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Zehn Tipps und Tricks für bessere Smartphone-Fotos
Ratgeber für bessere Bilder mit der Handy-Kamera

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Smartphones sind ideale Kameras für Schnappschüsse. Doch selbst diese oft spontanen und schnellen Fotos lassen sich mit unseren zehn einfachen Tipps und Tricks noch schöner aufnehmen und verbessern.

Für viele Menschen hat das Smartphone die Kompaktkamera abgelöst. Es steckt ständig in der Tasche und für Schnappschüsse eignen sich die modernen Handy-Kameras problemlos. Doch auch hier gilt: Wer sich an einige einfache Tipps und Tricks hält, wird mit besseren Bildern belohnt.

Die Kamera-App eines Android-Smartphones mit eingeblendeten Hilfslinien.

Grundvoraussetzung: Saubere Linse

Ein Smartphone ist ständig dabei und viel in der Hand. Da verdreckt die Linse schnell mit Fusseln oder fettigen Fingerabdrücken. Deswegen lohnt es sich, die Glasscheibe über dem Objektiv vor einer Aufnahme zu putzen. Idealerweise mit einem trockenen Monitor- oder Brillenputztuch. Im Notfall genügt aber auch ein T-Shirt.

Keine Halben Sachen: Volle Auflösung wählen

Die Bildsensoren der Smartphone-Kameras sind zwar zu klein, um mit den aktuell üblichen Auflösungen von fünf bis acht Megapixeln sinnvoll umgehen zu können, aber trotzdem macht es keinen Sinn, die Auflösung zu reduzieren. Man würde zwar etwas Speicherplatz einsparen, vergibt aber die Chance, für die Nachbearbeitung einen Bildausschnitt auswählen zu können. Außerdem sehen die höher aufgelösten Bilder, trotz aller Nachteile der hohen Megapixel-Dichte, ausgedruckt besser aus.

Goldener Schnitt: Komposition macht Bilder interessant

Die Grundregeln der Fotografie, wie der Goldene Schnitt, gelten auch auf dem Smartphone. Dabei wird das Bild mit jeweils zwei senkrechten und waagerechten Linie in neun Rechtecke aufgeteilt. Eine Person, ein Gegenstand oder ein Gebäude, der bzw. das sich an einem der vier Schnittpunkte befindet, wirkt für den Betrachter interessanter, als wenn er/es sich in der Bildmitte befinden würde. Passende Hilfslinien lassen sich bei den meisten Kamera-Apps einblenden.

Links befindet sich das Motiv in der Mitte des Fotos, rechts ist es nach den Regeln des goldenen Schnitts aufgenommen. Trotz besser erkennbarem Hintergrund bleibt die Palme aber das Hauptmotiv.

Beweglich sein: Laufen statt Zoomen

Solange die Smartphones nicht mit Zoom-Objektiven ausgestattet werden, muss der Fotograf mit den Beinen zoomen. Der Fotograf Robert Capa prägte die Regel, dass man bei einem schlechten Bild nicht nah genug dran gewesen sei. Anstatt also den teilweise vorhandenen Digitalzoom, der die Bildqualität immer beeinträchtigt, zu nutzen, muss der Nutzer sich auf sein Motiv zu oder von ihm weg bewegen, bis der Bildausschnitt stimmt - sofern dem keine Hindernisse im Weg stehen.

Stabilität: Ersatz-Stative finden

Sobald die Sonne nicht mehr scheint, gelangen die Objektive der Smartphones an ihre Leistungsgrenzen und nehmen Fotos mit Belichtungszeiten auf, die kein Fotograf aus der Hand ruhig halten kann. Das Handy mit beiden Händen zu greifen, bringt schon etwas mehr Stabilität. Noch besser ist es allerdings, einen Arm aufzustützen oder sich irgendwo gegenzulehnen. Dadurch wird die Aufnahme deutlich weniger unscharf und ein geeigneter Stativ-Ersatz lässt sich überall finden - zur Not kniet man sich hin und stützt den Arm auf dem eigenen Bein ab.

Ausgelöst: Den richtigen Moment finden

Die meisten Smartphones nehmen das Foto nicht auf, wenn der Nutzer den Auslöser auf dem Touchscreen berührt, sondern erst wenn er ihn loslässt. Für den Fotografen bedeutet dies, dass er ein Motiv oder einen Bereich scharf stellen kann und anschließend auf den richtigen Moment wartet, um loszulassen und ein Foto zu machen. Bei sich bewegenden Objekten sollte man mit einplanen, dass die Kamera eines Smartphones nicht so schnell reagiert wie bei einer DSLR. Eine kleine Verzögerung sollte man also einplanen.

Mitziehen: Bewegung einfrieren

Kinder auf einem Karussell oder vorbeifahrende Autos sind für die vergleichsweise langen Belichtungszeiten eines Smartphones zu schnell. Damit sie auf dem Foto nicht unscharf erscheinen, lohnt es sich, die Bewegung mit der Kamera mitzugehen. Dabei gilt es darauf zu achten, dass Kind oder Auto immer an der gleichen Stelle auf dem Bildschirm sind.

Doppelt hält besser: Nicht nur ein Foto aufnehmen

Das Schöne an der Digitalfotografie ist, dass sich nicht gelungene Fotos einfach wieder löschen lassen und auch den knappen Speicher der Smartphones nicht unnötig belasten. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass der Fotograf von einem Motiv oder einer Situation mehrere Aufnahmen anfertigen kann und sollte. Das erhöht die Chance auf ein gelungenes Bild deutlich.

Lichtquellen: Mit den Vorgaben zurecht kommen

Wer mit seinem Smartphone fotografiert, hat maximal ein kleines Blitzlicht oder eine LED-Leuchte zur Verfügung. Deswegen ist es wichtig, das vorhandene Licht möglichst gut auszunutzen. Die Lichtquelle - egal ob Sonne, Lampe oder Fenster - sollte sich im Rücken des Fotografen befinden und das Motiv ausleuchten. Dabei muss man natürlich aufpassen, nicht den eigenen Schatten zu fotografieren.

Sonne von hinten, dunkle Wolken für die Dramatik, Detail im Vordergrund und auch den goldenen Schnitt beachtet.

Darf auch sein: Nachbearbeitung

Ein Smartphone ist ja nicht nur ein Mobiltelefon mit Kamera, sondern ein kleiner Computer. Und so laden unabhängig vom Betriebssystem zahlreiche Apps dazu ein, Fotos zu bearbeiten. Mit ihnen können die Bilder nicht nur mit Filtern oder Effekten versehen werden, sondern lassen sich auch zuschneiden. Teilweise ist auch möglich, Farben, Kontrast, Helligkeit und Sättigung von Hand anzupassen. Mit Instagram, Adobe Photoshop Express, Pixlr-o-matic und Co. steht für jeden Nutzer und für jeden Anlass die richtige App zur Auswahl.

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Zehn Tipps und Tricks für bessere Smartphone-Fotos
Smartphones haben sich als Immer-dabei-Kameras etabliert. Mit unseren Tipps und Tricks gelingen die Schnappschüsse unterwegs noch besser.
http://www.netzwelt.de/news/93902-zehn-tipps-tricks-bessere-smartphone-fotos.html
2012-10-06 10:56:20
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Zehn Tipps und Tricks für bessere Smartphone-Fotos