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Samsung Serie 9 900X4C-A04DE im Test
Flach, edel, empfehlenswert

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Das Samsung 900X4C aus der Serie 9 ist ein besonders edles Notebook im besonders flachen Gehäuse. Im Test hinterlässt es einen sehr guten Eindruck. Verbesserungspotential gibt es bei der Tastatur und beim matten Display.

Vergleichsweise teuer, dafür besonders hochwertig und besonders flach - das Samsung-Ultrabook 900X4C setzt sich in vielerlei Hinsicht vom Einheitsbrei ab. Zum Preis von knapp 1.500 Euro bietet Samsung einen nahezu perfekt verarbeiteten Arbeitsbegleiter mit mattem 15-Zoll-Bildschirm.

Die Verarbeitungsqualität der Serie 9 war schon immer gut - beim vorliegenden Testmodell 900X4C mit Intel Core i5-Prozessor ist sie fast schon überragend. Hier wackelt nichts oder gibt beim Schütteln merkwürdige Geräusche von sich. Eine solch hohe Materialanmutung kennt man sonst eigentlich nur noch von Apples MacBook-Reihe. Genau wie diese besteht auch Samsungs 900X4C zu größten Teilen aus kühlem Aluminium. Das Testgerät liegt in edel anmutendem "Mineralschwarz", wie Samsung den dunkelgrauen Anstrich mit ganz leichtem Blaustich nennt, vor.

Technische Daten und Anschlüsse

Im Inneren des Edel-Notebooks, das es auch in einer Version mit 13-Zoll-Bildschirm gibt, steckt ein Intel Core i5-3317U-Prozessor mit einer Standard-Taktrate von 1,70 Gigahertz. Die Größe des Arbeitsspeichers beträgt acht Gigabyte. Statt einer herkömmlichen HDD verbaut Samsung in seinem Technologie- und Imageträger eine flotte SSD mit einer Kapazität von 128 Gigabyte. Als Grafiklösung gibt sich erneut und wenig überraschend Intels HD Graphics 4000 die Ehre.

Für ein optisches Laufwerk ist im Gehäuse des Samsung-Notebooks, das auf das Ultrabook-Label verzichtet, obwohl die Voraussetzungen dafür gegeben wären, kein Platz mehr. Kaum verwunderlich - misst das Alu-Gehäuse doch gerade einmal 14,9 Millimeter. Bei den Anschlüssen müssen Käufer zum Glück aber nur sehr wenig Kompromissbereitschaft zeigen. So finden sich neben einem USB-2.0-Anschluss gleich zwei weitere USB-3.0-Schnittstellen, ein Micro-HDMI- und VGA-Ausgang und ein kombinierter Mikrofon- und Kopfhörereingang. Die USB-Schnittstellen lassen sich so konfigurieren, dass sie auch im Ruhezustand des Notebooks Strom liefern und so etwa Gadgets nebenbei aufladen.

Ähnlich wie bei Apples MacBook Air-Reihe lässt sich auch das Samsung-Notebook nur per Adapter ans Gigabit-Ethernet anschließen. Im Gegensatz zum Hersteller aus Cupertino liefert Samsung diesen aber direkt mit. Auch ein Kartenleser für SD- und MMC-Karten findet sich gut versteckt an der rechten Gehäuse-Flanke des Samsung-Testgeräts. Drahtlos nimmt das 900X4C-A04DE Verbindung über Bluetooth 4.0 und WLAN (a/b/g/n) auf. Die Auflösung des 15 Zoll großen Displays beträgt gute 1.600 x 900 Bildpunkte.

Ergonomie

Zum Aufklappen des Displays werden beide Hände benötigt, erst dann präsentiert sich das sehr dezente und aufgeräumte Innenleben. Zum Vorschein kommen 87 Tasten sowie der Ein- und Ausschalter. Der Laptop kommt mit wenigen Status-LED aus, die zum großen Teil direkt in die Tasten integriert sind. An der linken, oberen Seite gibt lediglich eine Mini-LED Auskunft über Systemaktivität. Direkt daneben befindet sich ein Helligkeitsensor, der bei Bedarf die Bildschirmhelligkeit automatisch regelt - im Test leider nicht immer zur vollsten Zufriedenheit.

