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Samsung NX1000 im Test
APS-C-Sensor, Fernsteuerung über Smartphone

von Jan Johannsen
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Praktisch: Samsung stattet seine Systemkamera NX1000 mit einem WLAN-Modul aus. Über dieses stellt sie Fotos online und lässt sich mit einem Smartphone fernbedienen.

Von der Kamera direkt ins Internet: Samsung stattet die NX1000 mit einem WLAN-Modul aus. Mit diesem stellt die Systemkamera Fotos und Videos direkt bei ausgewählten Webseiten ein oder lässt sich mit einem Smartphone fernsteuern.

Großer Bildsensor

Wie alle seine Systemkameras stattet Samsung auch die NX1000 mit einem CMOS-Bildsensor im APS-C-Format aus. Der Chip mit Kantenlängen von 23,5 x 15,7 Millimetern liefert eine maximale Auflösung von 20,3 Megapixeln und steht mit diesen Werten mit den Sensoren in den meisten Spiegelreflexkameras auf einer Stufe.

Die Aufnahmen der NX1000 überzeugen mit einer hohen Detailgenauigkeit und klaren Konturen, Die Farben der Aufnahmen wirken natürlich und Kontraste setzt die Kamera angenehm um. Zusätzlich fällt das störende Bildrauschen sehr gering aus.

Erst bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 1.600 sind in der 1:1-Ansicht leichte Störungen zu erkennen. Diese verstärken sich bei ISO 3.200 etwas und verursachen ab ISO 6.400 eine verfälschte Farbwiedergabe. Bei ISO 12.800 ist diese so stark, dass die Fotos unbrauchbar sind.

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Zimmerbeleuchtung ein, Blitzlicht aus: ISO 100, Blende 3.5, 1/4 Sekunde - 20 Millimeter. (Aus technischen Gründen auf 4000 Pixel Breite verkleinert, Bild: netzwelt)

Videos nimmt die Samsung NX100 in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Die Filme bieten ebenfalls eine hohe Detailgenauigkeit und klare Konturen sowie natürlich wirkende Farben und angenehme Kontraste. Über einen optischen Bildstabilisator verfügt die NX1000 selbst nicht, auch im Kitobjektiv ist keiner verbaut. Samsung bietet aber zusätzliche NX-Objektive mit optischen Bildstabilisator an.

Der Autofokus und der automatische Weißabgleich reagieren allerdings eher langsam und träge, so dass der Nutzer für ein farblich schönes Bild bei veränderten Lichtverhältnissen ein paar Sekunden warten muss. Der Autofokus benötigt sogar noch länger. Das interne Mikrofon liefert einen gut verständlichen Ton.

Oberfläche und Bedienung

Die Bedienung der Samsung NX1000 ist grundsätzlich mit nur einer Hand möglich, aber erst mit beiden Händen lässt sich die Kamera optimal verwenden. Den nur mihilfe der linken Hand kann der Fotograf die Brennweite am Objektiv verstellen und die iFunction aktivieren. Mit dieser kann er über den iFunction-Ring am Objektiv je nach Aufnahmeprogramm verschiedene Belichtungseinstellungen direkt verändern.

Die Tasten und der Vier-Wege-Steuerring bieten alle klare Druckpunkte, nur das Moduswahlrad erweist sich als etwas schwergängig. Über den Steuerring auf der Rückseite der NX1000 hat der Fotograf direkten Zugriff auf die Belichtungskorrektur, den Autofokus-Modus und die Verschluss-Modi. Zusätzlich kann er festlegen, wie viele Informationen auf dem Display erscheinen.

Mit der "Fn"-Taste ruft der Nutzer ein Bildschirmmenü auf, in dem sich relativ schnell Aufnahmeeinstellungen wie die Lichtempfindlichkeit, der Weißabgleich, der Farbraum oder Fotogröße und -qualität auswählen lassen. Über den "Menu"-Knopf gelangt er in das übersichtlich gestaltete Hauptmenü. Die Bildwiedergabe lässt sich damit natürlich auch starten.

