AntiSec-Veröffentlichung

iOS-Leak: FBI dementiert Datendiebstahl (Update)

Das Hacker-Kollektiv AntiSec hat eine Datei mit einer Million IDs von Apple iOS-Geräten veröffentlicht. Das Dokument soll von einem FBI-Notebook stammen. Doch der Geheimdienst dementiert.

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iPhone 4S: Hacker veröffentlichten eine Liste mit Daten von iOS-Geräten. (Bild: netzwelt)
iPhone 4S: Hacker veröffentlichten eine Liste mit Daten von iOS-Geräten. (Bild: netzwelt)
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Das Update vom 5. September finden Sie am Ende des Artikels.

Die Hacker verfügen nach eigenen Angaben über weit mehr als die Menge der veröffentlichten Daten. So soll die von einem Dell Vostro-Notebook eines FBI-Agenten entwendete Liste mehr als 12 Millionen Datensätze mit iOS-Geräten aufweisen. Der Zugriff war nach Angaben von AntiSec über eine Java-Schwachstelle möglich. Links zum Download der Datei wurden auf Twitter veröffentlicht.

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Die Datei enthalte sowohl die Geräte-ID von iOS-Geräten, auch Unique Device Identifier (UDID) genannt, Nutzernamen, Gerätebezeichnungen, Art des Gerätes, Tokens für Apples Push Notification Service, Postleitzahlen, Rufnummern, Adressen und andere Daten, so AntiSec. Allerdings sei die Liste unvollständig. In der jetzt veröffentlichten Datei wurden die persönlichen Angaben entfernt.

Keine Reaktion von Apple

Was Cyberkriminelle mit der Liste anfangen können, ist unklar. Generell ist es möglich, über die UDID auch an Nutzerinformationen zu gelangen. Einem Sicherheitsexperten gelang es etwa, weitere Daten über die UDID abzufragen, etwa E-Mail-Adressen und auch Facebook- und Twitter-Nutzerdaten.

Die UDID wird etwa von App-Entwicklern zur Feststellung des Anwenders benutzt. Apple selbst rät von der Nutzung der UDID ab, hat sich zum aktuellen Fall aber noch nicht geäußert. Was das FBI die Daten nutzt und wie der Geheimdienst an die Informationen gelangte, ist unklar. AntiSec vermutet aber, dass das FBI die Informationen zur Überwachung einsetze. 

Update 5. September: Dementi vom FBI

Der Veröffentlichung von Daten aus iOS-Geräten durch die Hackergruppe AntiSec ist das Dementi des FBI gefolgt. Man kenne zwar Berichte, nach denen die Informationen von einem Notebook eines Mitarbeiters stammen würden. Der Geheimdienst teilte aber weiter mit, dass es keine Anzeichen gebe, dass ein Laptop kompromittiert worden sei. Außerdem habe man die iOS-Dasten weder gesucht noch erhalten.

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