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Ultrabook Toshiba Z930-119 im Test
Nur 1,1 Kilogramm schwer

von Michael Knott
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Das Toshiba-Ultrabook Satelitte Z930 wiegt gerade einmal 1,1 Kilogramm. Dafür bietet es die volle Anschlusspalette sowie ein mattes Display. Netzwelt fühlt dem Ultrabook im ausführlichen Test auf den Zahn.

Toshiba liefert seit einigen Wochen das Ultrabook Satellite Z930 mit Ivy Bridge-Architektur und flottem SSD-Speicher aus. Mit einem Gewicht von nur 1,1 Kilogramm, entspiegeltem 13-Zoll-Display und einer Gehäusedicke von maximal 15,9 Millimetern ist es ein Ultrabook, wie man es sich vorstellt. Dennoch bietet es sämtliche Anschlüsse, die im (Arbeits-) Alltag sinnvoll sind.

Das Toshiba Satellite Z930 gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen, die sich lediglich in der Größe des verbauten SSD-Speichers voneinander unterscheiden. Während das Z930-103 für derzeit knapp 1.000 Euro mit einer 128 Gigabyte messenden SSD auskommen muss, bietet das von netzwelt getestete Z930-119 mit 256 Gigabyte die doppelte Speichergröße. Dann werden allerdings rund 1.200 Euro fällig.

Ausstattung

Beiden Modellen gemeinsam ist das Gehäuse mit einer maximalen Bauhöhe von 15,9 Millimetern an der dicksten Stelle, das niedrige Gewicht von nur 1,1 Kilogramm sowie der 13,3 Zoll große, entspiegelte Monitor. Lobenswert am Satellite Z930 sind auch die verbauten Anschlüsse.

Toshiba brachte nicht nur einen SD-Kartenleser, Mikrofon- und Kopfhöreranschluss unter, sondern verpasste dem Ultrabook auch noch einen USB-3.0-Port, zwei USB-2.0-Schnittstellen sowie einen HDMI-, einen VGA- und einen LAN-Anschluss. Vor allem letzterer Anschluss ist löblich, kommen derzeit die meisten Ultrabooks doch mit einer umständlichen Adapterlösung daher.

Toshiba Z930-119

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Dank mattem Display bleibt das Toshiba-Ultrabook auch unter freiem Himmel ablesbar. (Bild: netzwelt)

Als Prozessor kommt Intels Core i5-3317U-CPU zum Einsatz. Die Größe des Hauptspeichers beträgt klassenübliche vier Gigabyte, wovon zwei Gigabyte fest mit dem Motherboard verlötet sind. Für die Grafikausgabe ist Intels aktuelle HD Graphics 4000 zuständig. Zur weiteren Ausstattung gehören unter anderem Bluetooth 4.0, WLAN nach schnellem N-Standard und eine eingebaute Webcam für Videotelefonie.

Verarbeitung

Beim ersten Kontakt mit dem Toshiba-Ultrabook fällt sofort das niedrige Gewicht auf. In der Aktentasche oder dem Rucksack bleibt der schlanke und leichte Rechner nahezu unbemerkt. Zugeklappt hinterlässt das Z930 einen robusten und wertigen Eindruck. Hässliche Spaltmaße sind kaum zu erkennen, lediglich die Display-Nahtstelle auf der Rückseite zeigt einen haaresbreiten Spalt.

Geschmacksache sind die chromfarbenen Plastikabdeckungen der Display-Scharniere, die unserer Meinung nach nicht so ganz zum Gesamtbild des Ultrabooks passen. Die generelle Material- und Verarbeitungsqualität des Magnesium-Gehäuses liegt ansonsten aber auf einem hohen Niveau.

