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WLAN-Router ZyXEL NBG-419N v2 im Test
Ab rund 42 Euro erhältlich

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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ZyXELs kleiner WLAN-Router besitzt einen USB-Anschluss, schafft rund 75 Megabit pro Sekunde im Durchsatz-Test und verfügt über eine Nutzerführung, mit der auch Anfänger gut zurechtkommen.

Mit seiner gelungenen und einfachen Nutzerführung eignet sich der WLAN-Router von ZyXELs auch gut für Netzwerk-Anfänger. Ein paar nette Extras wie ein USB-Anschluss erweitern den Funktionsumfang. Auch im Durchsatz-Test überzeugte der Router.

Mit dem schnellen WLAN-Standard "n" bringt auch der ZyXEL-Router NBG-419N v2 Brutto-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde ins Haus. Netto blieb davon im netzwelt-Test nur noch ein Bruchteil übrig, nämlich rund 75 Megabit pro Sekunde. Damit erreicht der Router ein gutes Ergebnis. Die beiden mitgelieferten 2dBi-Antennen für die Rückseite des Geräts bringen das WLAN aber nicht ganz so schnell auf Trab wie etwa die sendestärkeren 5dBi-Antennen des bereits getesteten Asus RT-N12 oder des TP-Link TL-WR842ND.

Der interne Switch des Zyxel-Routers kommt mit vier LAN-Anschlüssen, die maximal 100 Megabit pro Sekunde durchs Netzwerk schaufeln. Eine LED-Taste auf der Rückseite sorgt für eine Deaktivierung der Dioden auf der Vorderseite, die den Betriebszustand anzeigen. Per WLAN-Button deaktivieren Anwender das Funknetz und sparen dadurch Strom. Der Reset-Knopf setzt das Gerät in den Werkszustand zurück. WPS-Button oben auf dem Router und ein USB-Anschluss zum Freigeben von USB-Medien runden den Funktionsumfang ab.

ZyXEL WLAN-Router NBG-419N v2 im Test

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Zwei WLAN-Antennen, CD mit Installationssoftware, LAN-Kabel befinden sich in der Verpackung. (Bild: netzwelt)

Einfache Nutzerführung

Für Anfänger in Sachen Router und Netzwerk hat ZyXEL eine elegante und anwenderfreundliche Benutzeroberfläche entwickelt. Sie ist standardmäßig unter "192.168.1.1" erreichbar, leitet durch die Installation und fordert sofort zur Änderung des Passwortes für die Benutzeroberfläche und zur Vergabe eines WLAN-Kennworts auf. Im Übrigen erkannte die Routine die netzwelt-Testkonfiguration problemlos, das erspart spätere Eingriffe bei der Router-Einrichtung. Nach der Inbetriebnahme wird die Konfiguration grafisch übersichtlich dargestellt.

Beim Menü geht ZyXEL andere Wege als die Konkurrenz. Standardmäßig wird der Zugriff auf Routereinstellungen im sogenannten "Einfach-Modus" gestattet - ein reduziertes Interface, das ideal ist für Netzwerk-Neulinge, aber auch Profis schnelles Umschalten wichtiger Funktionen in Form von On/Off-Menüschaltern bietet. Einige Designfehler wie etwa verdeckte Bezeichnungen schmälern den guten Eindruck nur geringfügig.

Extramenü für Profis

Der Expertenmodus dagegen erlaubt tiefergehende Einstellungen in Form einer vertikalen Navigation mit sich öffnenden Menügruppen in der zweiten Spalte, wirkt aber auch unübersichtlich. Die Übersetzung des standardmäßig in englischer Sprache gehalteten Menüs ins Deutsche ist inkonsequent durchgeführt. Statt einen Eintrag weiterhin "Maintenance" zu nennen, hätte der Hersteller diesen auch einfach "Wartung" nennen können.

ZyXELs Router ist mit Straßenpreisen ab 42 Euro ein günstiger WLAN-Router, ausgefallene Funktionen darf man aber nicht erwarten. Doch für die meisten Anwender dürfte der Umfang ausreichen: Per WPS holt man schnell Client-Geräte ins WLAN, ohne umständlich WLAN-Kennwörter einzugeben. Mac-Filterung bringt mehr Sicherheit bei der Zugangskontrolle. UPnP macht Client-Geräte zu Netzwerkspielern, eine Firewall gehört ohnehin zur Standardausrüstung eines jeden Routers.