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In der Systemkamera steckt ein WLAN-Modul. (Bild: netzwelt)

Zusätzlich befindet sich noch eine Aufnahmetaste für Videos auf der Rückseite der Kamera. Neben Moduswahlrad und Auslöser befindet sich noch eine weitere Taste auf der Oberseite der NX1000. Mit ihr aktiviert der Fotograf den Smart Link, über den sich Fotos direkt auf ein verbundenes Smartphone übertragen lassen.

Drahtlos ins Internet

Über die App "Remote Viewfinder" lässt sich die NX1000 über ihr eigenes WLAN von Smartphones fernsteuern. Der Fotograf sieht das Sucherbild der Kamera, kann an der Brennweite aufgrund des manuell zu verstellenden Objektivs aber nichts mehr verändern. Ihm bleibt nur die Kontrolle über den Blitz, sofern dieser geöffnet ist, den Selbstauslöser und die Auflösung der Aufnahme. Eine manuelle Fokussierung ist nicht möglich, nach erfolgter Aufzeichnung kann das Bild direkt zum Smartphone übertragen werden.

Die Samsung NX1000 wählt sich aber über andere drahtlose Netzwerke auch direkt ins Internet ein. Dort lassen sich Fotos bei Facebook, Picasa, Youtube und Photobucket einstellen und bei Skydrive hochladen. Die Eingabe von Nutzernamen und Passwörter gestaltet sich langwierig, ist aber zu bewältigen. Einmal eingerichtete Accounts lassen sich aber weder löschen noch ändern. Hier hilft nur das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen.

Der drei Zoll große Bildschirm der NX1000 verfügt über eine Auflösung von 921.000 Pixeln und dient als Sucher sowie zur Bildkontrolle. Auf der Anzeige mit einer hohen Detailgenauigkeit sind Motive genau zu erkennen, das Sichtfeld soll 100 Prozent entsprechen. Darüber hinaus liegen die Blickwinkel des Monitors bei fast 180 Grad.

Kunststoffgehäuse mit Ansteckblitz

Das Gehäuse der NX1000 besteht aus Kunststoff und wirkt in der getesteten weißen Farbvariante weniger hochwertig als bei so manch anderer Kamera. Mängel in der Verarbeitung sind aber nicht aufgefallen. Durch die Ausbeulung auf der Vorderseite und einer extra Fläche für den Daumen auf der Rückseite lässt sich die Kamera sicher und bequem greifen.

Die Stromversorgung der NX100 stellt ein Lithium-Ionen-Akku sicher. Fotos und Videos speichert die Kamera auf SDHC- und SDXC-Karten ab. Unter einer Klappe an der rechten Seite des Gehäuses findet der Nutzer je einen Micro-USB- und Mirco-HDMI-Anschluss. Der Zubehörschuh auf der Oberseite dient unter anderem als Schnittstelle für das kleine externe Blitzlicht, das Samsung der NX1000 beilegt. Ein passender GPS-Logger und ein entsprechender Unterpunkt im Menü sind bereits vorhanden, aber nicht nutzbar.

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netzwelt
6.0
Samsung NX1000
Vorteile
  • Ordentliche Bildqualität
  • WLAN-Funktionen
Nachteile
  • Träger Autofokus
  • Bildqualität bei hohem ISO-Wert enorm

