Ein Loblied auf die klassische Glühbirne

Verkehrte Netzwelt: Die Wahrheit über Energiesparbirnen

Die Glühbirne hat ausgedient, in den Regalen der Händler liegen jetzt teure Energiesparbirnen. Doch sind die wirklich so gut, wie die Industrie uns erklärt? Natürlich nicht. Eine Verkehrte Netzwelt über ein Licht, das alle nur traurig macht - und manche sogar zum Amokläufer. 

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Das kalte Strahlen der Energiesparlampe. (Bild: netzwelt)
Das kalte Strahlen der Energiesparlampe. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Energiesparer der ersten Stunde
  2. 2Leuchtstofflampen mit warmem Licht
  3. 3Umweltfreundliche LED im Lamborghini
  4. 4Amokläufer im Kaltlicht
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Gestern habe ich zugeschlagen. Beim Elektrofachhändler meines Vertrauens habe ich zehn Glühbirnen à 25 Watt (klar), zehn Glühbirnen à 40 Watt (klar), zehn à 60 Watt (klar) sowie fünf à 100 Watt (matt) gekauft. Ich bin ein Glühbirnen-Liebhaber. Ich glaube, dass Glühbirnen besser sind als Energiesparbirnen. Aber Osram, Philips und die europäische Lampenmafia haben die EU reingelegt.

Sie haben den EU-Bürokraten wahrscheinlich einen windigen Test mit fünf Glühbirnen als wissenschaftliche Studie untergejubelt. Die eigentliche Wahrheit verflüchtigte sich so wie die giftigen Quecksilberdämpfe der Energiesparlampen. Die Quecksilberdämpfe haben wohl auch das gesunde Urteilsvermögen so mancher Öko-Experten geschädigt.

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Energiesparer der ersten Stunde

Damit jetzt kein Missverständnis aufkommt. Ich bin ein Energiespar-Freak der ersten Stunde. Ich habe schon Energiesparbirnen in die Fassung geschraubt, als die geschniegelten EU-Karrieristen noch im Sandkasten herumgestolpert sind. Meine erste Energiesparbirne (15 Watt) habe ich vor vielleicht 25 Jahren erstanden. Danach wurde Zimmer für Zimmer und Fassung für Fassung mit Leuchtstoffbirnen ausgestattet. Wenn Gäste kamen, versäumte ich es nie einzuflechten, unter welch sparsamer Beleuchtung wir uns unterhielten. Zugegeben, das Licht aus den Stromsparfunzeln war nie besonders gastlich. Es war immer so kalt und bläulich. Ungefähr so anheimelnd wie ein leerer Krankenhausflur um 3 Uhr morgens.