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Olympus Pen E-PL3 im Test
Pen Lite: Kleines Gehäuse, hohe Auflösung

von Jan Johannsen
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Der Nutzer kann und sollte den aufklappbaren Bildschirm der Olympus Pen E-PL3 bewegen, denn seine Betrachtungswinkel fallen nicht besonders groß aus. Die Systemkamera überzeugt mit den für ihre Klasse typischen Vorteilen, offenbart aber auch die Probleme von zu kleinen Gehäusen.

Unter der Bezeichnung Pen Lite verkauft Olympus seine mittelgroßen Systemkameras. Die Pen E-PL3 gehört dazu und verfügt trotzdem über einen beweglichen Bildschirm sowie einen großen Bildsensor und lässt sich sowohl manuell einstellen als auch komplett automatisch verwenden.

Schöne Aufnahmen mit Problemen bei großer Lichtempfindlichkeit

Olympus verbaut in der Pen E-PL3, wie bei seinen Systemkameras üblich, einen Live-MOS-Sensor mit einer maximalen Auflösung von 12,3 Megapixeln. Mit Kantenlängen von 17,3 x 13 Millimetern fällt der Bildsensor etwas kleiner als die Chips der Spiegelreflexkameras aus und deutlicher größer als die Sensoren in Kompaktkameras.

Die Fotos der Olympus Pen E-PL3 überzeugen mit einer sehr hohen Detailgenauigkeit und klaren Konturen. Die Farben wirken natürlich und Kontraste setzt die Kamera angenehm um. Das zugehörige Kit-Objektiv mit einer Brennweite von 14 bis 42 Millimetern sorgt bei weiten Winkeln an den Rändern für eine Verzerrung. Je größer die Brennweite wird, desto geringer fällt die Verzeichnung aus.

Anfangs zeigt sich die Pen E-PL3 unempfindlich gegenüber Störungen wie Bildrauschen. Bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 800 lassen sich in der 1:1-Ansicht leichte Beeinträchtigungen der Bildqualität erkennen. Diese verstärken sich bei ISO 1.600 und ab ISO 3.200 fallen die Farbveränderungen auch bei einer verkleinerten Ansicht auf.

Olympus Pen E-PL3 Testbilder

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Zimmerbeleuchtung ein, Blitzlicht aus: ISO 200, Blende 3.5, 1/25 Sekunde - 14 Millimeter. (Aus technischen Gründen auf 4000 Pixel Breite verkleinert, Bild: netzwelt)

Videos nimmt die E-PL3 in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Die Filme bieten eine hohe Detailgenauigkeit, natürlich wirkende Farben und angenehme Kontraste. Beim Zoomen aus der Hand hakt das Bild jedoch kurzzeitig. Der Autofokus stellt Motive zügig scharf, der automatische Weißabgleich arbeitet dagegen vergleichsweise langsam. Das interne Mikrofon liefert einen gut verständlichen Ton.

Große Auswahl und angenehme Bedienung

Für schnelle Aufnahmen verfügt die Olympus Pen E-PL3 neben der Vollautomatik über sechs Kunstfilter und 23 Szenenprogramme. Fotografen, die mehr Kontrolle über die Aufnahmeeinstellungen haben wollen, können die Programm-, Zeit- oder Blendenautomatik sowie den manuellen Modus einschalten.

Die Bedienung der Kamera lässt sich größtenteils mit den Fingern der rechten Hand erledigen. Es ist allerdings deutlich bequemer, die E-PL3 mit beiden Händen zu halten. Mit der linken Hand verstellt der Fotograf die Brennweite am Objektiv, bewegt den Bildschirm, startet die Bildwiedergabe und löscht Aufnahmen.

Die Tasten und der Vier-Wege-Steuerring weisen angenehm deutliche Druckpunkte auf. Über den Steuerring hat der Fotograf direkten Zugriff auf die Belichtungskorrektur, das optional ansteckbare Blitzlicht, den Selbstauslöser sowie die Auswahl des AF-Punktes. Mit der OK-Taste in der Mitte des Steuerrings öffnet sich ein Seitenmenü mit Aufnahmeeinstellungen wie der Lichtempfindlichkeit, dem Weißabgleich, der Bildgröße und der Auflösung.

Blende und Belichtungszeit lassen sich im manuellen und den halbautomatischen Aufnahmeprogrammen über den Steuerring verstellen. Hierfür werden die anderen Direktwahloptionen teilweise ausgeschaltet. Das Hauptmenü sieht zwar schick aus und könnte mit seinen wenigen Punkten prinzipiell auch übersichtlich sein. Doch die fehlende Trennung der einzelnen Zeilen wirkt sich negativ auf die Übersichtlichkeit aus.