Zum Aufklappen des Displays genügt eine Hand. Das Innere des Z930 präsentiert sich aufgeräumt und nüchtern. Auch wenn das Z930 zur Consumer-orientierten Satellite-Gruppe gehört, mutet das Testgerät insgesamt doch eher wie ein Business-Gerät an - was kein Nachteil sein muss. Leider ist im netzwelt zu Verfügung gestellten Testgerät bereits ein Riss in der unteren Display-Aufnahme zu sehen. Woher dieser stammt, konnte nicht geklärt werden. Eventuell handelt es sich bei dem Gerät nicht um fabrikneue Ware. Neue Seriengeräte dürften davon nicht betroffen sein.

Das Display lässt sich bis zu einem Winkel von maximal 140 Grad nach hinten klappen. Dann wippt es allerdings leicht nach, wenn der Nutzer etwas kräftiger in die Tasten haut.

Leider hängt das Display aber auch recht labil im Gehäuse. Klappt man es komplett nach hinten - maximal ist ein Aufstellwinkel von 140 Grad möglich - wippt es beim Tippen auf der Tastatur bereits ein wenig nach. Und leider liegt das uns zur Verfügung gestellte Test-Exemplar des Z930 bei aufgeklapptem Display auch nicht ganz plan auf einer ebenen Fläche auf. Insgesamt hinterlässt das Ultrabook bei der Verarbeitung einen gemischten Eindruck. Wir vermuten jedoch, dass es sich dabei um einen Einzelfall handelt.

Display

Das entspiegelte 13,3-Zoll-Display eignet sich dank wirkungsvoller Entspiegelung auch für das Arbeiten und Filmeschauen unter freiem Himmel. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleiben Inhalte lesbar. Auch die Helligkeit gefällt. Lediglich bei den Kontrasten hapert es - das Z930 stellt Inhalte recht blass dar.

Die Auflösung beträgt 1.366 x 768 Bildpunkte - daher fällt beim genaueren Hinsehen, etwa bei den Icons auf dem Desktop, die ein oder andere Unschärfe ins Auge. Dafür schafft es die stromsparende LED-Hintergrundbeleuchtung, die Anzeige bis in die Ecken gleichmäßig auszuleuchten. Die Blickwinkel fallen nicht ganz so hoch aus wie gewünscht. Vor allem in der Horizontalen verblassen die Farben recht schnell.

Ergonomie und Akkulaufzeit

Die Tastatur des Satellite Z930 gefällt durch ihren kurzen Hub, könnte jedoch exaktere Rückmeldung geben. Vor allem aber fällt sie aufgrund ihrer guten Ablesbarkeit auch bei Dunkelheit positiv auf, da sie durchgehend beleuchtet ist. Für einen separaten Nummernblock hat der Platz wie bei den meisten Ultrabooks nicht ausgereicht. Zudem lagert Toshiba viele weniger häufig benötigte Funktionen auf die FN-Taste aus. Sehr viele Drücker sind daher mit mehr als einer Funktion belegt.

Das Multitouch-fähige Trackpad verrichtet seine Alltags-Aufgaben zufriedenstellend, leidet aber an den zwei schwammig gelagerten, zu allem Überfluss noch mit verchromtem Plastik versehenen Trackpad-Tasten. Fingerabdrücke sind sofort auf ihnen sichtbar. Wer auf die Arbeit mit dem Trackpad vollends verzichten möchte, kann es per Tastendruck deaktivieren. Ein versehntliches Auslösen ist dann nicht mehr möglich. Das Display lässt sich nur bis zu einem Winkel von etwa 140 Grad aufklappen, was für die meisten Anwender jedoch bereits ausreichend sein dürfte.

Den Lüfter auf der Unterseite hören Sie nur, wenn Sie nahezu Maximalleistung vom Toshiba-Ultrabook einfordern. Im Test brachte netzwelt die Kühlung nur beim Spielen in den deutlich hörbaren Bereich. Bei den typischen Ultrabook-Aufgaben - Schreiben, Surfen, Office-Arbeiten, Videos anschauen - bleibt der Lüfter dezent im Hintergrund und ist nur in absolut stillen Umgebungen hörbar.

Der Lüfter gehört glücklicherweise zu den leiseren Vertretern. Im Normalbetrieb ist er kaum hörbar und schaltet sich oft auch komplett aus. Nur bei Spielen dreht er voll auf.