Das Display lässt sich vergleichsweise weit, bis zu einem Winkel von etwa 140 Grad aufklappen. Besonders viel Platz bietet das Gehäuse den Handballen. Beim Schreiben finden diese vollständig unterhalb der Tastatur ihren Platz, was ermüdungsfreie Tipparbeit ermöglicht. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Tasten der Serie 9, da sie über extrem wenig Hub verfügen. Auch könnte der Druckpunkt nach Geschmack von netzwelt deutlicher ausfallen. Nach einer Eingewöhnungsphase kamen wir aber gut mit der Tastatur zurecht. Pluspunkt: Die gesamte Tastatur ist gleichmäßig beleuchtet und damit auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut lesbar. Zudem ist das Tippen auf ihr sehr leise.

Samsung Serie 9 900X4C-A04DE

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Nur 14,9 Millimeter ist Samsungs Serie 9 dick. (Bild: netzwelt)

Auch das klickbare Touchpad sammelt Pluspunkte. Mit einer Diagonalen von knapp 13 Zentimetern bietet es mehr als reichlich Platz für Multitouchgesten oder ganz normale Zeigerarbeit. Es kommt dabei ohne Zusatztasten aus und liefert beim Herunterdrücken knochentrockenes Feedback samt deutlich vernehmbaren "Klack".

Display

Samsung baut in das Testgerät eine der eher selten anzutreffenden matten Anzeigen ein. Vorteil: Das Arbeiten im Freien, bei Sonneneinstrahlung oder in hellen Büro-Umgebungen wird erheblich verbessert. So auch im Falle des Samsung 900X4C. Das 15 Zoll große Display mit einer Auflösung von 1.600 x 900 Bildpunkten lässt sich unter den genannten Bedienungen noch immer gut ablesen. Zudem ist der Monitor sehr hell und gleichmäßig ausgeleuchtet.

Nachteil: Die Farben des 15-Zöllers sind nicht ganz so knackig, wie man es vielleicht von spiegelnden Displays gewohnt ist. Bewegt man den Kopf in der Vertikalen, verblasst der Bildschirminhalt zudem überdurchschnittlich schnell. Zum Glück lässt sich diesem Umstand mit dem erwähnt großen Aufstellwinkel des Displays entgegenwirken. Insgesamt aber hinterlässt das Display des Samsung-Notebooks einen guten Eindruck und die Vorzüge des matten Displays überwiegen.

Leistung und Umwelt

Unter dem schicken Aluminiumgehäuse hat Samsung aktuelle und auch stromsparende Technik verbaut. Als Prozessor kommt ein Intel Core i5-3317U (Ivy Bridge) zum Einsatz. Im Normalfall liegt die Taktrate bei 1,7 Gigahertz, bis zu 2,4 Gigahertz sind aber bei besonders rechenintensiven Aufgaben möglich.

Mit der verbauten Hardware reißt das Samsung-Notebook keine Bäume aus und auch aktuelle Spiele-Blockbuster laufen unter Umständen nicht mit den höchsten Einstellungen. Aber für die täglichen Anforderungen an solch ein Notebook wie Video-Wiedergabe, Surfen im Internet und das Verfassen von Text und Tabellen ist sie mehr als ausreichend dimensioniert. Dank SSD und acht Gigabyte Arbeitsspeicher fährt das Serie 9-Mitglied auch binnen kürzester Zeit hoch.

Klappt man das Display im Stand-By-Modus auf, ist der Rechner nach etwa fünf Sekunden betriebsbereit. Im OpenGL-Test unter Cinebench-Test erreicht das Samsung 900X4C-A04DE 13,74 Bilder in der Sekunde, im CPU-Test erreicht es 1,77 Punkte und liegt damit im guten Mittelfeld.

Um Zugang zur verbauten Hardware zu erhalten, muss der Nutzer lediglich die handelsüblichen Kreuzschlitzschrauben auf der Rückseite lösen.