Systemkamera mit WLAN

Samsung hat mit der NX1000 eine Systemkamera im Angebot, die nicht nur schöne Bilder aufnimmt, sondern diese auch direkt bei einer kleinen Auswahl an Webseiten veröffentlichen kann. Zusätzlich lässt sie sich per WLAN auch fernsteuern. Die Bedienung stellt auch anspruchsvolle Fotografen zufrieden, könnte aber an der einen oder andere Stelle noch etwas direkter sein. Das Gehäuse lässt die Kamera leider minderwertiger wirken, als sie ist. Die unverbindliche Preisempfehlung von Samsung für die NX1000 und das iFunction-Objektiv mit einer Brennweite von 20 bis 50 Millimetern beträgt 599 Euro. Im Internet verkaufen Händler das Set aus Systemkamera und Linse für etwa 500 bis 530 Euro. Auf der Photokina zog die Konkurrenz nach und stellte zahlreiche Systemkameras mit WLAN vor. Samsung hat mit der ST200F auch eine WLAN-Kompaktkamera im Angebot.


Einzelergebnisse
In Fotos und Videos halten wir schönen Erinnerungen fest oder nutzen die Medien als Ausdrucksform. Im Internet werden täglich unzählige Bilder und Filme ausgetauscht und netzwelt sucht für Sie nach der richtigen Kamera. Ziel eines Testbericht ist es ein Gefühl für die Digitalkamera oder den Camcorder zu vermitteln und vor allem,die Funktionsweise im Alltag. Gleichzeitig sollte die Beurteilung der Bildqualität nicht zu kurz kommen. Daher setzt sich die Gesamtwertung aus Handhabung, Foto, Video, Display/Sucher und der Bildqualität zusammen um eine Digitalkamera ganzheitlich zu erfassen. Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten, der Redakteur kann jedoch eine Auf- beziehungsweise Abwertung um eine Note vornehmen. Falls eines der Kritierien im Vergleich mit anderen Geräten besonders herausragend ist.
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Handhabung
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Foto
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Video
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Display/Sucher
5
Bildqualität
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Einsortierung
Samsung NX1000 von Samsung wurde als Digitalkamera abgelegt. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Foto, Testbericht, Digitalkamera, Samsung, WLAN, Kamera, Wechselobjektiv, Systemkamera (DSLM), Review und Samsung NX1000 .
Kommentare zu diesem Artikel

Praktisch: Samsung stattet seine Systemkamera NX1000 mit einem WLAN-Modul aus. Über dieses stellt sie Fotos online und lässt sich mit einem Smartphone fernbedienen.

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  • Jan K. schrieb Uhr
    AW: Systemkamera mit WLAN: Samsung NX1000 im Test

    @Impartial: Da hast du Recht. Da ist uns offenbar ein Fehler unterlaufen. Die NX1000 besitzt keinen optischen Bildstabilisator. Er muss mit einem entsprechenden Objektiv wie etwa dem EX-S1855IB nachgerüstet werden. Der Text wurde entsprechend angepasst.

    Danke für den Hinweis.

    @rwg: Die NX100 hat aber ebenfalls keinen optischen Bildstabilisator an Bord.

    Grüße aus der Redaktion.
  • rwg schrieb Uhr
    AW: Systemkamera mit WLAN: Samsung NX1000 im Test

    Das ist schnell erklärt: Man kopiert scheinbar einfach den Text der NX 100 in den Bericht der NX 1000 und hat das gewünschte Ergebnis.
  • Impartial schrieb Uhr
    AW: Systemkamera mit WLAN: Samsung NX1000 im Test

    "Der optische Bildstabilisator sorgt für einen ruhigen Bildausschnitt." Ich frage mich schon, wie ihr bei einer NX1000 mit dem von euch abgebildeten Kitobjektiv 3,5-5,6/20-50 mm zu einem optischen Bildstabilisator kommt. Ins Gehäuse ist kein Stabi eingebaut und die 20-50er-Linse hat auch keinen.
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Samsung NX1000 im Test
Samsung NX1000 im Test
Die Samsung NX1000 verfügt über ein WLAN-Modul und stellt Fotos direkt online.
http://www.netzwelt.de/news/94068-samsung-nx1000-test.html
2012-10-25 17:03:40
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/samsung-nx1000-produktbild-114875.jpeg
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