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Neuer Algorithmus: Forscher beschleunigen Laden von Batterien Aufgeladen in 15 Minuten

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Forschungsarbeiten an der University of California haben einen Fortschritt in Sachen Batterie-Technik hervorgebracht. Ein Team der Hochschule hat Algorithmen entwickelt, mit denen sich Lithium-Ionen-Batterien effizienter nutzen und schneller laden lassen.

Forscher an der University of California in San Diego haben neue Algorithmen für den Betrieb und das Laden von Lithium-Ionen-Batterien entworfen. Mithilfe der ausgeklügelten, mathematischen Algorithmen sollen sich die Batterien in nur 15 Minuten laden lassen - doppelt so schnell wie aktuell möglich. Die Erfindung könnte den Betrieb von Elektroautos, aber auch von Smartphones, Tablets und Notebooks revolutionieren.

Forscher der University of California haben neue Kontrollalgorithmen entwickelt, die ein schnelleres Laden von Akkus ermöglichen. (Quelle: jacobsschool.ucsd.edu)

Künftig könnten Elektroautos mit stärkeren Motoren laufen, die Akkus von Smartphones länger halten und Notebooks und Tablet-PCs sich binnen weniger Minuten wieder laden lassen: Forscher der University of California in San Diego haben nämlich neue ausgeklügelte, mathematische Kontrollalgorithmen entworfen, die einen effizienteren Betrieb und ein schnelleres Aufladen von Lithium-Ionen-Batterien ermöglichen.

Aktuell nutzen die meisten Hersteller lediglich Spannung und Strom als Kennwerte zur Überwachung der Funktionsweise und des Zustands der Batterie. Den kalifornischen Forschen zufolge ist dieses Verfahren aber viel zu ungenau. Es sei vergleichbar mit dem Versuch vorherzusagen, welchen Platz Besucher im Kino einnehmen, in dem man den Kartenabreißer das Tempo der Warteschlange beobachten lässt. Die Algorithmen der Forscher erlauben dagegen eine genaue Bestimmung, wo sich die für den Stromfluß verantwortlichen Ionen innerhalb der Batterie befinden. Dies erlaube eine genauere Analyse des Betriebs und des Zustandes der Batterie, wodurch Lade- und Entladevorgänge optimiert werden können.

9,6 Millionen US-Dollar an Forschungsgeldern

Für die Fortsetzung ihrer Arbeit haben die Forscher nun 9,6 Millionen US-Dollar an Forschungsgeldern erhalten, rund 460.000 US-Dollar gehen davon allein in das Algorithmen-Projekt. Unter anderem sollen die Forscher damit ihre Algorithmen an Batterien für Elektrikautos testen und die Ergebnisse mit denen herkömmlicher Batterien vergleichen.

Aber nicht nur die Automobilbranche könnte von der Forschungsarbeit profitieren. Lithium-Ionen-Akkus kommen heute in zahlreichen elektronischen Geräten zum Einsatz, darunter auch Smartphones, Tablet-PCs und Notebooks. "Diese Technik wird ihren Weg in Produkte finden, die Menschen alltäglich nutzen", sagte der stellvertretende Projektleiter Scott Moura in einer Pressemitteilung.

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Jan Kluczniok
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