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Sony Cybershot WX100 im Test
Mit 10-fachem Zoom

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Sony hat mit der Cybershot WX100 eine Kompaktkamera für alle im Angebot, die nicht viel Platz für sie haben. Der Fotoapparat im Kreditkartenformat bietet aber trotzdem einen zehnfachen Zoom. Erfahren Sie mehr im Test.

Diese Kamera im Kreditkartenformat passt in jede Hosen- und Handtasche, verfügt aber trotzdem über einen zehnfachen Zoom. Bei der Bedienung erfordert die Sony Cybershot WX100 allerdings Fingerspitzengefühl.

Kleine und leichte Kamera mit großem Zoom

Sony baut in die 123 Gramm leichte Cybershot WX100 einen CMOS-Sensor aus der hauseigenen Exmor-R-Serie ein. Der Chip in dem bei Kompaktkameras weit verbreiteten 1/2,3-Zoll-Format mit einer Größe von 6,17 x 4,55 Millimetern nimmt Fotos mit einer maximalen Auflösung von 18,2 Megapixeln auf.

Das Objektiv der WX100 verfügt über einen großen Brennweitenbereich. Umgerechnet ins Kleinbildformat reicht er von 25 bis 250 Millimeter. Die Linse bewegt sich schnell und der Autofokus arbeitet ebenfalls sehr zügig. Ein optischer Bildstabilisator hilft bei großen Brennweiten und längeren Belichtungszeiten dabei, ein Motiv ohne Unschärfen einzufangen.

Dreht der Nutzer während der Aufnahmebereitschaft am Vier-Wege-Steuerring, verstellt er das Aufnahmeprogramm. Zur Auswahl stehen neben einer "intelligenten" und einer "überlegenen" Automatik auch eine Programmautomatik, 15 Szenenprogramme, ein 3D-Modus sowie neun Effektprogramme.

Sony Cybershot WX100 im Test

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Sehr kleine und leichte Kompaktkamera. (Bild: netzwelt)

Der 2,7 Zoll große Bildschirm der WX100 dient als Sucher und zur Bildkontrolle. Er verfügt über eine Auflösung von 460.800 Pixeln. Die Anzeige ist damit weniger genau in der Darstellung als andere Displays und stark blickwinkelabhängig. Bereits bei einem Betrachtungswinkel von etwa 30 Grad verschlechtert sich das Bild deutlich.

Bedienung mit Fingerspitzengefühl

Die Bedienung der Sony Cybershot WX100 erfolgt mit den Fingern der rechten Hand - mit ihnen erreicht der Nutzer alle Tasten, Knöpfe und Schalter. Die linke Hand benötigt der Fotograf nur um die Kamera zu stabilisieren und sicherer zu halten.

Der Einschaltknopf, der Auslöser und die Zoomwippe befinden sich auf der Oberseite der Kamera. Auf der Rückseite findet der Nutzer neben einer extra Aufnahmetaste noch einen Schieberegler, bei dem man leicht die Mittelstellung überspringt. Mit ihm legt der Nutzer fest, ob die Kamera Fotos, Videos oder ein Schwenk-Panorama aufnimmt. Im Foto-Modus genügt es aber auch, die extra Aufnahmetaste zu drücken, um bewegte Bilder festzuhalten.

Der Vier-Wege-Steuerring dient wie erwähnt zur Auswahl des Aufnahmeprogramms, aber auch zur Navigation in den Menüs, und bietet direkten Zugriff auf das Blitzlicht, den Selbstauslöser, die Bild-Frequenz und die Menge der auf dem Display angezeigten Informationen. Darunter befinden sich noch eine Lösch-Taste sowie Knöpfe zum Starten von Menü und Bildwiedergabe.

Wie bei Sony üblich erscheint nach dem Druck auf die "Menu"-Taste zuerst eine Seitenleiste, in der sich relativ schnell verschiedene Aufnahmeeinstellungen wie die Lichtempfindlichkeit, der Weißabgleich oder die Bildgröße anpassen lassen. Ins bildschirmfüllende Hauptmenü gelangt der Nutzer über den Werkzeugkasten am unteren Ende der Menü-Leiste.

