Gefahr vor Einflussnahme
ZTE: "Repräsentantenhaus sollte alle US-Unternehmen überprüfen" (Update)
Der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses fordert den Ausschluss von Huawei und ZTE aus dem US-amerikanischen Markt. Der Einfluss der chinesischen Regierung auf die beiden Handy- und Hardware-Hersteller stelle ein zu hohes Risiko für die nationale Sicherheit dar, heißt es in einem Bericht. ZTE fordert demgegenüber eine Überprüfung aller in China prozierenden US-Unternehmen.

Inhaltsverzeichnis
- 1Gefahr aus dem Osten?
- 2Huawei und ZTE lehnen Kritik ab
- 3Update 9. Oktober: ZTE fordert die Überprüfung aller US-Unternehmen
Das Update vom 9. Oktober finden Sie am Ende des Artikels.
Elf Monate lang hat das Permanent Select Committee on Intelligence im US-Repräsentantenhaus (HPSCI) Huawei und ZTE überprüft und kommt nun zu dem Ergebnis, dass beide in China beheimateten Unternehmen eine Gefahr für die Sicherheit der USA darstellen.
Gefahr aus dem Osten?
Wie Reuters berichtet, kamen beide Firmen den Wünschen der Abgeordneten nicht nach, ausreichend Informationen und Dokumente über ihre Verbindung zur chinesischen Regierung offenzulegen. Darüber hinaus sollen ehemalige Angestellte und Branchenkenner den chinesischen Firmen Korruption, Urheberrechtsverletzungen und Diskriminierungen vorwerfen.
Der Vorsitzende Mike Chairman erklärte in der CBS-Sendung "60 Minutes", dass US-Firmen, die Interesse an ihrem geistigen Eigentum hätten, besser nicht von ZTE oder Huawei kaufen sollten. Auch im Interesse der Privatsphäre ihrer Kunden und im Sinne der nationalen Sicherheit.
Huawei und ZTE lehnen Kritik ab
Huawei und ZTE weisen die Vorwürfe entschieden zurück. Huaweis Senior Vize President Charles Ding sagte bereits bei einer Anhörung vor dem Ausschuss im September, dass Huawei seinen weltweiten Erfolg niemals für einen Dritten oder die Regierung aufs Spiel setzen würde.
Der HPSCI wird seinen Bericht an das Justizministerium weiterleiten. Netzbetreibern empfiehlt der Ausschuss nachdrücklich, andere Lieferanten als die beiden chinesischen Unternehmen zu wählen.
Update 9. Oktober: ZTE fordert die Überprüfung aller US-Unternehmen
ZTE antwortete nun erneut in einer Pressemitteilung auf die Anschuldigungen des US-Repräsentantenhauses. David Dai Shu, Sprecher des Unternehmens, erklärte, dass er die Aufgabe der HPSCI respektiere. Er empfiehlt dem Komitee jedoch, alle US-Unternehmen zu überprüfen, die in China fertigen.
Die gesamte Hardware des US-amerikanischen Mobilfunknetzes werde derzeit teilweise oder komplett in China hergestellt. Eine Überprüfung aller Firmen mit Zulieferern in China sei also der einzige Weg, um die "nationale Sicherheit" zu gewährleisten.






