Wirkungsgrad noch gering
Durchbruch: Sharp präsentiert lichtdurchlässige Solarzellen
Bislang sind Solarzellen vornehmlich auf Hausdächern oder in großen Energieparks anzutreffen. Dies könnte sich schon bald ändern: Das Elektronik-Unternehmen Sharp stellt nun halbdurchlässige Solarzellen vor, die wesentlich unauffälliger und damit flexibler zu integrieren sind - etwa als Balkontrenner oder Fenster.

Der Einsatz von Solarzellen könnte sicherlich wesentlich breitere Zustimmung in der Bevölkerung finden, wenn sich die zumeist großen Panele unauffälliger in Häuser, öffentliche Gebäude und in der Umwelt integrieren ließen. Nicht zuletzt aus diesem Grund findet man die Sonnenlichtwandler fast ausschließlich auf dem Hausdach.
Auch der Einsatz als Fenster ist denkbar
Die von Sharp entwickelten Photovoltaik-Zellen hingegen wandeln Sonnenlicht in Energie um, lassen aber dennoch einen Teil der Lichtstrahlen durch. Somit sind sie zu einem großen Teil blickdicht, verdunkeln aber längst nicht so stark wie die bislang eingesetzten Anlagen. Das eröffnet Architekten und Hausbauern völlig neue Möglichkeiten. Zumindest in Japan, dem Mutterland von Sharp, wo die Solarzellen zunächst ab Oktober auf den Markt kommen sollen.
Ein weiterer kleiner Haken: Der Wirkungsgrad liegt bei vergleichsweise geringen 6,8 Prozent. Herkömmliche Solarzellen bewegen sich in Bereichen von bis zu 20 Prozent. Laut Sharp sind die neuartigen Solarzellen in einer laminierten Glasschicht eingebettet, die wiederum von Luft umgeben ist. Zum Einsatz sollen diese Solarzellen aber nicht nur, wie im Bild gezeigt, als Sichtschutz auf Balkonen kommen. Auch ganze Fenster, Dachüberhänge und weitere Einsatzszenarien sind denkbar. Ob die neue Solar-Technik deutlich teurer wird als die herkömmliche und wann sie auch in Europa erhältlich ist, verschweigt Sharp bislang noch.






