Im Gespräch mit Wired
Kim Dotcom: "Nächstes Megaupload wird unangreifbar"
Der Nachfolger von Megaupload wird unangreifbar. Dies verkündete Gründer Kim Dotcom in einem Interview mit der US-Ausgabe des Technik-Magazins Wired. In dem Gespräch verriet er weitere Details zu dem Mega genannten Cloud-Service.
Inhaltsverzeichnis
- 1Keine Verantwortung für Filesharing
- 2"Mega wird unangreifbar"
- 3"Mega ist kein Mittelfinger Richtung Hollywood"
Noch immer droht dem Wahl-Neuseeländer Kim Dotcom die Auslieferung in die USA. Die Vereinigten Staaten klagen den Megaupload-Gründer der millionenfachen Urheberrechtsverletzung an. Zuletzt bekam jedoch nicht der gebürtige Deutsche, sondern die Anklage Probleme, ihr Vorgehen angemessen zu begründen.
Die laufenden Verfahren hindern Dotcom zudem offensichtlich nicht daran, weiterhin Zeit und Geld in neue Online-Unternehmen zu stecken. Bereits seit Längerem ist bekannt, dass er an einem Musikdienst namens Megabox arbeitet. Darüber hinaus plant der Internetmillionär einen Nachfolger seines Cloud-Service Megaupload, den er ebenfalls bereits auf Twitter ankündigte.
Keine Verantwortung für Filesharing
In einem Interview mit Wired gab der Internetmillionär nun weitere Details zu dem neuen Mega bekannt. Grundsätzlich wird es die selben Funktionen anbieten wie der Vorgänger. Nutzer werden also Dateien jedweder Art zu Mega hochladen können und mit anderen Anwendern teilen. Allerdings haben Dotcom und sein Team in die Sicherheitsmaßnahmen der Plattform investiert.
Dadurch werden die Dateien nun sofort beim Hochladen des Nutzers verschlüsselt und den Schlüssel, um sie wieder lesen zu können, wird nur der Anwender selbst besitzen. Auf diese Weise könnten auch die Betreiber von Mega nicht den Inhalt der Dateien überprüfen und trügen so auch keine Verantwortung für etwaiges Filesharing.
"Mega wird unangreifbar"
"Falls die Regierung die Server beschlagnahmt oder jemand diese hackt und Daten klaut, wird ihm das überhaupt nichts bringen", sagte Dotcom im Interview. Lediglich die Nutzer hätten die Hoheit über ihre Daten. Mega selbst sei dadurch rechtlich unangreifbar. Es sei denn die Verschlüsselung von Dateien würde illegalisiert.
Darüber hinaus werden die Mega-Server in zwei unterschiedlichen Ländern platziert, um bei möglichen rechtlichen Zugriffen eine Ausweichoption zu haben. Langfristig plant Dotcom eine ähnliche Strategie wie The Pirate Bay sie erst kürzlich mit ihrem Umzug in die Cloud demonstrierte. Auch der Internetmillionär träumt von einem globalen Server-Netzwerk, das unabschaltbar ist.
"Mega ist kein Mittelfinger Richtung Hollywood"
Trotzdem sei der kommende Speicherdienst kein "riesiger Mittelfinger in Richtung Hollywood" erklärte er im Gespräch. Wie zuvor könnten Filmstudios und Plattenlabels sogenannte "Take Down Notices" senden - also Meldungen zur Entfernung rechtswidriger Inhalte -, wenn sie öffentliche Links finden, die das Urheberrecht verletzen.


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insgesamt 2 BeiträgeEin Katz- und Mausspiel ... und dreist ist es allemal. Da stellt sich einer hin und verkündet öffentlich: Ich schaffe ein riesiges Filesharing-Netzwerk mit illegalem Inhalt bis zur Decke und ihr...
... und nachdem die Strafverfolgungsbehörden alles getan haben, um Kim Dotcom und Megaupload die beste Werbung zu geben, die man sich wünschen könnte, wird das auch sicher wieder ein Erfolg. Gute Arbeit!