Einschätzung von Gartner

Analyst: "Geschäftskunden haben kein Interesse an Windows 8"

Die Marktanalysten des US-amerikanischen Unternehmens Gartner schätzen die Durschlagskraft von Windows 8 bei Firmen gering ein. Grund ist unter anderem, dass viele Unternehmen noch auf das zehn Jahre alte Windows XP setzen. Ein großes Problem sei dies für Microsoft aber nicht.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Unternehmen interessieren sich nicht für Windows 8 
  2. 2"Höchstens 20 Prozent Marktanteil"
  3. 3Kein Grund zur Sorge für Microsoft?
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Es sind nur noch wenige Tage bis zum 26.Oktober, dem offiziellen Start von Windows 8 und dem Marktstart von Microsofts erstem eigenen Tablet Surface. Erst kürzlich gab Microsoft die Preise für den neuen mobilen Rechner bekannt.

Unternehmen interessieren sich nicht für Windows 8 

Doch Unternehmen scheinen sich nicht für das neue Betriebssystem zu interessieren. Wie Gartner-Analyst Michael Silver gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte, ergaben die Untersuchungen des Marktforschungsunternehmens, dass nur wenige Geschäftskunden an Windows 8 interessiert sind. "Wir gehen davon aus, dass 90 Prozent aller Firmen nicht umfassend auf Windows 8 umsteigen." 

Dies sei nicht ungewöhnlich, da Firmen in der Regel neue Betriebssysteme einer langen Testphase unterziehen, bevor sie ihr System umstellen. Zahlreiche Unternehmen hätten daher beispielsweise auch noch nicht von Windows XP auf Windows 7 aktualisiert. 41 Prozent aller PCs weltweit würden noch mit Windows XP laufen.

"Höchstens 20 Prozent Marktanteil"

Doch Silver zufolge werden auch nach den üblichen zwei bis drei Jahren Umstellungszeitraum kaum Unternehmen auf Windows 8 umgestiegen sein. Auf dem Höhepunkt der Verbreitung des neuen Betriebssystems glaubt der Analyst an 20 Prozent Marktanteil im Unternehmenssektor.

Bisher würden zahlreiche Unternehmen Windows 8 eher als Verbraucher-Plattform sehen und als nicht geeignet für den Geschäftssektor. Doug Johnson von der American Bankers Association sagte gegenüber Reuters: "Ich sehe keinen zusätzlichen Nutzen für Geschäftskunden durch Windows 8". Daher sei es wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren Unternehmen vor allem auf Windows 7 umsteigen und nicht auf Windows 8.

Entscheidend für die Steigerung der Verkaufszahlen von Windows 8 sei der Erfolg von Office 2013

Kein Grund zur Sorge für Microsoft?

Reuters zufolge ist dies jedoch kein Grund zur Sorge für Microsoft. Lediglich 40 Prozent der Windows-Einnahmen würden durch Geschäftskunden generiert und zwar unabhängig davon, welche Version diese benutzen. Darüber hinaus sorge das Betriebssystem generell nur noch für 25 Prozent der Einnahmen von Microsoft.

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