IDFA beschränken

So geht's: So verhindern Sie das Werbetracking in iOS 6

Mit iOS 6 hat Apple die neue Identifikationsnummer IDFA für iPhone, iPad und iPod touch eingeführt. Diese verfolgt und analysiert das Nutzungsverhalten der Anwender. Das sogenannte Ad-Tracking lässt sich jedoch verhindern. Netzwelt zeigt, wie.

?
?



So geht's: Tracking durch IDFA in iOS 6 verhindern: Unter den vielen Neuerungen in iOS 6 findet sich auch eine neue Identifikationsnummer - die IDFA. Diese ermöglicht das Nutzungsverhalten von iPod touch-, iPhone- und iPad-Anwendern zu verfolgen und für Werbezwecke auszuwerten. Netzwelt zeigt, wie Sie dieses Tracking bei Apple-Geräten verhindern. Zum Video: So geht's: Tracking durch IDFA in iOS 6 verhindern

Inhaltsverzeichnis

  1. 1IDFA statt UDID
  2. 2IDFA ermöglicht genauere Nutzerprofile
  3. 3So verhindern Sie das Tracking
Werbung

Es ist nicht außergewöhnlich, dass Apple seine Geräte mit einer Identifikationsnummer belegt. Schon vor iOS 6 waren iPhone, iPad und iPod touch lange mit einem sogenannten UDID (Unique Device Identifier) ausgerüstet. Diese Kennung ermöglichte es Entwicklern, Anwendungen zu programmieren, die auf die eindeutige Nummer zugriffen und Nutzerprofile für Webezwecke zu erstellen. Nachdem jedoch Kritik an dem Eingriff in die Privatsphäre der Anwender laut wurde, verhindete Apple den Zugriff auf den UDID.

Anzeige

IDFA statt UDID

Die neue Identifizierungsnummer ist nun der IDFA (Identifier vor Advertisers). Auch auf diese Nummer können Apps zugreifen, um das Surfverhalten und die App-Nutzung von iPhone-, iPad- und iPod touch-Besitzern zu analysieren und für Werbezwecke zu nutzen oder auch weiterzuverkaufen. Über die neue ID schreibt Business Insider und beruft sich unter anderem auf Michael Oiknine, CEO der Marktanalysten von Apsalar.

Dieser zeigt sich begeistert von den Möglichkeiten durch die neue Kennung und betont den positiven Nutzen für Werbetreibende. Dabei besitze die neue Nummer einen wesentlichen Vorteil gegenüber der alten, denn nun sind die IDs nicht mehr rein an das Gerät, sondern an die Software gebunden.

IDFA ermöglicht genauere Nutzerprofile

Wenn beispielsweise ein Nutzer sein iPhone verkauft und zuvor zurücksetzt, wird ein neuer IDFA erstellt, wenn der nächste Anwender dann das Gerät verwendet. So lassen sich genauere Profile für die Werbung erstellen, erklärt Oiknine.

Von Vorteil sei zudem, dass die Tracking-Funktion standardmäßig aktiviert ist. Oiknine hebt jedoch auch hervor, dass Nutzer, die kein Interesse daran haben, personalisierte Werbung zu erhalten, das Ad-Tracking ausstellen können. 

So verhindern Sie das Tracking

Dies gelingt - wie auch im obigen Video erklärt - in den Einstellungen Ihres iOS-Geräts. Dafür müssen Sie in das Menü "Allgemein" wechseln und dann "Info" aufrufen. Anschließend das Feld "Werbung" berühren und dort die Einstellung "Ad-tracking beschränken" aktivieren. 

Wie Business Insider schreibt, wählt Apple hier die Formulierung "beschränken" und nicht deaktivieren, da die Kennung dennoch an die betreffende App und darüber an Entwickler und Werbetreibende gesendet wird. Sie ist dann allerdings mit einem "Do not track"-Zeichen versehen, dass es zu respektieren gilt. Apple schreibt in den Informationen zu dem Ad-Tracking jedoch selbst, dass es auch nach der Beschränkung möglich ist, dass Nutzer personalisierte Werbung erhalten. In der Zukunft soll sich dies jedoch ändern. 

Weitere iPhone-Tipps und -Tricks finden Sie in unserem Hilfebereich So geht's

Mehr zum Thema »


Alle netzwelt-Specials

Betriebssystem Kommentar Was Microsoft Linux verdankt

Das Microsoft-Imperium scheint zu schrumpfen. An einer Monopolstellung hält das Unternehmen aber fest: Der Desktop-PC-Markt bleibt in der Hand von...

Multimedia Zentraler Speicher Diese Funktionen bieten Netzwerkspeicher

Netzwerkspeicher dienen als zentrale Datenspeicher und sind doch noch viel mehr als das. Netzwelt klärt auf, für wen sich ein NAS eignet und was...