist es bereits ab 240 Euro erhältlich. Alternativen sind das Sony Ericsson Xperia active, das Samsung Galaxy XCover, das Motorola Defy+ und mit Einschränkungen auch das Panasonic Eluga. Wer es ganz robust haben will, dem sei das CAT B10 ans Herz gelegt.

Kommentare zu diesem Artikel

Das Xperia go ist weniger empfindlich als andere Smartphones. Wasser oder Staub machen dem Modell nichts aus. Dazu bietet es ein elegantes Design. Im netzwelt-Härtetest muss das Modell aber einige Kratzer hinnehmen.

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  • Xperia User schrieb Uhr
    AW: Schick und widerstandsfähig: Sony Xperia go im Test

    Warum genau zweifelt Netzwelt an der Tauglichkeit eines Dschungelaufenthalts? Wenn es wie das Xperia Active ist, sollte das kein Problem sein. Das hat mich schon auf diversen Schnorchelgängen begleitet, hat gute Bilder und Videos gemacht und hielt deutlich länger als eine halbe Stunde im Wasser und deutlich mehr als 1 Meter Wassertiefe ohne Schaden aus.