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Kim Dotcom: "Nächstes Megaupload wird unangreifbar"
Im Gespräch mit Wired

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Kim Dotcom hat im Gespräch mit dem US-Technik-Magazin Wired weitere Details zum kommenden Cloud-Dienst Mega bekanntgegeben. Der Nachfolger von Megaupload sei durch neue Technik unangreifbar.

Der Nachfolger von Megaupload wird unangreifbar. Dies verkündete Gründer Kim Dotcom in einem Interview mit der US-Ausgabe des Technik-Magazins Wired. In dem Gespräch verriet er weitere Details zu dem Mega genannten Cloud-Service.

Kim Dotcom plant derzeit zwei neue Dienste: Mega und Megabox. (Quelle: Screenshot YouTube/MrKimDotcom)

Noch immer droht dem Wahl-Neuseeländer Kim Dotcom die Auslieferung in die USA. Die Vereinigten Staaten klagen den Megaupload-Gründer der millionenfachen Urheberrechtsverletzung an. Zuletzt bekam jedoch nicht der gebürtige Deutsche, sondern die Anklage Probleme, ihr Vorgehen angemessen zu begründen.

Die laufenden Verfahren hindern Dotcom zudem offensichtlich nicht daran, weiterhin Zeit und Geld in neue Online-Unternehmen zu stecken. Bereits seit Längerem ist bekannt, dass er an einem Musikdienst namens Megabox arbeitet. Darüber hinaus plant der Internetmillionär einen Nachfolger seines Cloud-Service Megaupload, den er ebenfalls bereits auf Twitter ankündigte.

Keine Verantwortung für Filesharing

In einem Interview mit Wired gab der Internetmillionär nun weitere Details zu dem neuen Mega bekannt. Grundsätzlich wird es die selben Funktionen anbieten wie der Vorgänger. Nutzer werden also Dateien jedweder Art zu Mega hochladen können und mit anderen Anwendern teilen. Allerdings haben Dotcom und sein Team in die Sicherheitsmaßnahmen der Plattform investiert.

Dadurch werden die Dateien nun sofort beim Hochladen des Nutzers verschlüsselt und den Schlüssel, um sie wieder lesen zu können, wird nur der Anwender selbst besitzen. Auf diese Weise könnten auch die Betreiber von Mega nicht den Inhalt der Dateien überprüfen und trügen so auch keine Verantwortung für etwaiges Filesharing.

"Mega wird unangreifbar"

"Falls die Regierung die Server beschlagnahmt oder jemand diese hackt und Daten klaut, wird ihm das überhaupt nichts bringen", sagte Dotcom im Interview. Lediglich die Nutzer hätten die Hoheit über ihre Daten. Mega selbst sei dadurch rechtlich unangreifbar. Es sei denn die Verschlüsselung von Dateien würde illegalisiert.

Darüber hinaus werden die Mega-Server in zwei unterschiedlichen Ländern platziert, um bei möglichen rechtlichen Zugriffen eine Ausweichoption zu haben. Langfristig plant Dotcom eine ähnliche Strategie wie The Pirate Bay sie erst kürzlich mit ihrem Umzug in die Cloud demonstrierte. Auch der Internetmillionär träumt von einem globalen Server-Netzwerk, das unabschaltbar ist.

"Mega ist kein Mittelfinger Richtung Hollywood"

Trotzdem sei der kommende Speicherdienst kein "riesiger Mittelfinger in Richtung Hollywood" erklärte er im Gespräch. Wie zuvor könnten Filmstudios und Plattenlabels sogenannte "Take Down Notices" senden - also Meldungen zur Entfernung rechtswidriger Inhalte -, wenn sie öffentliche Links finden, die das Urheberrecht verletzen.

Kommentare zu diesem Artikel

Kim Dotcom hat im Gespräch mit dem US-Technik-Magazin Wired weitere Details zum kommenden Cloud-Dienst Mega bekanntgegeben. Der Nachfolger von Megaupload sei durch neue Technik unangreifbar.

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  • rudi79 schrieb Uhr
    AW: Kim Dotcom: "Nächstes Megaupload wird unangreifbar"

    Ein Katz- und Mausspiel ... und dreist ist es allemal.

    Da stellt sich einer hin und verkündet öffentlich: Ich schaffe ein riesiges Filesharing-Netzwerk mit illegalem Inhalt bis zur Decke und ihr (Behörden, Musik- und Filmindustrie) könnt nichts dagegen tun! Wenn das mal kein richtig dicker Mittelfinger in diese Richtung ist!!

    Es muss unheimlich deprimierend sein, Kim Dotcom nicht zur Rechenschaft ziehen zu können. Mich nervt der Typ schon allein wegen dieser dreisten Art und Weise, mit der er die Rechtstaatlichkeit an der Nase herumführt.

    Andererseits erschafft er "nur" die Möglichkeit, dass sich andere Menschen strafbar machen. Würde man der Logik folgen, so jemanden nur für dieses Bereitstellen einzusperren, müsste man auch alle Mitarbeiter von WMF wegen der Produktion von scharfen Küchenmessern einbuchten ... weil diese ja auch dafür genutzt werden könnten, jemanden abzustechen.

    Heikle Nummer ... bin gespannt wie es da weitergeht!
  • agtrier schrieb Uhr
    AW: Kim Dotcom: "Nächstes Megaupload wird unangreifbar"

    ... und nachdem die Strafverfolgungsbehörden alles getan haben, um Kim Dotcom und Megaupload die beste Werbung zu geben, die man sich wünschen könnte, wird das auch sicher wieder ein Erfolg. Gute Arbeit!

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Kim Dotcom: "Nächstes Megaupload wird unangreifbar"
Kim Dotcom: "Nächstes Megaupload wird unangreifbar"
Kim Dotcom gibt weitere Details zu seinem kommenden Cloud-Dienst Mega bekannt.
http://www.netzwelt.de/news/94056-kim-dotcom-naechstes-megaupload-unangreifbar.html
2012-10-19 10:24:15
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Kim Dotcom: "Nächstes Megaupload wird unangreifbar"