Olympus Pen E-PL3 im Test

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Olympus stattet die Systemkamera mit einem Live-MOS-Sensor mit einer Auflösung von 12,3 Megapixeln aus. (Bild: netzwelt)

Der drei Zoll große Bildschirm verfügt über eine geringe Auflösung von 460.000 Pixeln. Er bietet trotzdem ein detailreiches Sucherbild, jedoch nur unterdurchschnittlich große Blickwinkel. Die kleinen Betrachtungswinkel gleicht er durch seine Beweglichkeit aus. Er lässt sich um 90 Grad nach oben und um etwa 45 nach unten aufklappen. Der Autofokus der Olympus E-PL3 arbeitet sehr schnell. Der optische Bildstabilisator bewegt den Bildsensor vertikal und horizontal, um Bewegungen der Kamera auszugleichen.

Kleines Metallgehäuse

Das Metallgehäuse der Olympus Pen E-PL3 wirkt ordentlich verarbeitet. Trotz Daumenablage auf der Rückseite liegt es allerdings nicht perfekt in der Hand. Für Hände in Normalgröße fallen die Abmessungen bereits etwas zu klein aus und die glatte Vorderseite bietet den Fingern nur wenig Halt.

Fotos und Videos speichert die E-PL3 auf SD-, SDHC- oder SDXC-Karten ab. Ein Lithium-Ionen-Akku stellt die Stromversorgung sicher. Unter einer Abdeckung auf der rechten Seite der Kamera befinden sich ein HDMI-Anschluss sowie eine kombinierte USB- und AV-Schnittstelle.

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netzwelt
6.4
Olympus PEN E-PL3
Vorteile
  • Verarbeitung
  • gute Bildqualität
  • kleine Systemkamera
Nachteile
  • Bildrauchen ab ISO 1.600
  • Autofokus unter schlechten Lichtbedingungen

Retro-Kompakt überzeugt

Olympus hat sich Mühe gegeben, für die Pen E-PL3 ein Gehäuse mit geringen Abmessungen zu konstruieren. Im Test überzeugt die Systemkamera in vielen Punkten, aber gerade durch ihre geringe Größe liegt sie nicht optimal in der Hand. Die Bedienung und die Bildqualität erweisen sich dagegen als gut bis sehr gut. Während Olympus in seinem Webshop an einem Preis von 649 Euro für das getestete Kit aus Pen E-PL3 und einem 14-bis-42-Millimeter-Objektiv festhält, verkaufen andere Online-Händler das Set schon für rund 380 Euro. Die Sony NEX-F3 verfügt neben einem beweglichen Bildschirm auch über ein internes Blitzlicht und einen größeren Bildsensor, kostet aber auch etwa 150 Euro mehr. Auf der Photokina hat Olympus mit der Pen E-PL5 bereits einen Nachfolger vorgestellt. Insgesamt ist die Konkurrenz unter den Systemkameras auf der Messe größer geworden.


Einzelergebnisse
In Fotos und Videos halten wir schönen Erinnerungen fest oder nutzen die Medien als Ausdrucksform. Im Internet werden täglich unzählige Bilder und Filme ausgetauscht und netzwelt sucht für Sie nach der richtigen Kamera. Ziel eines Testbericht ist es ein Gefühl für die Digitalkamera oder den Camcorder zu vermitteln und vor allem,die Funktionsweise im Alltag. Gleichzeitig sollte die Beurteilung der Bildqualität nicht zu kurz kommen. Daher setzt sich die Gesamtwertung aus Handhabung, Foto, Video, Display/Sucher und der Bildqualität zusammen um eine Digitalkamera ganzheitlich zu erfassen. Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten, der Redakteur kann jedoch eine Auf- beziehungsweise Abwertung um eine Note vornehmen. Falls eines der Kritierien im Vergleich mit anderen Geräten besonders herausragend ist.
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Handhabung
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Foto
6
Video
5
Display/Sucher
7
Bildqualität
8
Einsortierung
Olympus PEN E-PL3 von Olympus wurde als Digitalkamera abgelegt. Es befindet sich auch in der Bestenliste "Alle Digitalkameras. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Foto, Testbericht, Digitalkamera, Olympus, Kamera, Fotografie, Wechselobjektiv, Systemkamera (DSLM), Review und Olympus PEN E-PL3 .
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Die Olympus Pen E-PL3 überzeugt mit den typischen Vorteilen einer Systemkamera, zeigt aber auch die Probleme der kompakten Gehäuse.
http://www.netzwelt.de/news/93879-olympus-pen-e-pl3-test.html
2012-10-03 11:05:17
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/olympus-pen-e-pl3-produktbild-114873.jpeg
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