Nach erneuter Kritik
Kinderarbeit: Samsung bestreitet Vorwürfe
Erneut muss sich Samsung Kinderarbeit vorwerfen lassen. Dem Spiegel liegt ein neuer Bericht der Nichtregierungsorganisation China Labor Watch vor, in dem von minderjährigen Fabrikarbeitern die Rede ist. Samsung bestreitet die Beschäftigung von unter 16-Jährigen.
Anfang August veröffentlichte die Nichtregierungsorganisation China Labor Watch den ersten Bericht zu den Arbeitsbedingungen beim Samsung-Zulieferer HEG Electronics. Die Ergebnisse waren erschreckend. Die Undercover-Ermittler bescheinigten den Fabriken des Unternehmens "schlimmere Zustände als bei Apple".
Verträge mit Schulen?
Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in einer Vorabmeldung bekannt gibt, soll in Kürze ein weiterer Bericht der Organisation folgen, in dem speziell auf die minderjährigen Arbeitskräfte bei HEG Electronics eingegangen wird.
China Labor Watch zufolge wurden in drei Fabriken des Zulieferers Kinder unter 16 Jahren bei der Arbeit entdeckt, die angeblich von ihren Lehrern gezwungen wurden, für HEG Electronics zu arbeiten. Wer sich verweigere, erhalte kein Abschlusszeugnis, heißt es. Verträge zwischen Schulen und dem Zulieferer würden den Bildungseinrichtungen zudem Geld für die Vermittlung von Kindern versprechen.
Samsung bezieht Stellung
Erneut äußerte sich nun Samsung zu den Vorwürfen und veröffentlichte seine eigenen Untersuchungsergebnisse. Dabei habe man keine Arbeiter unter 16 Jahren gefunden. Die anwesenden unter 18-Jährigen seien alle in legalen Arbeitsverträgen gewesen.
Allerdings hätten die Kontrolleure einige Sicherheitsmängel in den Fabriken entdeckt und gesundheitliche Bedenken geäußert. Diesen Problemen will Samsung nun nachgehen. Bis Ende September plant der Hersteller alle 105 Fabriken in China zu überprüfen und weitere Richtlinien in die Verträge mit den Zulieferern einzubauen.
Außerdem wird Samsung der Electronic Citizenship Coalition (EICC) beitreten, einer Koalition aus führenden Elektronikunternehmen, der auch Apple und LG angehören. Auch diese beiden Unternehmen genauso wie Motorola wurden von China Labor Watch wegen der Arbeitsbedingungen bei ihren Zulieferern kritisiert. Die EICC soll die regelmäßige Prüfung der chinesischen Fabriken übernehmen.


Foxconn-Mitarbeiter sollen künftig bis zu 25 Prozent mehr verdienen. Auch die Überstunden sollen reduziert werden. Dies könnte eine Reaktion auf die verstärkten Kontrollen durch Apple sein.
Apple und Foxconn wollen die Startkosten für verbesserte Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken untereinander aufteilen. Noch ist unklar, wer welchen Anteil übernimmt.
Schlechte Arbeitsbedingungen bei Samsung, LG und Motorola. Die soziale Organisation China Labor Watch hat Kinderarbeiter bei einem chinesischen Zuliefererbetrieb der Hersteller entdeckt. Die Arbeitsbedingungen seien sogar "schlechter als bei Apple." Samsung wird nun ein Ermittler-Team in den fraglichen Betrieb senden.
Berichte über Fertigungsmängel am iPhone 5 häufen sich, weshalb Apple inzwischen von Zulieferer Foxconn höhere Qualitätsstandards forderte. Dies sorgte nun für einen Arbeiterstreik. Tausende Fabrikarbeiter wehrten sich gegen die zu hohen Anforderungen.
Foxconn hat gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigt, Kinder in einer Fabrik beschäftigt zu haben. Es soll sich jedoch um einen Einzelfall handeln.
Das iPhone 5 sorgt für schlechtere Arbeitsbedingungen bei Foxconn. Dies ergibt eine Untersuchung des Economic Policy Institute. Außerdem komme die Fair Labor Association ihrer Aufgabe nicht nach, die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Fabriken zu verbessern.
Schlechte Arbeitsbedingungen gibt es nicht nur bei IT-Unternehmen in China, sondern auch in Ungarn. Eine Studie soll nun die niedrigen Löhne und Gesundheitsrisiken, denen sich ungarische Arbeiter bei Nokia und Samsung ausgesetzt sehen, belegen.





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insgesamt 4 Beiträgeich hab erst neulich ne Doku über Biofleisch geschaut und der eine Landwirt meinte halt das man sich von der Illusion verabschieden sollte, "das man alles so rationalisieren kann und super billig machen, ohne das die...
Ohne schlecht bezahlte Fronarbeit, teilweise mit Kindern, können die auch in China diese Preise nicht halten :dow:
Zitat: ... bei sehr vielen firmen ... Um so wichtiger ist es, darauf hinzuweisen. Du hast Recht! Danke für deine Ergänzung.
mal ehrlich. das hat es bei sehr vielen firmen. oft auch indirekt weil es denen egal ist was die zuliferer machen.