Die neue Art mit Wissen umzugehen

Kommentar: Wie das Internet uns klüger macht

Internet und Digitale Medien machen süchtig und dumm, sagen viele Kritiker. In einem neuen Buch fährt der renommierte Gehirnforscher Manfred Spitzer gewichtige Argumente gegen die Internetnutzung bei Kindern auf. Warum die Kritiker recht haben könnten - und was sie dabei übersehen.

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Klug durch das Internet (Bild: netzwelt)
Klug durch das Internet (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Kant lesen im Internet-Zeitalter
  2. 2Surfen, Navigieren, Kombinieren
  3. 3Globalisierung und Neue Medien
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Kaum ist Frank Schirrmachers Anti-Internet-Pamphlet "Payback" von den Bestsellerlisten verschwunden, macht sich der Gehirnforscher Manfred Spitzer daran, diese mit einem ähnlich ausgerichteten Buch zu erobern: "Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen". Er beklagt darin die exzessive, suchthafte Beschäftigung mit Internet und Digitalen Medien. Das zerstöre auf Dauer die Fähigkeit zur Konzentration. Die leichte Verfügbarkeit von Informationen enthebt den Menschen der Notwendigkeit, sich das Wissen selbst anzueignen und trägt am Ende dazu bei, dass "geistige Leistungsfähigkeit, Denken und Kritikfähigkeit" immer mehr abnehmen.

Spitzers Buch wird nicht das letzte sein, das die schädliche Wirkung von Internet und Computer auf den Menschen beklagt. Und er ist keineswegs der einzige. Die berühmte britische Hirnforscherin Baroness Greenfield schlägt mit ihren Vorträgen und Aufsätzen in eine ganz ähnliche Kerbe.

Ich selbst habe Spitzers Buch nicht gelesen und nehme trotzdem Stellung dazu, was durchaus symptomatisch ist für das oberflächliche und schnelle Treiben im Internet, das die Kritiker so anprangern. Online muss halt schnell gehen, deshalb hatte ich keine Zeit, das Buch zu lesen. Sorry, Herr Spitzer, aber dafür gebe ich Ihnen schon mal recht. Wahrscheinlich haben auch Baroness Greenfield und Schirrmacher recht. Das sind alles andere als platte Internet-Hasser. Für die Entwicklung von Konzentration, profunder Bildung und intellektueller Tiefe ist das Internet sicherlich nicht das richtige Medium.


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