Reaktion auf China Labor Watch-Bericht

Foxconn: Apple-Zulieferer bestätigt Kinderarbeit

Foxconn hat bestätigt, Kinder in einer Fabrik beschäftigt zu haben. Dies erklärte der Apple-Zulieferer gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Grund für das Eingeständnis ist ein neuer Bericht der Bürgerrechtsorganisation China Labor Watch.

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Seit des Marktstarts des iPhone 5 mehrt sich erneut die Kritik an Foxconn. Erst kürzlich streikten tausende Arbeiter. (Bild: Ye Fudao/China Labor Watch)
Seit dem Marktstart des iPhone 5 mehrt sich erneut die Kritik an Foxconn. Erst kürzlich streikten Tausende Arbeiter. (Bild: Ye Fudao/China Labor Watch)
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Das taiwanische Unternehmen Foxconn hat offiziell bestätigt, Kinder in seinen chinesischen Fabriken beschäftigt zu haben. Es soll sich dabei allerdings um einen Einzelfall in der Vergangenheit handeln. Die Kinder hätten insgesamt drei Wochen beim Apple-Zulieferer gearbeitet. Die Firmenleitung teilte Bloomberg mit, dass bei internen Untersuchungen eine "kleine Gruppe" an Kindern zwischen 14 und 16 Jahren in einer Fabrik in Yantai im Nordosten Chinas gefunden wurde. 

Kinder wurden von Schule geschickt

Damit bestätigt das Unternehmen einen Bericht von China Labor Watch, in dem zuvor enthüllt worden war, dass Minderjährige bei Foxconn über den Sommer hinweg beschäftigt wurden. Die Jugendlichen hätten sich zudem nicht selbst beim Apple-Zulieferer beworben, sondern wurden von ihrer Schule in die Fabrik geschickt. Diese trage für den Vorfall auch die meiste Verantwortung, heißt es in einer Pressemitteilung. Allerdings habe Foxconn es auch versäumt, die Ausweise der Kinder zu kontrollieren. 

Foxconn entschuldigte sich gegenüber Bloomberg für den Vorfall: "Egal welcher Foxconn-Mitarbeiter sich für diesen Vorfall als schuldig erweist: Er wird von uns entlassen." Die Firmenleitung trage die volle Verantwortung und entschuldigte sich bei den Schülern. 

Kinderarbeit bei Samsung und Motorola?

Erst im August wurde berichtete China Labor Watch, dass auch HEG Electronics - der Zulieferer von Samsung und Motorola - Kinder in seinen Fabriken beschäftigt und Schulen finanziell davon profitieren würden, wenn sie ihre Schüler entsenden.

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