Google und der Transhumanismus
Fernseh-Tipp: Welt ohne Menschen - Wie uns Technik verändert
Der Dokumentarfilm Welt ohne Menschen beschäftigt sich mit der Frage, wie Technik unser Leben beeinflusst. Dabei geht es um Technologien, die nach Science-Fiction klingen, aber kurz vor ihrem Marktstart stehen, sowie um die Transhumanismus-Ideologie. Deren Anhänger träumen von dem perfektem Mix aus Mensch und Technik und werden unter anderem von Google unterstützt.
Wie wird die Technologie der Zukunft unser Leben verändern und wie beeinflusst sind wir bereits jetzt? Diesen Fragen geht Regisseur Philippe Borrel in der Dokumentation Welt ohne Menschen auf den Grund. Dabei werden ganz konkrete Beispiele gezeigt, die sich heute noch nach Science-Fiction anhören aber schon in wenigen Jahren Realität werden könnten.
So besucht der Filmemacher beispielsweise einen Prothesen-Bauer, der daran arbeitet, menschliche Nerven und Stromkabel zu verbinden, und zeigt ein Spiel, bei dem Nutzer einen Ball mit den Gedanken steuern können. Schon in wenigen Monaten soll dieses auf den Markt kommen.
Google und der Transhumanismus
Der Film beschäftigt sich jedoch auch mit der Ideologie der sogenannten Transhumanisten, die daran glauben, dass der menschliche Körper eine fehlerhafte Hülle ist, die es durch Technik zu optimieren gilt. Das Herzstück dieser Bewegung liegt - wie könnte es auch anders sein - in Silicon Valley. Dort wurde die Singularity University direkt gegenüber des Google-Firmenhauptsitzes errichtet.
Die Universität bietet Kurse zum Transhumanismus an und unterstützt Forschung, die darauf ausgerichtet ist, Menschen unsterblich zu machen. Zu ihren Gründern gehört Millionär und Forscher Ray Kurzweil. Aber auch Google finanziert die Bildungseinrichtung mit.
Gestern am 23. Oktober zeigte Arte den Film Welt ohne Menschen zum ersten Mal. Die Wiederholung läuft am Samstag, den 27. Oktober. Interessierte können sich das Video jedoch auch hier auf netzwelt ansehen.


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