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Apple iPhone 5: Produktion bei Foxconn weiter gering
Wegen hoher Qualitätsstandards

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Foxconn bekommt die Produktionsprobleme beim iPhone 5 nicht in den Griff: Die Mengen seien weiterhin gering, sodass Apple nun aufgrund der Lieferschwierigkeiten deutliche Umsatzeinbußen drohen.

Die Lieferschwierigkeiten beim Apple iPhone 5 könnten längere Zeit anhalten. Wie der Branchendienst Bloomberg meldet, hat Auftragsfertiger Foxconn Schwierigkeiten, neue iPhones in ausreichender Menge und Qualität zu produzieren. Der Grund: Das neue, für Kratzer anfällige Aluminium-Gehäuse. Apple drohen dadurch deutliche Umsatzeinbußen.

Einige iPhone 5-Nutzer klagen über Macken und Kratzer im Gehäuse ihres nagelneuen Smartphones. (Quelle: carbonated/discussions.apple.com)

Das Apple iPhone 5 ist heiß begehrt, die Lieferzeiten sind dementsprechend lang. Das ist keine Überraschung. So war es bislang bei jeder neuen iPhone-Generation. Allerdings drohen die Lieferprobleme beim iPhone 5 größere Ausmaße anzunehmen. Der Grund: Produzent Foxconn schafft es nicht, genügend iPhones in ausreichender Qualität zu fertigen.

Apple hat die Qualitätsstandards für die neue iPhone-Generation erhöht, nach dem sich mehrere Nutzer über Kratzer und Macken im Aluminiumgehäuse ihrer nagelneuen iPhones beschwerten. Diese seien keine Seltenheit, erläutert Bloomberg. Das neue dünne Aluminiumgehäuse sei zwar bei Stürzen deutlich robuster als der Glasrücken des iPhone 4S - dafür sei es aber anfälliger für Kratzer. Zudem sei der Zusammenbau aufgrund des minimalistischen Designs schwieriger als bei früheren iPhone-Generationen. Nahezu bei jedem Fertigungsschritt könnten die Foxconn-Arbeiter das Gehäuse versehentlich beschädigen.

Apple verliert 70 Milliarden US-Dollar an Wert

Der hohe Ausstoß führte laut Bloomberg bereits dazu, dass Foxconn einige Fabriken im Fertigungsprozess vorübergehend wegen mangelnden Nachschubs in den Leerlauf versetzen musste. Die Arbeiter des taiwanischen Unternehmens stehen daher unter enormem Druck, was zuletzt sogar zu einem Streik führte.

Apple selbst dürfte die Wahl von Aluminium für das iPhone 5 bereits bereut haben. Zwar erzielte der Hersteller mit fünf Millionen verkauften Exemplaren am ersten Wochenende einen neuen Rekord, laut Analysten hätte Apple aber wesentlich mehr iPhone 5 verkaufen können. Der Hersteller aus Cupertino verlor dadurch an der Börse deutlich, der Marktwert sank um 70 Milliarden US-Dollar.

Besserung vorerst nicht in Sicht

Für das laufende Quartal sehen die Analysten zudem keine Besserung. Statt von bislang 57 Millionen gehen die Experten nun davon aus, dass Apple in diesem Quartal nur noch 49 Millionen Exemplare des iPhone 5 verkaufen wird. Allerdings seien solche Probleme für Apple und Foxconn nicht neu, sodass beide Unternehmen sicherlich derzeit an Lösungen arbeiten. Analysten schließen sogar nicht aus, dass Apple Foxconn neue Maschinen kauft, um die Produktion hochzufahren.

Apple hat sich nur halb offiziell zu den Fertigungsproblemen geäußert. Top-Manager Phil Schiller schrieb an einen empörten Nutzer, Kratzer seien bei Alumiumgeräten "normal". Aktuell gibt Apple die Lieferzeit für das iPhone 5 im deutschen Store mit drei bis vier Wochen an. Bei den deutschen Netzbetreibern beträgt die Frist bis zu zwei Monaten, autorisierte Apple-Händler führen das Modell derzeit als "nicht lieferbar".

Einen ausführlichen Testbericht zum Apple iPhone 5 finden Sie hier auf netzwelt.

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Foxconn bekommt die Produktionsprobleme beim iPhone 5 nicht in den Griff: Die Mengen seien weiterhin gering, sodass Apple nun aufgrund der Lieferschwierigkeiten deutliche Umsatzeinbußen drohen.

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Apple iPhone 5: Produktion bei Foxconn weiter gering
Apple iPhone 5: Produktion bei Foxconn weiter gering
Apple drohen aufgrund der Lieferschwierigkeiten beim iPhone Umsatzeinbußen. Grund für die Probleme ist das neue Aluminiumgehäuse.
http://www.netzwelt.de/news/93967-apple-iphone-5-produktion-foxconn-gering.html
2012-10-11 10:08:27
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Apple iPhone 5: Produktion bei Foxconn weiter gering