Positiv: Im so genannten Eco-Modus, den der Nutzer per Tastaturdruck aktivieren kann, lässt sich auf einen Blick sehen, wie viel (Akku)-Strom sich das Z930 gerade genehmigt. Auch spezielle Stromspar-Profile sind hier hinterlegt. Hielt der Akku des Vorgängermodells Z830 nicht einmal drei Stunden lang durch, so bringt es der Energiespender im Z930 im Stresstest mit aktiviertem WLAN auf immerhin 3,5 Stunden. Bei reduzierter Bildschirmhelligkeit sind bereits mehr als fünf Stunden drin. Immer noch keine Top-Werte, aber für den Alltag brauchbar.

Leistung

Im Testgerät steckt der erwähnte Intel-CPU Core i5-3317U im Gespann mit Intels integrierter Grafik 4000. Unter Cinebench 11.5 messen wir 14,12 Bilder in der Sekunde. Der CPU-Test ergibt einen Wert von 2,38. Dank Ivy Bridge eine Steigerung zum Vorgängermodell, aber erwartungsgemäß noch immer keine Top-Werte. Diese sind auch nicht erforderlich, da das Ultrabook Alltagsaufgaben, auch dank der verbauten Toshiba-SSD, fix erledigt. Ein Spielenotebook kann und will das Z930 gar nicht sein.

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netzwelt
5.5
Toshiba Z930-119
Vorteile
  • Gewicht
  • mattes Display
  • Anschlüsse
Nachteile
  • Verarbeitung
  • Display
  • Tastatur

Leichtgewicht

Perfekt ist das Toshiba Satellite Z930-119 nicht - dafür hapert es etwa zu sehr bei der Verarbeitungsqualität, beim Display und bei der Tastatur. Wer jedoch auf der Suche nach einem konsequent auf Leichtbau ausgelegten Ultrabook mit voller Anschlusspalette und mattem Display ist, wird bei Toshiba garantiert fündig und mit dem Z930 glücklich. Bei ähnlich leichten Alternativen wie dem MacBook Air von Apple oder Geräten von Samsung oder Asus mangelt es entweder an den vorhandenen Anschlüssen oder bei der Option auf ein mattes Display. Oder gleich an beidem.


Einzelergebnisse
Bereits bei der Auswahl eines Notebooks, Laptops oder Ultrabooks versuchen wir, die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer zu berücksichtigen. Über welches Modell wird gerade im Netz besonders eifrig diskutiert? Wo gibt es gerade ein besonders interessantes Sonderangebot? Zudem greifen wir immer wieder Testanregungen von Nutzern auf, die wir per Leserbrief, über die Sozialen Netzwerke oder über das netzwelt-Forum erhalten. Hier erfahren Sie, wie wir Notebooks testen.
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Design
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Display
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Eingabegeräte
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Leistung
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Ausstattung
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Multimedia
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Einsortierung
Toshiba Z930-119 von Toshiba wurde als Notebook abgelegt. Es befindet sich auch in der Bestenliste "Alle Notebooks. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Testbericht, Mobile Computing, Notebook, Toshiba, Hardware, Laptop, Review, Ultrabook und Toshiba Z930-119 .
Kommentare zu diesem Artikel

Das Toshiba-Ultrabook Satelitte Z930 wiegt gerade einmal 1,1 Kilogramm. Dafür bietet es die volle Anschlusspalette sowie ein mattes Display. Netzwelt fühlt dem Ultrabook im ausführlichen Test auf den Zahn.

