Innovative Techniken im bewährten Design
Nokia Lumia 920 im Kurztest: Hoffnungsträger mit Windows Phone 8
Nokia meldet sich mit dem Lumia 920 im Kampf um den Smartphone-Thron zurück. Im Wettstreit mit iPhone und Android will Nokia durch innovative Techniken wie drahtloses Aufladen, ein supersensibles Display und seiner PureView-Kamera punkten. Netzwelt verrät im Kurztest wie die Chancen des finnischen Handy-Herstellers auf ein Comeback mit dem Lumia 920 stehen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Wertarbeit hat ihren Preis
- 2Schärfer als Apples Retina-Display
- 3Bedienbar mit Handschuh oder Fingernagel
- 4Gorilla Glass
- 5PureView Phase zwei
- 65-Achsen-Bildstabilisator
- 7LTE mit an Bord
- 8Fazit
Auf einer Pressekonferenz in New York enthüllte Nokia sein neues Flaggschiff-Modell Lumia 920. Netzwelt nahm parallel dazu auf einer Nokia-Veranstaltung in Berlin das Gerät in Augenschein. Da Windows Phone 8 noch immer nicht final vorgestellt wurde, standen dabei statt der Software Design, Verarbeitung und Hardware im Vordergrund.
Beim Design orientiert sich der Hersteller an den bisherigen Highend-Modellen Lumia 800 und Lumia 900. Das Gehäuse besteht wie gehabt aus dem Kunststoff Polycarbonat. Je nach Farbvariante ist die Oberfläche anders verarbeitet: Das weiße, rote und gelbe Nokia Lumia 920 besitzen eine glänzende Oberfläche ähnlich dem Samsung Galaxy S3 - allerdings nicht ganz so glatt und rutschig. Das graue und das schwarze Modell dagegen bieten eine raue Oberfläche, wie sie auch das Lumia 900 aufweist.
Wertarbeit hat ihren Preis
Bei der Verarbeitung des Gehäuses hat Nokia viel Wert auf Langlebigkeit gelegt. "Das Gerät soll in Würde altern", betonte Stephan Schwarz Nokias Head of Product Management für Nordeuropa in Berlin immer wieder. So wurde das Polycarbonat durchgefärbt. Das Färbungsverfahren soll sicherstellen, dass Kratzer nicht so schnell sichtbar werden. Lautstärkewippe, Power- und Kamera-Knopf sind zudem aus Keramik anstatt aus Kunststoff gefertigt.
Nokia Lumia 920 Kurztest
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Bild vergrößern Nokia erweitert die Lumia-Familie um die Modelle Lumia 820 (links) und Nokia 920 (rechts). Beide Modelle sollen noch in diesem Jahr in Deutschland erscheinen. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 13
Bild vergrößern Das Display lässt sich auch im Freien noch gut ablesen. Möglich wird dies durch verringerte Reflexionen. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 13
Bild vergrößern Das Display des Lumia 920 misst 4,5 Zoll in der Diagonalen. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 13
Bild vergrößern Das Design ist an das Lumia 900 angelehnt. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 13
Bild vergrößern Die Tasten des Lumia 920 bestehen aus Keramik. (Bild: netzwelt) - Bild 6 von 13
Bild vergrößern Als Betriebssystem kommt Windows Phone 8 zum Einsatz. (Bild: netzwelt) - Bild 7 von 13
Bild vergrößern Das neue Betriebssystem ist allerdings noch nicht ganz fertig und wurde deshalb in Berlin nur auszugsweise gezeigt. (Bild: netzwelt) - Bild 8 von 13
Bild vergrößern Das Lumia 920 ist allerdings etwas dicker als die Konkurrenten. (Bild: netzwelt) - Bild 9 von 13
Bild vergrößern Das Modell bietet unter anderem einen Mikro-USB-Anschluss. (Bild: netzwelt) - Bild 10 von 13
Bild vergrößern Das Lumia 920 bietet eine 8-Megapixel-Kamera mit PureView-Technologie. (Bild: netzwelt) - Bild 11 von 13
Bild vergrößern Nokia präsentierte das Lumia 920 netzwelt auf der Nokia World in Berlin. (Bild: netzwelt) - Bild 12 von 13
Bild vergrößern Nokias Stephan Schwartz präsentierte in Berlin das Lumia 920 (links) und das Lumia 820 (rechts). (Bild: netzwelt) - Bild 13 von 13
Bild vergrößern Das Nokia Lumia 920 kann einfach per Auflegen auf die Ladestation geladen werden. (Bild: netzwelt)
Die wertige Verarbeitung hat aber ihren Preis: Mit 185 Gramm ist das Nokia Lumia 920 kein Leichtgewicht, mit einer Tiefe von 10,7 Millimetern wirkt es im Vergleich zu anderen Premium-Smartphones wie dem Samsung Galaxy S3, dem HTC One X oder dem Samsung Ativ S zudem etwas klobig.