Die Abwärme führt die Serie 9 über Gehäuseöffnungen im Boden und über zwei hintere Schlitze unterhalb des Displays ab. Der Lüfter ist beim Surfen im Netz und bei Office-Tätigkeiten über lange Strecken komplett ausgeschaltet. Oft bemerkt man ihn auch kaum, wenn er doch einmal zu Werke geht. Lediglich bei der Bildbearbeitung, beim Videoschnitt und beim Benchmarking konnte netzwelt ihm höhere Drehzahlen entlocken. Selbst dann aber bleibt seine Geräuschentwicklung in erträglichem Rahmen.

Über handelsübliche Kreuzschlitz-Schrauben im Gehäuseboden gewährt das Testgerät Zugang zum Innenleben. Erfahrene Nutzer können hier Komponenten wie Massenspeicher oder Arbeitsspeicher selbst austauschen. Ein Wechsel des verbauten Akkus ist jedoch nicht vorgesehen. Generell liefert Samsungs Vorzeige-Notebook gute Akkuwerte. Im reinen Office-Test (Bildschirmhelligkeit auf 75 Prozent, deaktivierte Funkverbindungen) reichte die Energie für sehr gute sieben Stunden aus. Im Filmmodus reduzierte sich die Laufleistung auf einen immer noch überdurchschnittlich guten Wert von knapp über fünf Stunden.

Fazit

Das Samsung Serie 9 900X4C-A04DE durchläuft den Testparcours von netzwelt ohne gravierende Schwächen. Beeindruckt haben uns vor allem Verarbeitungsqualität, Abmessungen und Gewicht des 15-Zöllers. Auch bei der Akkulaufzeit und beim Display sammelt der tragbare Rechner Sympathiepunkte.

Samsung Serie 9 900X4C-A04DE

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Nur 14,9 Millimeter ist Samsungs Serie 9 dick. (Bild: netzwelt)

Negative Kritik gibt es höchstens für die recht schnell abfallenden vertikalen Betrachtungswinkel auf das matte Display sowie für die in unseren Augen gewöhnungsbedürftige Tastatur.

Wer auf der Suche nach einem besonders leichten und dennoch leistungsfähigen 15-Zoll-Notebook ist, wird nur wenig Alternativen finden. Zumal die Konkurrenz von Apple und Asus derzeit noch deutlich teurer ist. In den nächsten Monaten ist zudem mit vielen Hardware-Neuerscheinungen aus der Windows-8-Welt zu rechnen, die zum großen Teil bereits mit Touchscreens ausgestattet sind.

Kommentare zu diesem Artikel

Das Samsung 900X4C aus der Serie 9 ist ein besonders edles Notebook im besonders flachen Gehäuse. Im Test hinterlässt es einen sehr guten Eindruck. Verbesserungspotential gibt es bei der Tastatur und beim matten Display.

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  • Diggsagg schrieb Uhr
    AW: Mattes Display im flachen Gehäuse: Samsung Serie 9 900X4C im Test

    einfach das lenovo s400 mit ssd aufrüsten und /done Nee, nix "done". Das S400 hat doch auch schon wieder so einen unsäglichen "Schminkspiegel". Schon allein deshalb würde ich dem Samsung-Gerät mit dem matten Display den Vorzug geben.
  • pff schrieb Uhr
    AW: Mattes Display im flachen Gehäuse: Samsung Serie 9 900X4C im Test

    einfach das lenovo s400 mit ssd aufrüsten und /done

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Samsung Serie 9 900X4C-A04DE im Test
Samsung Serie 9 900X4C-A04DE im Test
Das Samsung 900X4C-A04DE aus der Serie 9 kann im Test vor allem durch seine flache Bauweise und die hohe Verarbeitungsqualität ordentlich Punkte sammeln.
http://www.netzwelt.de/news/94086-samsung-serie-9-900x4c-a04de-test.html
2012-10-22 16:27:17
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/initiative-europe-versus-facebook-kaempft-mehr-transparenz-sozialen-netzwerk-bild-screenshot8553.jpg
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