F1 2012: Im Kurztest

Saison nach Wunsch

Die größten Änderungen gegenüber dem Vorgänger finden sich bei den Modi. Die Möglichkeit, sich eine Saison nach Wunsch mit bestimmten Rundenzahlen und Austragungsorten zusammenzustellen, besteht in "F1 2012" nicht mehr. Stattdessen gibt es nun zwei neue Spielvarianten: Bei der sogenannten "Season Challenge" wird eine verkürzte Meisterschaft mit zehn Rennen à fünf Runden ausgetragen. Wer das Team wechseln will, fordert dessen Stammfahrer heraus und schlägt diesen in zwei von drei Rennen. Ideal für Leute mit wenig Zeit.

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Im ebenfalls neuen "Champions Mode" tritt man nach und nach gegen die sechs aktuell aktiven Weltmeister an, die in ebenso vielen vorgefertigten Situationen besiegt werden müssen. Ein aggressiv attackierender Lewis Hamilton soll beispielsweise mit Slicks auf regennasser Fahrbahn drei Runden lang auf Abstand gehalten werden. Eine nette Idee - allerdings mäßig spannend umgesetzt. Da ist noch viel Luft nach oben.

Karriere-Modus

Wer einfach ein bisschen abgasschwangere Luft schnuppern will, startet ein Zeitfahren oder ein schnelles Rennen mit einem Grand-Prix seiner Wahl - auf Wunsch auch mit komplettem Qualifying. Das glatte Gegenteil liefert die Karriere. Hier heuert man als Nobody bei einem schwachen Team wie Caterham oder Marussia an und hat fünf Jahre Zeit, den Weltmeistertitel zu erringen. Für dieses Ziel sollte man jedoch viel Zeit mitbringen. Und Geduld. Die Mindestdauer beträgt in diesem Modus ein Viertel der Realdistanz. Bedeutet: Beim Nachtrennen in Singapur stehen beispielsweise wengistens 15 Runden auf dem Programm. Umso ärgerlicher, wenn man nach über einer halben Stunde Arbeit durch einen Fahrfehler den Sieg verschenkt. Eine Zwischenspeicherfunktion gibt es nicht, wechselndes Wetter jedoch sehr wohl, was zusätzlich Spannung ins Geschehen bringt. Selbst für Profis ...

Technisch haben die Entwickler von Codemasters allenfalls Feinschliff gegenüber dem Vorjahr betrieben. In der aktuellen Ausbaustufe sorgt die Ego-Engine jedoch weiterhin für optisch beeindruckenden Vortrieb und lässt vor allem bei heftigen Regenschauern dank Gischt und Schlierenbildung auf dem Schirm die Grenzen zwischen virtueller Realität und TV-Bildern verschwimmen.

Entschlackt wurde hingegen die Menüführung. Im Vorjahr gab's ein virtuelles Fahrerlager und überflüssige Interviews mit immer gleichen Reportern. Nun herrscht kühle Schlichtheit. Geblieben ist dagegen die tolle Präsentation - von den Boxenanimationen über den Funkverkehr bis hin zum Kreischen der Motoren. Auch das Schadensmodell wurde leicht verbessert. Heftige Kollisionen quittiert das Spiel nun immerhin mit einer zerstörten Radaufhängung, leichtere Einschläge in die Bande oder Kontakt mit Gegnern aber weiterhin nur mit einem abgefallenen Frontflügel. Das Chassis bleibt nahezu unangetastet.

F1 2012: Im Kurztest


Fazit

Ein paar Sachen fehlen aber immer noch: Einführungsrunden und eine ausschweifende Siegerehrung etwa. Nichtsdestotrotz ist Authentizität eine der großen Stärken von "F1 2012". Fahr- und Geschwindigkeitsgefühl stimmen. Obendrein gibt's dank glaubwürdig fahrender Computer-Gegner und einem durchdachten Online-Multiplayer-Modus für bis zu 16 Teilnehmer Dauermotivation und Nervenkitzel satt. Allein für Besitzer des Vorgängers wird nicht allzu viel entscheidend Neues geboten. Und 60 Euro für ein Update sind dann doch zu viel.

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Datenblatt

F1 2012
SpielnameF1 2012
HerstellerCodemasters
VertriebNamco Bandai Partners
GenreSimulation
Erhältlich ab21.09.2012
Preisca. 60 Euro
EAN Code5024866348989
SchwierigkeitFür Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis
Alterab 0 Jahren
Multiplayer2-16 (WWW)
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundsehr gut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemXbox 360
SystemPC
SystemPlayStation3

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