Viele Pixel auf kleiner Fläche

18,2 Megapixel sind eine große Herausforderung für den kleinen Bildsensor. Im Ergebnis zeigt sich, dass der Bildprozessor die Auswirkungen der zu dicht gedrängten Pixel nur bedingt korrigieren kann. Die Aufnahmen der Sony Cybershot WX100 weisen zwar natürlich wirkende Farben und eine hohe Detailgenauigkeit auf, wer jedoch genau hinschaut, entdeckt, dass die Konturen unscharf und ausgefranst sind.

Kontraste setzt die WX100 angenehm um, neigt aber dazu, einzelne Bereiche zu stark zu belichten. Ab einer Lichtempfindlichkeit von ISO 400 fallen deutliche Störungen in farbigen Flächen auf, ab ISO 800 ist das gesamte Foto vom Bildrauschen betroffen. Ab ISO 3.200 fallen die Störungen auch in einer verkleinerten Ansicht auf und zudem verfälschen die Farben. Spätestens mit ISO 6.400 werden die Aufnahmen unbrauchbar.

Sony Cybershot WX100 Testbilder

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Zimmerbeleuchtung ein, Blitzlicht aus: ISO 100, Blende 3.3, 1/13 Sekunde - 25 Millimeter. (Aus technischen Gründen auf 4000 Pixel Breite verkleinert, Bild: netzwelt)

Videos nimmt die kleine Cybershot WX100 in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Die Filme verfügen über natürlich wirkende Farben und eine bessere Bildqualität als die Fotos. Der optische Bildstabilisator sorgt für einen ruhigen Bildausschnitt. Der automatische Weißabgleich reagiert schnell auf Veränderungen in der Beleuchtung, der Autofokus sorgt in der Regel zügig für ein scharfes Bild und das Mikrofon liefert einen gut verständlichen Ton.

Kreditkartengröße und kein externes Ladegerät

Das Gehäuse der Sony Cybershot WX100 besteht aus Kunststoff und ist gut verarbeitet. Nur die Abdeckung über dem Lithium-Ionen-Akku und der SD-, SDHC-, oder SDXC-Speicherkarte gerät beim Schließen gelegentlich in Schieflage.

Das Gehäuse weicht nur um wenige Millimeter vom Kreditkartenformat ab und lässt sich je nach Handgröße unterschiedlich sicher halten. Mit etwas Glück findet der Daumen aber noch einen Ablageplatz auf der Rückseite, so dass die Kamera sich fest greifen lässt.

An der rechten Seite der WX100 befindet sich ein HDMI-Anschluss. Zusätzlich hat Sony noch einen USB-Anschluss an die Unterseite gelegt. Über diesen lädt der Fotograf mithilfe eines Netzteils auch den Akku umständlich direkt in der Kamera auf. Ein externes Ladegerät verkauft Sony für 49 Euro zusätzlich.

Fazit

Sony bietet mit der Cybershot WX100 zwar keine Kamera für Spione an, aber trotzdem empfiehlt sich die winzige Digitalkamera für Fotografen, die nicht viel Platz in der Hosentasche oder Handtasche haben. Das Objektiv mit seinem zehnfachen Zoom ist eine schöne Zugabe. Im Gegenzug darf der Benutzer nicht zu große Finger haben, sonst kann er die Kamera nicht bedienen. Die Bildqualität bewegt sich im üblichen Kompaktkamera-Rahmen.

Sony verkauft die Cybershot WX100 im firmeneigenen Webshop für 249 Euro. Andere Online-Händler bieten die Kamera schon für rund 220 Euro an.

Andere Kompaktkameras, wie die Olympus SZ-31MR, die Sony Cybershot HX20V oder die Canon Powershot SX240 HS stecken zwar in einem größeren Gehäuse, bieten dafür aber auch einen deutlich größeren Zoombereich.

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Sony hat mit der Cybershot WX100 eine Kompaktkamera für alle im Angebot, die nicht viel Platz für sie haben. Der Fotoapparat im Kreditkartenformat bietet aber trotzdem einen zehnfachen Zoom. Erfahren Sie mehr im Test.

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Sony Cybershot WX100 im Test
Sony Cybershot WX100 im Test
Sonys Cybershot WX100 kann sich hinter einer Kreditkarte verstecken und trotzdem verfügt die Kamera über einen zehnfachen Zoom.
http://www.netzwelt.de/news/93694-sony-cybershot-wx100-test.html
2012-09-16 09:35:11
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/spieler-pes-2012-zwischen-verschiedenen-ligen-nationalteams-waehlen-bild-konami8157.jpg
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