Für PS3, Xbox 360, PC und Mac

Sound im Vorteilspack: Tritton 720+ Surround-Headset im Test

Mit dem Tritton 720+ ist Mad Catz nahe dran am ultimativen Gaming-Headset. Viel Positives konnte netzwelt im Test an dem zu Xbox 360, Playstation 3 sowie Mac und PC kompatiblen Surround-Headset finden. Nur Brillenträgern und Gamern, die ihre Finger nicht vom Verstellmechanismus lassen können, könnte der Spaß am etwa 140 Euro teuren Gaming-Zubehör abhanden kommen.

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Tritton 7.1 Headset: Tritton verspricht dem Träger dieses Headsets dank 7.1-Surround-Sound einen echten Wettbewerbsvorteil. Viele Details am Tritton 720+ für Sonys Playstation 3, Xbox 360, Mac und PC stimmen jedenfalls. Zum Video: Tritton 7.1 Headset

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Anschluss
  2. 2Verarbeitung und Passform
  3. 3Hörtest
  4. 4Zusatzfunktionen
  5. 5Fazit
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Wer das Tritton 720+ aus der wuchtigen Verpackung befreit, hat ganz schön viel Headset und Zubehör in der Hand. Dazu zählen die circa 17 x 14 x 3,4 Zentimeter große Decoder-Box, ein abnehmbares Mikrofon, ein optisches Kabel, ein USB-Kabel sowie entsprechende Adapter zum Anschluss an PS3 oder Xbox 360. Alles enthalten also für Beginn oder Ausbau einer Gamer-Karriere.

Wie die meisten Surround-Headsets für ambitionierte Gamer kommt auch das Tritton 720+ nicht ohne externe Decoder-Box aus. Das mag den stationären Spieler nicht weiter stören, der den weißen, etwa 290 Gramm scheren Kasten einfach auf dem Schreibtisch positioniert. Laptop-Zocker werden die Box aber nur ungern zum Equipment hinzufügen. Zum Glück funktioniert das Headset auch ohne Decoder-Box, dann allerdings weniger klangvoll.

Sehr schön: Das Mikrofon lässt sich bei Nichtbedarf leichtgängig vom Headset abnehmen. Wer jetzt jedoch plant, das Headset als Kopfhörer-Ersatz auch am MP3-Player oder Mobiltelefon einzusetzen muss umdenken: Zum Betrieb benötigt das Tritton (USB)-Strom und auch die Länge des dicken Kabels von 3,90 Meter ist diesem Vorhaben eher hinderlich. 

Anschluss

Dank der mitgelieferten Adpater lässt sich das Tritton 720+ einfach an Konsole und PC anschließen. Wer das Headset am PC oder Mac betreiben möchte, kann zwischen analoger oder digitaler Signalübertragung wählen - je nach verbauten Anschlüssen am Rechner beziehungsweise den Möglichkeiten der Soundkarte. Beim analogen Übertragungsweg ist die Decoder-Box, die unter anderem für die 7.1-Surroundausgabe verantwortlich ist, hinfällig.

Verarbeitung und Passform

An der Verarbeitung des Headsets gibt es auf den ersten Blick nicht viel auszusetzen. Beim genaueren Hinsehen fällt jedoch auf, dass beim Verstellen der Bügelweite schnell Kratzer und sogar Kunststoffspäne auf der darunterliegenden Plastikschiene entstehen. Es ist daher zu befürchten, dass die Weitenverstellung nicht für die Ewigkeit gemacht ist und die Konstruktion mit der Zeit ausleiert.

Die weich gepolsterten Ohrmuscheln umschließen die Ohren des Trägers vollständig. Die Umwelt bleibt gedämpft wahrnehmbar. Den Druck, den die Schalen dabei ausüben, empfanden wir als angenehm. Menschen mit dickerem Kopf sollten das Tritton aber besser vor dem Kauf anprobieren, denn der Anpressdruck lässt sich nicht variieren. Das gilt auch für Brillenträger: Die Meinungen der bebrillten Redaktionsmitglieder, die das Tritton-Headset während der Testphase anprobierten, gingen bezüglich der Passform auseinander.

Tritton 720+ Headset von MadCatz

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Hörtest

Das Tritton-Headset unterstützt die Dolby-Standards Digital EX sowie Pro Logic IIx, das auch von vielen aktuellen Blockbustern und Spielen unterstützt wird. Passendes Ausgangsmaterial vorausgesetzt, entfaltet das Tritton einen Rundumklang, der auch die Ortbarkeit herannahender Gegner ermöglicht. 

Wer das 7.1-Headset nutzt, wird dazu befähigt, genauere Angaben als "Da kommt etwas näher" zu treffen. Künftig heißt es daher eher: "Von hinten links nähern sich Fahrzeuge". Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, nicht nur bei Shootern, sondern etwa auch bei Autorennspielen. 

Trittons Firmenslogan lautet "Der unfaire Vorteil" - wir können dies bestätigen, obwohl natürlich die generelle Nutzung von Surround-Headsets stetig zunimmt. Auch beim Heimkino-Abend spielt das Headset dank zweier 50-Millimeter-Treiber seine klanglichen Vorzüge aus. Actionreiche Filme profitieren hier vor allem durch die knackigen Bässe des Testmodells.

Zusatzfunktionen

Ein paar nette Zusatzfunktionen gaben die Macher dem Tritton 720+ noch mit auf den Weg. So lässt sich etwa das Mikrofon bei Nichtgebrauch mit einem Handgriff abnehmen. Besonders gelungen ist jedoch die Kontrolleinheit im Kabel. Über diese lässt sich beispielsweise eine SVM genannte Funktion aktivieren. Diese erlaubt es dem Spieler, seine eigene Stimme über das Headset zu hören. Auch kann hierüber die Lautstärke des Spiels getrennt von der Chat-Lautstärke geregelt werden. 

Fazit

Zum Preis von etwa 140 Euro liefert das Gaming-Headset Tritton 720+ von MadCatz eine gute Vorstellung ab. Druckvoller und umhüllender Klang, gepaart mit sinnvollen Zusatzfunktionen, ergeben unterm Strich ein dickes Plus für ambitionierte Spieler. 

Leider lässt sich das Tritton-Headset nur an einem Rechner oder der Spielkonsole betreiben und auch der Verstellmechanismus des Bügels ist verbesserungswürdig, da zu befürchten ist, dass dieser nach kurzer Einsatzzeit bereits ausleiert. Weiteres Gaming-Zubehör hat netzwelt an dieser Stelle für Sie zusammengefasst

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