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Samsung WB750 im Test
24 Millimeter Weitwinkel, BSI-CMOS-Sensor

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Die Kompaktkamera Samsung WB750 wirft vor allem ihr Objektiv mit 18-fachem Zoom für sich in den Ring. Bei weiteren Merkmalen bewegt sie sich auf Durchschnittsniveau und weist einen deutlichen Mangel auf.

Mit ihrer großen Brennweite bietet sich die Samsung WB750 unter anderem als flexibler Begleiter auf Reisen an. Die Kompaktkamera soll zudem von einem rückseitig belichteten Bildsensor profitieren und erlaubt auch manuelle Einstellungen.

Große Brennweite

Das Objektiv der Samsung WB750 verfügt über einen 18-fachen Zoom. Umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 24 bis 432 Millimetern. Die Linse bewegt sich zügig, wobei die einzelnen Schritte recht groß ausfallen. Ein optischer Bildstabilisator sorgt auch bei großen Brennweiten für einen ruhigen Bildausschnitt. Der Autofokus arbeitet schnell, stellt Motive aber trotzdem langsamer scharf als System- oder Spiegelreflexkameras.

Als Bildsensor verbaut Samsung einen rückseitig belichteten CMOS-Chip im 1/2,3-Zoll-Format in der WB750. Er verfügt über eine Fläche von 6,17 x 4,55 Millimetern und eine Auflösung von 12,5 Megapixeln, die auch für Videos im Full-HD-Format ausreicht.

Die WB750 stellt dem Nutzer zahlreiche automatische, aber auch drei halbautomatische Aufnahmeprogramme und ein manuelles zur Auswahl. Hinter der Bezeichnung "Smart" verbirgt sich die Vollautomatik, darüber hinaus stehen ein Panorama-Assistent und zwölf Szenenprogramme zur Auswahl. In der Programm-, Zeit- und Blendenautomatik sowie dem manuellen Modus kann der Fotograf die Belichtungsseinstellungen selbst anpassen.

Samsung WB750 im Test

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Das Objektiv verfügt über einen 18-fachen Zoom. Umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 24 bis 432 Millimeter. (Bild: netzwelt)

Der drei Zoll große Bildschirm der WB750 dient als Sucher und zur Bildwiedergabe. Er verfügt über eine kleine Auflösung von 480 x 320 Pixeln, die aber noch zur Auswahl eines Bildausschnitts ausreicht. Die Betrachtungswinkel fallen ebenfalls klein aus, bereits nach rund 45 Grad verdunkelt sich die Anzeige komplett und ist nicht mehr zu erkennen.

Schwammiger Auslöser

Zur Bedienung der Samsung WB750 reichen die Finger der rechten Hand aus. Bei großen Brennweiten lohnt es sich aber, die linke Hand zur Stabilisierung der Kamera zur Hilfe zu nehmen. Die Tasten weisen klare Druckpunkte auf, wobei ausgerechnet mit dem Auslöser der am häufigsten gedrückte Knopf als schwammig gelagerte Ausnahme aus dem Rahmen fällt.

Auf der Oberseite der WB750 befinden sich neben dem Modus-Wahlrad noch der Auslöser mit umliegender Zoomwippe sowie der Einschaltknopf. Auf der Rückseite warten ein eigener Aufnahmeknopf für Videos sowie ein Vier-Wege-Steuerring mit vier umliegenden Tasten.

Mit ihnen startet der Fotograf das Hauptmenü der Kamera, wählt direkt den Verschluss-Modus aus, startet die Bildwiedergabe oder öffnet mit der "Fn"-Taste eine Seitenleiste, auf der sich schnell Aufnahmeeinstellungen wie die Lichtempfindlichkeit oder der Weißabgleich einstellen lassen. Der Vier-Wege-Steuerring dient natürlich zur Navigation, bietet aber auch direkten Zugriff auf das Blitzlicht, die Fokus-Art, den Selbstauslöser sowie die Menge der auf dem Display angezeigten Informationen.

