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Canon EOS M im Kurztest
Kompaktes Gehäuse, großer Bildsensor und ein Touchscreen

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Canon setzt bei seiner ersten Systemkamera EOS M auf ein sehr kompaktes Gehäuse und einen großen Bildsensor. Die Bedienung mit wenigen Tasten erweitert ein Touchscreen sinnvoll. Ein Kurztest von der Photokina.

Als letzter der großen Kamera-Hersteller hat Canon mit der EOS M eine Systemkamera vorgestellt. Das Gehäuse und die Bedienung erinnern auf den ersten Blick an die Kompaktkameras der Japaner, aber für die Bilder ist ein großer Sensor zuständig und bei der Steuerung hilft ein Touchscreen. Netzwelt hat die Photokina für einen Kurztest genutzt.

Großer Bildsensor im kompakten Gehäuse

Canon verbaut in dem kompakten Gehäuse der EOS M einen CMOS-Bildsensor im APS-C-Format, der mit 22,3 x 14,9 Millimetern genauso groß ist wie die Chips in den meisten Spiegelreflexkameras und einigen anderen Systemkameras. Er liefert Fotos mit einer maximalen Auflösung von 18 Megapixeln und Videos in Full-HD-Auflösung.

Um die Bildqualität endgültig bewerten zu können, ist noch ein ausführlicher Test notwendig, aber die große Sensorfläche lässt auf ein sehr gutes Ergebnis hoffen.

Zu Beginn bietet Canon zwei Objektive für das EF-M-Bajonett der EOS M an. Wem eine 22-Millimeter-Festbrennweite und ein 18-bis-55-Millimeter-Standard-Zoom nicht ausreichen, kann mit einem Adapter EF-Objektive nach Angaben des Herstellers ohne Einschränkungen an der Systemkamera verwenden.

Kompaktkamera-Bedienkonzept mit Touchscreen-Ergänzung

Für die Bedienung der Canon EOS M benötigt der Fotograf beide Hände. Mit der Rechten erreicht er die Tasten auf der Ober- und Rückseite der Kamera, die sehr an die Kompaktkameras des Herstellers erinnern und nur wenige Funktionen abdecken. Sie dienen zum Aufrufen des Hauptmenüs und der Bildwiedergabe sowie zum Einstellen des Selbstauslösers und der Belichtungskorrektur. Zudem lässt sich die Menge der Informationen auf dem Display verändern und mit "Q.SET" ein kleines Qualitätsmenü aufrufen.

Canon EOS M im Kurztest

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Die Systemkamera steht in vier Gehäusefarben zur Auswahl. (Bild: netzwelt)

Nutzer, die tiefer in die Einstellungen wollen und zum Beispiel eines der manuellen, halb- oder vollautomatischen Aufnahmeprogramme auswählen oder Blende und Belichtungszeit festlegen wollen, müssen dies über den drei Zoll großen Touchscreen tun. Der Bildschirm reagiert gut auf Berührungen und die Schaltflächen sind logisch aufgebaut sowie groß genug, so dass seine Verwendung den Fotografen nicht aufhält.

Der Monitor verfügt über eine Auflösung von 1.040.000 Pixeln und bietet ein klares und detailreiches Bild. Die Betrachtungswinkel fallen groß aus und insgesamt eignet sich das Display auch für Aufnahmen im Freien.

Kompaktkamera-Standards mit einigen DSLR-typischen Erweiterungen

Das Gehäuse der Canon EOS M besteht aus Kunststoff und wirkt ordentlich verarbeitet. Die Käufer haben die Wahl zwischen einer schwarzen, roten, weißen oder silbernen Variante. Mit den zwei kleinen EF-M-Objektiven lässt sich die Systemkamera auch noch mit einer Hand halten. Bei größeren und vor allem schwereren Linsen sind aber nicht nur zur Bedienung zwei Hände nötig, da die EOS M weniger Grifffläche als eine DSLR-Kamera bietet.

Fotos und Videos speichert die EOS M auf einer SD-, SDHC- oder SDXC-Karte ab. Die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku, der nach Angaben des Herstellers für 200 bis 230 Aufnahmen Energie liefern soll.

Die Canon EOS M verfügt nicht nur über die bei Kompaktkameras üblichen HDMI- und USB-Schnittstellen, sondern bietet dem Nutzer auch einen Audio-Eingang sowie den bei DSLR-Kameras üblichen Zubehörschuh für Blitzlicht oder Mikrofon auf der Oberseite. Auf einen internen Blitz hat Canon verzichtet, da dieser nicht über die Objektive kommen und so Schattenwürfe auf den Bildern entstehen würden.

Fazit

Canon hat mit der EOS M zwar als letzter Hersteller seinen Hut bei den Systemkameras in den Ring geworfen, liefert aber eine Kamera ab, die auf den ersten Blick zu überzeugen weiß. Ihr Gehäuse ist kompakt, theoretisch stehen sehr viele Objektive zur Auswahl und der Bildsensor verspricht eine gute Bildqualität. Einzig die stark an eine Kompaktkamera erinnernde Bedienung mag aus dem Spiegelreflexbereich kommende Nutzer abschrecken und zu einer anderen Systemkamera greifen lassen.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Canon für die EOS M mit dem 18-bis-55-Millimeter-Objektiv und einem Aufsteckblitz liegt bei 849 Euro. Ursprünglich sollte die Kamera noch im September verfügbar sein, aber bis zur Veröffentlichung des Kurztests hatte noch kein Online-Händler sie vorrätig. Vorbestellungen nahmen aber bereits viele entgegen und hielten sich dabei an die Preisvorgabe des Herstellers.

Sony verwendet in seinen NEX-Systemkameras ebenfalls Sensoren im APS-C-Format. Olympus und Panasonic bauen in ihre Micro-Four-Thirds-Modelle etwas kleinere Live-MOS-Sensoren. Nikon greift merkwürdigerweise auf Chips im bei Kompaktkameras üblichen 1/2,3-Zoll-Format zurück.

Kommentare zu diesem Artikel

Canon setzt bei seiner ersten Systemkamera EOS M auf ein sehr kompaktes Gehäuse und einen großen Bildsensor. Die Bedienung mit wenigen Tasten erweitert ein Touchscreen sinnvoll. Ein Kurztest von der Photokina.

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  • 2komma9 schrieb Uhr
    AW: Photokina-Neuheit: Systemkamera Canon EOS M im Kurztest

    Der Beitrag ist zwar nicht mehr ganz aktuell, will trotzdem mal kurz darauf hinweisen: Nikon 1 steht für 1 Zoll Sensoren, nicht 1/2,3". Damit ist der Sensor kleiner als APS und mFT (4/3 Zoll) aber größer als die Kompakten bzw. Edelkompakten mit 1/1,7" Sensoren.

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Canon EOS M im Kurztest
Canon EOS M im Kurztest
Canon hat seine Systemkamera EOS M auf der Photokina das erste Mal einer größeren Öffentlichkeit präsentiert. Die Gelegenheit haben wir für einen Kurztest genutzt.
http://www.netzwelt.de/news/93792-canon-eos-m-kurztest.html
2012-09-27 16:28:45
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2012/5322/41315.jpg
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