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Sony Handycam HDR-GW55EV im Test Fünf Meter Tauchtiefe, 1,5 Meter Fallhöhe

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Optisch erscheint Sonys Camcorder GW55VE weniger robust als andere Outdoor-Kameras. Im Test beweist er seine Widerstandsfähigkeit, offenbart aber leider auch große Schwächen.

Sonys Camcorder HDR-GW55VE eignet sich für Aufnahmen bei Regen und unter Wasser. Sogar Stürze soll er - unter bestimmten Bedingungen - unbeschadet überstehen. Eine Sache spricht jedoch sehr gegen seine Nutzung bei sportlichen Aktivitäten.

Sony Handycam GW55EV

Kleiner Bildsensor in robuster Kamera

Die Sony Handycam GW55VE soll bis zu einer Wassertiefe von fünf Metern dicht bleiben und Stürze aus bis zu 1,5 Metern unbeschadet überstehen. Allerdings nur, wenn der Bildschirm geschlossen ist - was jedoch nur der Fall ist, wenn der Camcorder gerade nicht verwendet wird und ein Sturz bei laufender Aufnahme so zu einem Defekt führen kann.

Der CMOS-Bildsensor der GW55VE im 1/3,91-Zoll -Format mit einer Bilddiagonale von 4,6 Millimetern fällt kleiner aus als die etwa in kompakten Outdoorkameras üblichen Chips mit einer Diagonale von 7,66 Millimetern. Die maximale Auflösung liegt bei 5,02 Megapixeln, was für Filme in Full-HD-Größe völlig ausreicht.

Das innenliegende Objektiv des Camcorders bietet dem Nutzer einen zehnfachen Zoom. Umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 29,8 bis 298 Millimetern. Die Linse bewegt sich sehr langsam, was bei Videos aber für ein angenehmes Bild sorgt. Der Autofokus liefert schnell und verlässlich ein scharf gestelltes Bild.

Neben automatischen Aufnahmeprogrammen für Fotos und Videos bietet der GW55VE dem Nutzer noch eine Zeitlupenaufnahme sowie Assistenten für Schwenk-Panoramen und Aufnahmen von Golfern.

Sony Handycam HRD-GW55EV im Test

Touchscreen Top, Tasten Flop

Der drei Zoll große Bildschirm des Sony HDR-GW55VE lässt sich aufklappen und um 270 Grad drehen. Das Display verfügt über eine Auflösung von 921.000 Pixeln, bietet ein detailreiches Bild und große Betrachtungswinkel. Der Touchscreen fungiert nicht nur als Sucher, sondern stellt auch das wichtigste Bedienelement des Camcorders dar. Sobald der Nutzer ihn öffnet, schaltet sich die Videokamera an. Eine anderer Weg sie zu starten, existiert nicht.

Die zwei Aufnahmetasten, die Zoomwippe und der Umschaltknopf zwischen Fotos und Videos direkt am Gehäuse sind nur eine Zugabe. Ihre Befehle lassen sich auch über Schaltflächen auf den Monitor ausführen. Zudem weisen die Tasten denkbar schlechte bis gar keine Druckpunkte auf, so dass der Nutzer nicht spüren kann, ob seine Eingabe erfolgreich war.

Der Touchscreen reagiert dagegen schon auf leichte Berührungen. Der Nutzer muss zur Steuerung die linke Hand hinzunehmen, da er mit der rechten die GW55VE nur festhalten kann und mehr schlecht als recht die Tasten mit dem Daumen erreicht.

Auf dem Touchscreen erscheinen nach einer kurzen Wartezeit Schaltflächen, mit denen der Nutzer die Brennweite verändert und die Aufnahme startet. Immer zu sehen ist der "Menu"-Button, der zu einer Auswahlseite führt. Dort kann der Anwender den Aufnahme-Modus auswählen, Kamera- und Audio-Einstellungen sowie die Bildqualität und die Bildgröße verstellen. Außerdem lassen sich die Wiedergabe-Funktionen anpassen und die aufgenommenen Filme sowie natürlich die Grundeinstellungen des Camcorders können bearbeitet werden. Das Menü ist übersichtlich gestaltet und bringt den Nutzer auf kurzen Wegen zum Ziel, auf die manuelle Einstellung von Belichtungswerten muss er allerdings verzichten.

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Jan Johannsen
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