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Mechanische Tastatur: Leopold FC500R im Test
Für Gamer und Vieltipper

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Die mechanische Tastatur Leopold FC500R bietet ein einzigartiges Schreibgefühl, das dank sehr robuster Bauweise auch von Dauer sein dürfte. Dafür müssen Vieltipper und Gamer mit 120 Euro vergleichsweise tief in die Tasche greifen.

Definitiv nichts für Zartbesaitete: Die Leopold FC500R wird unmenschlich laut, wiegt mehr als doppelt so viel wie normale Tastaturen und kommt auf Wunsch auch ohne Tastenbeschriftung ins Haus. Ein echtes Arbeitsgerät also - und perfekt für Gamer, die auf Disco-Beleuchtung am Eingabegerät verzichten können.

Klack, Klack, Klack, Klack, Tock - wer auf dieser Tastatur schreibt, macht sich in stillen Büroräumen keine Freunde. Wir haben nachgemessen: Bis zu 75 dBA wird das Eingabegerät laut. Aber die Leopold FC500R soll ja nicht nur Vielschreiber und Büroarbeiter ansprechen, sondern richtet sich auch an Gamer. Beide Zielgruppen müssen für die Tastatur jedoch vergleichsweise tief in die Tasche greifen. Unter 120 Euro ist die Leopold-Tastatur derzeit kaum zu haben.

Als Gegenleistung bekommt man ein echtes "Hackbrett" fürs Geld. Bereits das Gewicht von 1.212 Gramm deutet auf die massive Bauweise hin. Zum Vergleich: Apples bekannt flaches Keyboard wiegt in der großen Ausführung mit separatem Nummernblock nicht einmal die Hälfte. Auch die Leopold FC500R verfügt über einen separaten Nummernblock, verzichtet ansonsten aber auf überflüssige Spielereien.

Tasten zur Mediensteuerung sucht man daher ebenso vergeblich wie weitere Sondertasten. Pures Schreiben und/oder Spielen also. Zu Apples Mac-Reihe ist die Leopold daher auch nur bedingt kompatibel. Windows-Nutzer treffen immerhin auf zwei Windows-Tasten. Ganz sichere Tipper können die Tastatur auch völlig schwarz und ohne Beschriftung ordern - verwirrte Blicke von Freunden und Kollegen inklusive. Wer auf die "sichere" Variante setzt, darf sich über eine gut lesbare, saubere Beschriftung der einzelnen Tasten freuen.

Verarbeitung

Die Leopold-Tastatur ist sauber verarbeitet und weist keine Mängel auf. Wie eine übergroße Tafel Blockschokolade macht sie sich auf dem Schreibtisch breit. Verbesserungspotential sehen wir bei den ausklappbaren Stützen auf der Rückseite.

Zum einen bestehen sie aus sehr dünnem Kunststoff und wollen daher nicht zur wuchtigen Gesamterscheinung der Tastatur passen. Zum anderen sind sie auf ihrer Unterseite nicht gummiert. Dies hat zur Folge, dass das Keyboard nicht ganz so fest auf dem Schreibtisch steht und leichter wegrutscht. Bleiben die Stützen eingeklappt, verhindern Gummi-Stopper auf der Unterseite ungewollte Rutscheinlagen.

Ein nützliches Detail hat der Hersteller auf der Rückseite der Tastatur versteckt: Das USB-Kabel lässt sich mit einem Handgriff entfernen. Was nach einem überflüssigen Gimmick klingt, könnte sich im Laufe eines langen Tastaturlebens als durchaus nützlich erweisen. Das weiß jeder, der schon einmal eine ansonsten vollkommen funktionstüchtige Tastatur entsorgen musste, weil das nicht abnehmbare USB-Kabel defekt oder beschädigt war. Außerdem lässt sich das knapp 1,80 Meter lange Kabel dank entsprechender Kanäle auf der Rückseite sauber in drei Richtungen wegführen.

Leopold FC500R

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Für Vieltippe und Gamer ist Leopolds FC500R gedacht. Kostenpunkt: etwa 120 Euro. (Bild: netzwelt)

Schreibgefühl

Beim netzwelt vorliegenden Testmodell sind etwa 19 Millimeter große Tasten mit Cherry MX Brown-Schaltern verbaut. Drückt man die einzeln aufgehangenen Tasten um etwa zwei Millimeter ein, spürt man einen hauchzarten Widerstand. Dieser Hub reicht bereits aus, um Eingaben zu tätigen. So ist nicht nur ermüdungsfreies Schreiben gewährleistet - wer will, kann auf diese Weise auch wesentlich leiser tippen.

Insgesamt lassen sich die Tasten um bis zu vier Millimeter eindrücken, was die Leopold-Tastatur mit einem satten "Klack" quittiert. Prinzipiell lässt sich mit der Tastatur stundenlang schreiben, obwohl die Leopold FC500R unter ergonomischen Gesichtspunkten mit Sicherheit nicht die erste Wahl ist. Gamer können die einzelnen Tasten auch entfernen und zum Beispiel gegen farbige Drücker ersetzen, etwa bei den oft genutzten WASD-Tasten.

Ebenfalls für Gamer wichtig: Wenn man die Leopold-Tastatur per USB an den Rechner anschließt, werden Befehle von maximal sechs gleichzeitig gedrückten Tasten erkannt. (6-Key-Rollover). Wählt man stattdessen die betagte PS/2-Schnittstelle als Anschluss - ein entsprechender Adapter gehört zum Lieferumfang der Tastatur - wird jede Taste einzeln erkannt (N-Key-Rollover). Wir hatten die Leopold während der Testphase über USB angeschlossen und haben zu keinem Zeitpunkt sich gegenseitig blockierende Tasten feststellen können.

Fazit

Im wahrsten Wortsinn: Ein starkes Stück Tastatur. Leopolds FC500R ist tadellos verarbeitet und stellt Freunde des langen Tastenhubs in vollster Weise zufrieden. Wer auf Sondertasten und LED-Blinklichter verzichten kann, findet in ihr auch einen soliden Gaming-Partner, der mit Sicherheit nicht nach zwei Jahren durch ein neues Modell ersetzt werden muss. Dafür geht auch der Preis von etwa 120 Euro in Ordnung.

Die getestete Tastatur wurde freundlicherweise vom Online-Shop getdigital.de zur Verfügung gestellt.

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Die mechanische Tastatur Leopold FC500R bietet ein einzigartiges Schreibgefühl, das dank sehr robuster Bauweise auch von Dauer sein dürfte. Dafür müssen Vieltipper und Gamer mit 120 Euro vergleichsweise tief in die Tasche greifen.

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Die mechanische Tastatur Leopold FC500R bietet Tasten mit einem Hub von stolzen vier Millimetern. Dadurch entsteht ein ganz anderes Schreibgefühl als bei Chiclet-Tastaturen.
http://www.netzwelt.de/news/93958-mechanische-tastatur-leopold-fc500r-test.html
2012-10-10 16:39:24
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/laermterror-herbst-mann-laub-stihl-bg-85-wegblaest-weiss-keiner-foto-stihl8418.jpg
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