Schärfer als Apples Retina-Display
Das Display ist das eigentliche Highlight des Nokia Lumia 920. Es bietet eine Pixeldichte von 332 Pixel pro Zoll und schlägt damit sogar das Retina-Display des Apple iPhone 4S. Mit bloßem Auge werden Nutzer also auch beim neuen Lumia keinen einzelnen Pixel mehr erkennen können.
Nokia hat bei seiner PureMotion HD+ genannten Display-Technologie zudem einige Optimierungen vorgenommen: So soll das LC-Display durch eine höhere Spannung schnellere Bildwechsel ermöglichen. Auch an der Lesbarkeit des Displays im Freien wurde gefeilt. Das Lumia 920 soll Nokia zufolge nicht so stark reflektieren wie andere Smartphones.
Bedienbar mit Handschuh oder Fingernagel
Des Weiteren merzt Nokia beim Display des Lumia 920 einen wesentlichen Schwachpunkt von aktuellen Smartphones aus: Durch eine deutlich höhere Touch-Sensibilität ist es möglich das Gerät nur mit dem Fingernagel zu bedienen. Auch mit Handschuhen können Lumia 920-Besitzer ihr Smartphone steuern. Beim iPhone oder aktuellen Android-Handys ist dies nur mit Spezial-Handschuhen oder speziellen Werkzeugen möglich. Hinter dieser Innovation steckt die Clear Pad Series 3-Technik von Synaptics. Einem Spezialisten für Toucheingaben.
Theoretisch ist die Technologie sogar in der Lage, Eingaben von bis zu zehn Fingern zu verarbeiten. Ob Nokia dies etwa für eine Gestensteuerung des Smartphones nutzen wird, blieb in Berlin aber offen.
Gorilla Glass
Darüber hinaus integriert Nokia weitere neue Techniken in den Bildschirm: Mit Gorilla Glass 2.5 kommt beim Lumia 920 bereits die dritte Generation des widerstandsfähigen Displayglases zum Einsatz. Es soll bei Stürzen besser als bisher gegen Verformungen schützen. Auf Wunsch vieler Nutzer ist das Displayglas anders als beim Lumia 900 nun wieder abgerundet, was das Bedienkonzept von Windows Phone haptisch unterstützen soll.
Testbericht: Nokia Lumia 920
Mit dem Nokia Lumia 920 gelingt dem finnischen Handyhersteller das, worauf Fans seit Langem warten. Das Modell ist endlich ein würdiger Konkurrent für Galaxy S3, iPhone 5 und Co. ~ Jan Kluczniok
Kompletten Testbericht lesen oder Video anschauen

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Beiträge
insgesamt 2 Beiträge@BerndK: Das ist ein Kurztest, der einen ersten Eindruck vom Gerät vermittelt. Wir hatten Gelegenheit das Lumia 920 in Berlin in die Hand zu nehmen. Wie du sicherlich auch an den Beschreibungen zur Haptik merkst. Das...
Für einen Test ist zumindest erforderlich, dass der Tester selbst Hand an das Gerät anlegen konnte und sich von der Funktion überzeugt hat. Ist das der Fall?