Das Hauptmenü gliedert sich in fünf Untermenüs auf, die bis zu drei Bildschirme groß sein können. Für den Fotografen bedeutet dies, dass er einige Einstellungen nicht sofort sieht und zu ihnen etwas länger scrollen muss. Insgesamt fällt die Bedienung der WB750 aber sowohl für Neulinge als auch erfahrene Fotografen zufriedenstellend aus.

Durchschnittliche Bildqualität

Die Aufnahmen der Samsung WB750 bewegen sich im bei Kompaktkameras üblichen Rahmen der Bildqualität. Die Bilder weisen viele Details und erkennbare Konturen auf. Beides jedoch weniger klar als bei größeren Sensoren. Die Farben wirken natürlich und selbst starke Kontraste setzt die Kamera ordentlich um.

Schon bei der niedrigsten Lichtempfindlichkeit von ISO 100 lassen sich in der 1:1-Ansicht leichte Störungen erkennen. Diese treten immer stärker auf: Bei ISO 800 wirken Aufnahmen bei Betrachtung in Originalgröße unscharf. Aber erst bei ISO 1.600 fallen die Bildstörungen auch bei einer verkleinerten Ansicht auf.

Samsung WB750 Testbilder

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Zimmerbeleuchtung ein, Blitzlicht aus: ISO 100, Blende 3.2, 1/15 Sekunde - 24 Millimeter. (Aus technischen Gründen auf 4000 Pixel Breite verkleinert, Bild: netzwelt)

Videos nimmt die WB750 in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Die Videos bieten eine hohe Detailgenauigkeit, klare Konturen und kräftige, natürlich wirkende Farben. Kontraste sind sauber verarbeitet.

Der optische Bildstabilisator sorgt selbst bei maximaler Brennweite für einen ruhigen Bildausschnitt. Der Autofokus schwimmt teilweise und liefert nicht fortlaufend ein scharfes Bild. Dagegen arbeitet der automatische Weißabgleich sehr schnell und gut. Das interne Mikrofon liefert wiederum nur einen sehr leisen Ton.

Akku aufladen per USB

Das Gehäuse der Samsung WB750 besteht aus Kunststoff sowie Metall und wirkt ordentlich verarbeitet. Durch die leichte Auswölbung mit Anti-Rutsch-Beschichtung auf der Vorderseite und der Daumenablage auf der Rückseite liegt die Kamera sicher in der Hand.

Fotos und Videos speichert die WB750 auf einer SD-, SDHC- oder SDXC-Karte ab. Die Stromversorgung stellt ein Lithium-Ionen-Akku sicher, den der Nutzer über den USB-Anschluss in der Kamera auflädt. Als Stromquellen kommen dabei neben dem Netzteil in der Steckdose auch USB-Buchsen von Computern in Betracht. Der HDMI-Anschluss dient zur Übertragung von Bildern.

Fazit

Die Samsug WB750 bietet zwar eine große Brennweite, kann sich aber bei der Bildqualität nicht von der Masse der Kompaktkameras abheben. Die eigentlich gute Bedienung trübt ein schwammig gelagerter Auslöser. Positiv wirkt sich dagegen noch der stark gefallene Preis aus:

Die unverbindliche Preisempfehlung von Samsung für die WB750 beträgt 279 Euro. Online-Händler verkaufen die Kamera dagegen schon für rund 140 Euro.

Kommentare zu diesem Artikel

Die Kompaktkamera Samsung WB750 wirft vor allem ihr Objektiv mit 18-fachem Zoom für sich in den Ring. Bei weiteren Merkmalen bewegt sie sich auf Durchschnittsniveau und weist einen deutlichen Mangel auf.

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  • Murdo schrieb Uhr
    AW: Kompaktkamera mit 18-fachem Zoom: Samsung WB750 im Test

    Welche Kamera mit besserer Bildqualität (größerem Sensor) würde sich denn in dem Preissegment anbieten? Der Zoom ist mir nicht so wichtig. Bisher hatte ich die Nikon P310(etwas teuer) oder die Canon Powershot 220 im Auge.