Große Brüste - und sonst?

Dead or Alive 5: Im Kurztest

Seit der Erstveröffentlichung als Spielhallenautomat 1996 ist Tecmos Prügelspiel-Serie Dead or Alive vor allem für eins bekannt: für knapp bekleidete Damen, deren imposanter Vorbau allen Regeln der Physik trotzt. Bouncing Breasts heißt das Feature, das bei Millionen pubertierender Fans den Speichelfluss anregte, in spielerisch hohlen Sex-Appeal-Auskopplungen wie Xtreme Beach Volleyball gipfelte und der Beat'em-Up-Reihe einen zweifelhaften Ruf bescherte. Nach einer grenzdebilen Kinoverfilmung und knapp sieben Jahren Konsolenpause steigt nun Dead or Alive 5 in den Ring.

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Dead or Alive 5 - Opening Declaration Trailer: Die Beat-Em-Up-Reihe geht mit Dead or Alive 5 in die nächste Runde. In diesem Trailer ist ein Aufruf zu sehen. Helena, die selbst im Turnier antreten wird, ruft im Namen von DOATEC alle Kämpfer dazu auf, sich anzumelden. Die üblichen Verdächtigen fühlen sich natürlich direkt angesprochen. Dead or Alive 5 erscheint Ende September für die PlayStation 3 und die Xbox 360. Zum Video: Dead or Alive 5 - Opening Declaration Trailer

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Auch wenn's schwer fällt: Lässt man die ausladenden Dekolletés der Prügeldirnen außen vor, bietet das neue Dead or Alive in erster Linie temporeiche Beat'em-Up-Duelle, eine Riege von 25 Kämpfern, darunter drei Gaststars aus Segas Virtua Fighter-Reihe, sowie eine ausgewogene Mixtur aus Angriffs-, Block- und Kontermanövern.

Die Entwickler haben gegenüber Teil vier, der Anfang 2006 exklusiv für die Xbox 360 erschien, spürbar an der Mechanik gefeilt. Die Kämpfe gehen etwas taktischer vonstatten - vor allem wenn man sich für die Tag-Team-Variante entscheidet. Geblieben sind die auf mehrere Ebenen verteilten Kampfarenen, die sogenannte Gefahrenzonen besitzen. Bedeutet: Ringseile stehen unter Strom, Gaslecks explodieren - und wer im Zirkus einem bestimmten Punkt zu nahekommt, wird von einem Tiger angefallen.

Augen zu und durch heißt's im Story-Modus, der mit einer äußerst dümmlichen inszenierten Geschichte rund um Kasumis Killerklon und einem neuerlichen DOA-Turnier aufwartet. Fliegen nicht die Fäuste, wird unglaublich viel geredet und kein Klischee ausgelassen. Wilde Ortswechsel und permanentes Zeit-Hopping ("Drei Tage zuvor", "Sieben Tage später") sorgen obendrein für leichte Irritationen. Warum das Ninja-Mädchen in der Antarktis nur ein kurzes Kleidchen trägt? Bitte nicht fragen. Einfach akzeptieren.

Ein Gutes hat der Story-Modus immerhin: Er fungiert als Einführung für Neulinge. Denn vor allem die verschiedenen Konterformen erfordern ein gutes Timing und sollten entsprechend geübt werden, um auf höheren Schwierigkeitsgraden noch Land zu sehen.

Apropos: Mit den Spielvarianten Arcade, Survival, Training und Time Attack sowie einem Online-Modus besitzt Dead or Alive 5 allenfalls die Genre-Basisausstattung. Einen Figureneditor sucht man vergebens. Und auch am Netcode sollte Team Ninja vielleicht noch einmal feilen: Verzögerungen sind bei einem Timing-basierten Spiel unverzeihlich.

Technisch scheint die Zeit im Dead or Alive-Universum stehen geblieben zu sein: Zwar sind die Kampfanimationen der Recken geschmeidig, im Vergleich zum knapp sieben Jahre alten Vorgänger hat sich allerdings nur wenig getan. Auch manche Arenen und Effekte sind schlicht nicht mehr zeitgemäß.

Dead or Alive 5: Im Kurztest


Fazit

Nichtsdestotrotz ist Dead or Alive 5 ein spaßiger Prügler, der sich spielerisch vor aktuellen Konkurrenten wie Tekken Tag Tournament 2 oder Street Fighter X Tekken zwar nicht verstecken muss, aber auch nicht als Sieger aus dem Ring steigt.

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Datenblatt

Dead or Alive 5
SpielnameDead or Alive 5
HerstellerTecmo Koei/Team Ninja
VertriebKoch Media
GenreBeat'em Up
Erhältlich ab28.09.2012
Preisca. 60 Euro
EAN Code5060073309252
SchwierigkeitFür Einsteiger und Fortgeschrittene
Alterab 16 Jahren
Multiplayer2-4
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemPlayStation3
SystemXbox 360

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