Lange Lieferzeiten
iPhone 5: Foxconn beschwert sich über kompliziertes Design
Ein Manager des iPhone 5-Produzenten Foxconn äußerte sich in einem Interview mit dem Wall Street Journal zu den Verzögerungen bei der Lieferung des neuen Apple-Smartphones. Das Hauptproblem sei das komplizierte Design des Geräts.
Noch nie hat sich ein Apple-Phone so schnell am ersten Wochenende verkauft wie das iPhone 5. In den ersten Wochen nach dem Verkaufsstart gingen die Absatzahlen jedoch rapide zurück, was weniger an einem Mangel an Kunden als an einem Mangel an Geräten liegt. Derzeit werden die Wartezeiten für das iPhone 5 länger und länger. Im Online-Store von Apple werden die Lieferzeiten momentan mit drei bis vier Wochen angegeben. Doch woran liegen diese Lieferschwierigkeiten?
Foxconn kommt mit Produktion nicht hinterher
Nun äußerte sich ein Foxconn-Manager gegenüber dem Wall Street Journal und bestätigte erneut die Probleme. "Das iPhone 5 ist das komplizierteste Gerät, das Foxconn je gebaut hat", sagte der anonyme Sprecher, "das leichte und dünne Design ist sehr kompliziert." Daher bräuchten die Arbeiter in den chinesischen Fabriken mehr Zeit, um den korrekten Zusammenbau zu erlernen. Die Produktivität würde sich jedoch täglich verbessern.
Kurz nach dem Marktstart hatten sich zahlreiche Nutzer über Fertigungsfehler beim neuen iPhone beschwert. Daraufhin forderte Apple höhere Standards beim Zulieferer Foxconn. Dies wiederum führte zu einem Streik beim iPhone 5-Produzenten. Die Arbeiter beschwerten sich über gestrichene freie Tage und über die hohen Anforderungen an die Produktion. Es sei schwierig, ein fertiges Smartphone durch die Qualitätskontrolle zu bekommen, da speziell der neue Aluminium-Rücken des iPhone 5 zu leicht Kratzer bekomme.
Testbericht: Apple iPhone 5
Wie schlägt sich das neue iPhone 5 von Apple im Test? Das iPhone 5 bietet ein größeres Display als seine Vorgänger, einen schnelleren Prozessor und den neuen Mobilfunkstandard LTE. Aber reicht das, um erneut den Smartphone-Thron zu erklimmen? ~ Jan Kluczniok
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Das iPhone 5 sorgt für schlechtere Arbeitsbedingungen bei Foxconn. Dies ergibt eine Untersuchung des Economic Policy Institute. Außerdem komme die Fair Labor Association ihrer Aufgabe nicht nach, die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Fabriken zu verbessern.
Foxconn steht erneut in der Kritik. Der Apple-Zulieferer setzt offenbar die Familie eines Arbeiters unter Druck, der sich auf dem Fabrikgeländes des taiwanischen Herstellers schwer verletzte.
Berichte über Fertigungsmängel am iPhone 5 häufen sich, weshalb Apple inzwischen von Zulieferer Foxconn höhere Qualitätsstandards forderte. Dies sorgte nun für einen Arbeiterstreik. Tausende Fabrikarbeiter wehrten sich gegen die zu hohen Anforderungen.
Foxconn hat gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigt, Kinder in einer Fabrik beschäftigt zu haben. Es soll sich jedoch um einen Einzelfall handeln.
Apple und Foxconn wollen die Startkosten für verbesserte Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken untereinander aufteilen. Noch ist unklar, wer welchen Anteil übernimmt.
Brasilianische Foxconn-Mitarbeiter drohen mit Streik. Sie haben der Firmenleitung zehn Tage Zeit gegeben, die Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Bussen zu verbessern.
Foxconn bekommt die Produktionsprobleme beim iPhone 5 nicht in den Griff: Die Mengen seien weiterhin gering, sodass Apple nun aufgrund der Lieferschwierigkeiten deutliche Umsatzeinbußen drohen.




