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Facebook: Gesichtserkennung wird zum 15. Oktober abgeschaltet Deutsche Datenschützer sind weiterhin skeptisch

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Das weltweit größte Soziale Netzwerk stoppt auf Druck von europäischen Datenschützern die umstrittene Gesichtserkennung. Damit ist Facebook aber noch lange nicht aus der Schusslinie.

Das weltweit größte Soziale Netzwerk Facebook verzichtet in Europa künftig auf die umstrittene Gesichtserkennung. Eine Untersuchung der irischen Datenschutzbehörde bescheinigt dem Sozialen Netzwerk zudem große Fortschritte bei der Umsetzung europäischer Datenschutzanforderungen, deutsche Datenschützer sehen dagegen noch erheblichen Nachholbedarf.

Facebook verzichtet in Europa künftig auf die umstrittene Gesichtserkennung. (Quelle: Screenshot)

Facebook beugt sich der Kritik der europäischen Datenschützer: Das Soziale Netzwerk deaktiviert für europäische Nutzer die umstrittene Gesichtserkennungsfunktion. Nutzer, die sich in diesen Tage neu für das Soziale Netzwerk anmelden, steht die Option bereits nicht mehr zur Verfügung. Ab Mitte Oktober wird das Feature auch bereits für registrierte Facebook-Nutzer abgeschaltet, teilte die für die Überwachung von Facebook zuständige irische Datenschutzbehörde mit. Um die Funktion hatte es einen monatelangen Streit zwischen europäischen Datenschützern und dem US-amerikanischen Unternehmen gegeben. Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar strebte deswegen bereits ein Verfahren gegen Facebook an.

Datenschützer uneinig

Darüber hinaus bescheinigt die irische Datenschutzbehörde Facebook große Fortschritte bei Datenschutzfragen. Ein Urteil, das die deutschen Kollegen allerdings nicht unbedingt teilen. "Erfreulich ist, dass Facebook offensichtlich bereit ist, die von deutschen Datenschutzbehörden heftig angegriffene biometrische Gesichtserkennung abzuschalten und die Daten zu löschen", heißt es beispielsweise in einer Pressemitteilung des Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD).

Allerdings merkt das ULD auch an, dass man nur schwer verstehen könnte, wie die irischen Kollegen zu dem Eindruck kommen, "dass die meisten der Empfehlungen 'vollständig zur vollen Zufriedenheit umgesetzt wurden'." Zahlreiche Punkte etwa die Überwachung der Chatprotokolle, die gegen das Telekommunikationsgeheimnis verstößt, seien noch zu klären. Man werde in diesem Fall auch den "beschwerlicheren Weg der rechtlichen Klärung weitergehen", heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Der vollständige 200 Seiten lange Bericht der irischen Datenschützer kann im Netz eingesehen werden.

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Jan Kluczniok
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