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  • Interessent schrieb Uhr
    AW: Ultrabook-Leichtbau: Toshiba Z930 im Test

    Zufällig wieder hier gelandet. Das Macbook Air ist wohl nicht ähnlich leicht, sondern mindestens 20% schwerer. Mit Spiegeldisplay, wie richtig angemerkt, und unscharfem Pixeldisplay (wie die meisten Apple)...
  • Diggsagg schrieb Uhr
    AW: Ultrabook-Leichtbau: Toshiba Z930 im Test

    Ich finde das Gerät ja schon ziemlich nett, wobei mich der Preis (generell bei Ultrabooks) noch ein bisschen abschreckt. Da ich aber demnächst beruflich wohl ein sehr leichtes und portables Gerät brauchen werde, schaue ich mich jetzt schon mal um. Vielleicht kann man zum Weihnachtsgeschäft irgendein "Schnäppchen" schießen. Was mich beim TOSHIBA aber durchaus zum Kauf bewegen könnte, ist das matte Display.
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Ultrabook-Leichtbau: Toshiba Z930 im Test

    Weil die Auflösung 1366x768 beträgt, ist das Display unscharf? Seltsame Logik, die aber bei einigen deutschen Tests auffällt. Gemeint ist "pixelig". Grüße
  • Interessent schrieb Uhr
    AW: Ultrabook-Leichtbau: Toshiba Z930 im Test

    Weil die Auflösung 1366x768 beträgt, ist das Display unscharf? Seltsame Logik, die aber bei einigen deutschen Tests auffällt.
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Ultrabook-Leichtbau: Toshiba Z930 im Test

    Zitat: "Leider hängt das Display aber auch recht labil im Gehäuse. Klappt man es komplett nach hinten - maximal ist ein Aufstellwinkel von 140 Grad möglich - wippt es beim Tippen auf der Tastatur bereits ein wenig nach. Und leider liegt das uns zu Verfügung gestellte Test-Exemplar des Z930 bei aufgeklapptem Display auch nicht ganz plan auf einer ebenen Fläche auf. Insgesamt hinterlässt das Ultrabook bei der Verarbeitung einen gemischten Eindruck. Wir vermuten jedoch, dass es sich dabei um einen Einzelfall handelt. " kein Einzelfall, haben die Geräte im Einsatz... ich kann das nur bestätigen. Disply sehr wackelig, kein fester Stand auf geraden Oberflächen. Lüfter sehr laut, mit hohem Ton.... Hallo zwergla, vielen Dank für Deine Erfahrungswerte. Den lauten Lüfter kennen wir vom Vorgängermodell Z830. Offenbar hat Toshiba hier aber nachgebessert - im Z930 ist er kaum noch zu hören und regelt, wenn er denn mal aufdreht, sehr sanft die Drehzahl. Viele Grüße aus der Redaktion
  • zwergla_bbg schrieb Uhr
    AW: Ultrabook-Leichtbau: Toshiba Z930 im Test

    Zitat: "Leider hängt das Display aber auch recht labil im Gehäuse. Klappt man es komplett nach hinten - maximal ist ein Aufstellwinkel von 140 Grad möglich - wippt es beim Tippen auf der Tastatur bereits ein wenig nach. Und leider liegt das uns zu Verfügung gestellte Test-Exemplar des Z930 bei aufgeklapptem Display auch nicht ganz plan auf einer ebenen Fläche auf. Insgesamt hinterlässt das Ultrabook bei der Verarbeitung einen gemischten Eindruck. Wir vermuten jedoch, dass es sich dabei um einen Einzelfall handelt. " kein Einzelfall, haben die Geräte im Einsatz... ich kann das nur bestätigen. Disply sehr wackelig, kein fester Stand auf geraden Oberflächen. Lüfter sehr laut, mit hohem Ton....
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Ultrabook Toshiba Z930-119 im Test
Ultrabook Toshiba Z930-119 im Test
Das konsequent auf Leichtbau ausgelegte Toshiba-Ultrabook Z930 wiegt nur knapp mehr als ein Kilogramm. An welchen Stellen hat der Hersteller Gewicht gespart und wie wirkt sich das im Alltag aus? Netzwelt hat den Test gemacht.
http://www.netzwelt.de/news/93721-ultrabook-toshiba-z930-119-test.html
2012-09-17 16:57:06
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/toshiba-z930-produktbild-114932.jpeg
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