WLAN zeitgesteuert deaktivieren

Gut gelungen ist die Zeitsteuerung für das WLAN, die sich invididuell an einzelne Wochentage anpassen lässt. Allerdings erlaubt der Router nur eine Einstellung der Zeit in halbstündige Intervalle - im direkten Vergleich schneidet die WLAN-Programmierung beim Level One-Router dieser Testreihe besser ab. Immerhin kann man das Funknetz am ZyXEL-Gerät per Knopfdruck auf der Rückseite ausschalten, wann immer man möchte.

Ein Bandbreitenmanagement sorgt zudem für Vorrang bestimmter Anwendungen im Netzwerkverkehr. Im einfachen Modus gelingt dies intuitiv durch Verschieben von einzelnen Buttons wie E-Mail, Web-Surfing oder auch Gaming je nach Bedarf. Im Expertenmodus gewährt der Router Zugriff auf eine tiefergehende Skalierung der minimalen Bandbreite und Priorität einzelner Szenarien.

Router erlaubt gezielte Webseiten-Sperrung

Für Familien interessant ist der Inhaltsfilter, der abhängig von definierten Schlüsselwörtern den Zugang ins Web sperrt. Das gelang auch im Test recht gut. Der Inhaltsfilter durchsucht dazu Domainnamen und Dateipfad in zwei separaten Vorgängen. Ein Schlüsselwort, das den Domainnamen und nicht direkt auf diesen folgende Bestandteile des Dateipfades umfasst, führt aber zu keiner Filterung. Beispiel: Das Schlüsselwort netzwelt.de/ipod verhindert nicht den Aufruf der Seite netzwelt.de/audio/ipod.html.

Nur wenige Geräte der Testreihe brachten einen USB-Anschluss mit. Eine Ausnahme ist der TP-Link TL-WR842ND, aber auch der Zyxel-Router. Er verfügt über eine NetUSB-Schnittstelle, wodurch angeschlossene Speicher oder Drucker sich so verhalten, als wären sie direkt am Rechner angedockt. Der Vorteil: Ohne große Umstände über ftp oder Browser ist ein Zugriff möglich. Der Nachteil: Um mit USB-Medien am Router zu arbeiten, bedarf es der Installation der NetUSB Share Center-Software von ZyXEL für Windows und Mac. Erst nach einer Verbindungaufnahme mit dem Speicher über das Programm ist auch ein einfacher Zugriff möglich, etwa über den Explorer in Windows.

Energiesparfunktionen

Der Hersteller bewirbt bei seinem Router besonders die Energiesparfunktionen, die durch die WLAN-Zeitsteuerung und schnell per Knopfdruck durchführbare Deaktivierung der Funkbrücke möglich gemacht werden. Im parallelen LAN- und WLAN-Betrieb maß netzwelt eine Leistungsaufnahme von rund 2,3 Watt, was sich, auf das Jahr und bei einem Kilowattstundenpreis von 0,23 Cent gerechnet, mit Kosten in Höhe von rund 4,6 Euro auf der Stromrechnung bemerkbar macht.

Bei deaktiviertem WLAN, aber LAN-Betrieb ermittelte netzwelt 1,6 Watt. Aufs Jahr hochgerechnet ergeben sich damit Verbrauchskosten von 3,20 Euro. Eine Abschaltung der Funkbrücke schont also durchaus die Geldbörse, ist aber auch angesichts der WLAN-Strahlung nicht zu verachten.

Fazit

Vor allem die einfache Benutzeroberfläche des ZyXEL-Routers gefiel im Test. Die Aufspaltung in einen einfachen und einen Expertenmodus wirkte, abgesehen von einigen kleinen Mängeln, gut durchdacht. Mit der tiefergehenden WLAN-Zeitsteuerung und dem USB-Anschluss bringt der Router zudem interessante Zusatzfunktionen mit. Beim Durchsatz-Test erreichte das Modell gute Ergebnisse. Wer einen billigen, aber guten WLAN-Router mit "n"-Standard sucht, findet im NBG-419N v2 ein empfehlenswertes Modell.

Netzwelt hat auch andere günstige WLAN-Router getestet, den Belkin Surf N300, den D-Link DIR-652, den Linksys WAG120N von Cisco, den Asus RT-N12, den TL-WR842ND von TP-Link, den Level One-Router WBR-6020, den Netgear WNR2200Trendnets TEW-658BRM und den WLAN-Router WHR-G300N von Buffalo.

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WLAN-Router ZyXEL NBG-419N v2 im Test
Einfache Benutzerführung, Zeitsteuerung fürs Funknetz: ZyXELs WLAN-Router überzeugt im Test. Auch die Durchsatzwerte verdienen die Note "gut".
http://www.netzwelt.de/news/93976-wlan-router-zyxel-nbg-419n-v2-test.html
2012-10-12 16:21:50
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WLAN-Router ZyXEL NBG-419N v2 im Test