Sonderbares im Sekundentakt

Inazuma Eleven - Strikers: Im Kurztest

Keine Bundesliga und Nationalmannschaften. Keine weltbekannten Stadien und Fangesänge. Keine realistische Grafik und komplexe Ballphysik. Kein Vergleich zu FIFA 13 und Pro Evolution Soccer 2013. Und dennoch ist "Inazuma Eleven: Strikers" ein Fußballspiel. Auch hier muss das Runde ins Eckige. Nur das "Wie?" ist bei diesem Kick recht schräg: Die Comic-Akteure greifen tief in die Trickkiste und zaubern Unglaubliches hervor.

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Inazuma Eleven Striker - Launch Trailer: Spannender Fußball mit besonderen Fähigkeiten, wie dem Feuerspirale-Spezialschuß oder dem Fangzahn-Fänger, mit dem der Torwart praktisch jeden Ball aufhält. Das erhalten Spieler mit Inazuma Eleven Strikers auf der Nintendo Wii. Das Anime-Fußball-Vergnügen erscheint am 28.09.2012. Zum Video: Inazuma Eleven Striker - Launch Trailer

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Wie die beiden Nintendo DS-Vorgänger basiert auch das nun veröffentlichte Wii-Game auf der gleichnamigen Anime-Serie (hierzulande bei RTL II im Programm), verzichtet aber nahezu auf alle Rollenspiel- und Taktikelemente, welche die Mobil-Versionen auszeichneten. Stattdessen wird hier ein lupenreiner Action-Kick im Stile von "Mario Strikers: Charged Football" geboten. Bedeutet: Regeln gibt es wenige, gnadenlose Tacklings, schnelle Passstaffagen und spektakuläre Torraumszenen dafür umso mehr.

Denn jeder der 150 Charaktere verfügt über Sonderfähigkeiten wie "Feuervogel", "Schwerthagel" oder "Superblitz", mit denen sich der Ball übernatürlich ins Netz befördern oder abwehren lässt. Doch so hübsch die eingestreuten Videosequenzen anzuschauen so sind, so sehr stören sie den Spielfluss in diesem hektischen Anarcho-Gebolze, bei dem bis zu vier Zocker gegeneinander antreten und sich erbitterte Freundschafts- und Turnier-Matches liefern können. Einen Online-Modus sucht man vergebens.

Solisten wagen sich dagegen an den zentralen Clubhaus-Modus, in dem sich die wichtigsten Begegnungen des Raimon-Jr.-High-School-Teams aus der Anime-Serie nachspielen lassen. Gewinnt man eine Partie, darf man einen Kicker der unterlegenen Mannschaft abwerben, um so nach und nach das persönliche Dream-Team zusammenzustellen. Eingestreute Trainingseinheiten in Minispielform verbessern zudem die Werte und Freundschaften der Spieler, was irgendwann gemeinsame Spezial-Techniken ermöglicht - aber letztlich kaum Mehrwert bietet.

Inazuma Eleven - Strikers: Im Kurztest


Fazit

Technisch ist die Comic-Clique etwas ins Hintertreffen geraten. Das quietschbunte Ganze wirkt detailarm und holprig animiert, nur die eingestreuten Trickfilmchen und Effekte können sich sehen lassen. Und auch spielerisch hakt's. Ein offener Schlagabtausch kommt aufgrund der im Sekundentakt eingesetzen Supertalente kaum zustande. Und auch die Steuerung ist alles andere als optimal: Nur selten gibt einem der Computer den richtigen Kicker an die Hand, manuelle Wechsel werde nur träge umgesetzt. Fans der Anime-Serie wird's vermutlich wenig stören, alle anderen Arcade-Bolzer sollten zum ollen "Mario Strikers" greifen.

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Datenblatt

Inazuma Eleven: Strikers
SpielnameInazuma Eleven: Strikers
HerstellerNintendo
VertriebNintendo
GenreSport
Erhältlich ab28.09.2012
Preisca. 50 Euro
EAN Code0045496364212
SchwierigkeitFür Einsteiger und Fortgeschrittene
Alterab 6 Jahren
Multiplayer2-4
Sonstiges 
Bewertung Grafikbefriedigend
Bewertung Steuerungbefriedigend
Bewertung Soundbefriedigend
Bewertung Spielspassbefriedigend
Bewertung Gesamtbefriedigend
SystemWii

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