Einstellung Ende des Monats

Apples Musiknetzwerk: Es hat sich "ausgepingt"

Apple macht iTunes schlanker und beendet sein Musiknetzwerk Ping. Der Dienst ermöglichte den Austausch mit Künstlern und Nutzern, brachte Apple aber offenbar nicht den erhofften Erfolg ein.

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Schluss, Aus, Ende: Apple stellt Ping Ende September ein. (Bild: Screenshot iTunes)
Schluss, Aus, Ende: Apple stellt Ping Ende September ein. (Bild: Screenshot iTunes)

"Ping ist ab dem 30. September nicht mehr verfügbar", vermeldet Apple bei Anmeldung im eigenen Musiknetzwerk in iTunes. Damit zieht das Unternehmen aus Cupertino die Reißleine bei dem bisher recht erfolglosen Dienst, der es ermöglichte, Musikern zu folgen, sich mit anderen iTunes-Fans zu vernetzen und Aktivitäten per Twitter zu veröffentlichen.

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Meldungen, dass Apple Ping einstellen würde, machten schon seit Längerem die Runde. Mitte des Jahres verlautete das zum Wall Street Journal gehörende Technikblog All Things Digital, dass das Musiknetzwerk mit der kommenden iTunes-Version verschwinden würde und nicht mehr in iOS 6 zur Verfügung stehe.

"Das ist nichts, wo ich viel Energie reinstecken möchte"

All Things Digital urteilte seinerzeit, dass Ping zu wenig Vernetzungsmöglichkeiten angeboten habe und über die Anbindung an iTunes auch zu kommerziell ausgerichtet sei. Eine Facebook-Schnittstelle stand etwa nie zur Verfügung. Etwaige Planungen über eine Zusammenarbeit der Unternehmen bei Ping sind abgebrochen worden.

Apple-Chef Tim Cook sagte zu Ping in einem Interview:  "Wir haben Ping ausprobiert, und ich denke, dass die Kunden abgestimmt haben und gesagt haben 'Das ist nichts, wo ich viel Energie reinstecken möchte'."

Kommt ein Webradio-Dienst?

Ob Ping auch eingestellt wurde, um iTunes übersichtlicher zu gestalten, kann nur spekuliert werden. Das neue iTunes soll jedenfalls schlanker werden, ein neues Design und eine tiefergehende iCloud-Anbindung erhalten.

Was an die Stelle von Ping tritt, ist ebenfalls unklar. Im Vorfeld der Keynote zur Vorstellung des iPhone 5 vermuteten Journalisten und andere Branchenbeobachter, Apple starte einen Webradio-Dienst, der es ermögliche, kostenlos iTunes-Musikstücke zu hören. Ob dieser Service tatsächlich kommt, steht in den Sternen. Mit einem Webradio in iTunes könnte Apple versuchen, der Konkurrenz der Streaming-Dienste Paroli zu bieten. Auf der Keynote war von solch einem Angebot aber keine Rede.

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