Sie sind hier:
 

3D und 4K in Übergröße: Die Fernseher-Trends der IFA 2012
Zusammenfassung der Highlights

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Größer, schärfer und in 3D - die bekannten Fernseher-Trends sind auch die neuen auf der IFA 2012. In Berlin zeigten Sony, Panasonic, Sharp und Toshiba beeindruckende 4K-Fernseher in Übergröße. Aber auch kleinere TV-Geräte wussten zu begeistern - netzwelt fasst die Highlights zusammen.

Smart TVs und 3D sind inzwischen Standard in der Fernseher-Welt der IFA. Die großen Wow-Effekte bleiben in diesem Jahr den OLED- und 4K-Fernsehern vorbehalten. Netzwelt stellt Ihnen die Highlights vor.

Nicht nur die 4K-Fernseher konnten auf der IFA in Berlin überzeugen.

Wie in jedem Jahr erhielten die Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin besondere Aufmerksamkeit. Alle wichtigen Hersteller waren vertreten und präsentierten ihre neuesten Modelle. Eine Weltpremiere feierte Sony mit der Veröffentlichung eines neuen 84-Zoll-Fernsehers mit 4K-Auflösung.

Hochauflösend: Neuer 4K-Fernseher von Sony

Abgesehen von drei neuen Smartphones, einem neuen Tablet und weiteren Hybrid-PCs enthüllte Sony auch seinen ersten eigenen Bravia 4K-Fernseher. 213 Zentimeter misst die Bildschirmdiagonale des Flachbildschirms. Die Auflösung entspricht vier Mal Full-HD was 3.840 x 2.160 Pixel pro Zoll (52 ppi) entspricht. Gleich mehrere Geräte seines 84-Zoll-Fernsehers zeigte Sony auf der IFA und demonstrierte unter anderem seine Split-Screen-3D-Technologie für die PlayStation 3 - SimulView. Durch diese können zwei Spieler den gleichen Bildschirm nutzen, sehen aber mithilfe der 3D-Brillen nur das eigene Bild.

Ein kurzer Test auf der Funkausstellung zeigt: Das System funktioniert beeindruckend gut, solange der Nutzer mit dem Bildschirm auf Augenhöhe bleibt. Durch die 4K-Auflösung wird zudem auch das dreidimensionale Bild in HD gezeigt, wodurch Schlierenbildungen am Rand und Unschärfen, die bei geringer aufgelösten 3D-Effekten bekannt sind, nicht auftreten. Im Frühjahr 2013 soll der Riesen-Bravia in den Läden stehen. Der Preis ist jedoch noch nicht bekannt.

Sony präsentierte auf seinem neuen 4K-Fernseher auch die 3D-Split-Screen-Technik für die PlayStation 3.

Farbbrillianz: 55-Zoll-OLED-Fernseher von LG

Wie schon auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas präsentierte LG seinen 55 Zoll großen OLED-Fernseher in Berlin. Die Technologie, die bisher vor allem bei kleineren Displays zum Einsatz kommt, soll für mehr Farbbrillianz und ein tieferes Schwarz sorgen. Alleiniger Vorreiter ist LG hier jedoch nicht mehr, denn auch Samsung stellte ein entsprechendes Gerät vor.

Mit vier Millimetern ist der Fernseher dünner als ein iPhone. Um das schlanke Gehäuse zu ermöglichen, sind zentrale technische Teile des Geräts in den Standfuß des Fernsehers oder wahlweise in eine Set-Top-Box ausgelagert. Zwischen Oktober und November soll der Fernseher für 8.000 bis 10.000 Euro auf den Markt kommen. Gesteuert wird mit der Magic Remote von LG, die ähnlich wie die Wii Remote von Nintendos Wii funktioniert.

Dünner als ein iPhone: LG zeigt auf der IFA einen 55-Zoll-OLED-Fernseher.

Enttäuschende Auflösung: 90-Zoll-LED-Fernseher von Sharp

Sharp brachte seinen bereits in Las Vegas präsentierten 8K-Fernseher nach Berlin mit. Das Gerät verfügt über eine Bildschirmdiagonale von 85 Zoll und 16-fache HD-Auflösung. Allerdings handelt es sich bei dem Modell noch um einen Prototypen, der zudem auf der IFA nur in einer dunklen Kammer gezeigt wurde.

Bei Messelicht konnten sich IFA-Besucher hingegen den neuen übergroßen LED-Fernseher mit 90 Zoll großem Bildschirm anschauen. Allerdings enttäuscht die Auflösung des Geräts. Diese ist mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf Full-HD beschränkt. Speziell im Vergleich zu den 4K-Modellen wirkte das Bild auf der Messe daher sehr grob und selbst auf einige Meter Entfernung verpixelt. 3D-Effekt und Internetverbindung gehören ebenfalls zum Funktionsspektrum des Modells. In den USA kostet der Fernseher knapp 11.000 US-Dollar. Ein Starttermin für Europa ist noch nicht bekannt.

Sharp präsentierte auf der IFA einen 90 Zoll großen LED-Fernseher.

Spezielles Design: Reference ID von Loewe 

Im Vergleich zur Konkurrenz stehen beim Hersteller Loewe weniger die technischen Spezifikationen der Fernseher im Vordergrund, sondern mehr das Design - eindeutig zu erkennen beim neuesten Modell des Herstellers, dem Reference ID.

Das Modell gibt es mit 40-, 46- und 55-Zoll-Bildschirmdiagonale und Full-HD-Auflösung. Der LCD-Fernseher gibt 3D-Inhalte wieder und integriert das speziell konzipierte Entertainment-System des Herstellers. Die Musikleistung des Soundsystems beträgt 160 Watt.

Davon abgesehen können Interessierte das Äußere ihres Reference ID individuell gestalten lassen. Alle geeigneten Materialen, Muster und Farben sind individuell auswählbar und werden speziell angefertigt. Die Preise beginnen bei 5.500 Euro.

Der Loewe Reference ID beeindruckt vor allem durch sein Design.

4K-Fernseher: 84 Zoll UD TV von LG

Auch LG hatte auf der IFA einen 4K-Fernseher im Gepäck, den der Hersteller ebenfalls bereits im Januar in Las Vegas zeigte. Die Bildschirmdiagonale misst genauso wie das Modell von Sony 84 Zoll. Die Abkürzung UD steht bei LG für den Begriff Ultra Definition, der bei Geräten des Herstellers die 4K-Auflösung bezeichnet.

Auf der Messe begeisterte vor allem der 3D-Effekt des Modells. Durch die hohe Auflösung traten wie beim Konkurrenten von Sony beim Blick durch die Shutter-Brille keine Unschärfen und Verschmierungen an den Rändern auf.

Allerdings wurden die gezeigten Inhalte mit einer speziellen Kamera gedreht. Nicht gezeigt wurden hingegen hochskalierte, "normale" Fernsehbilder. Wie bei allen 4K-Fernsehern besteht auch bei dem Modell von LG das Problem, dass es noch keine Inhalte gibt, die die hohe Auflösung unterstützen. Der UD 3D TV soll im Dezember auf den Markt kommen. Preislich wird er zwischen 15.000 und 20.000 Euro liegen.

LG zeigte genau wie Sony einen 84-Zoll-4K-Fernseher.

Series 9: LED-Fernseher von Samsung

Samsung zeigte in seinem Ausstellungsbereich auf der IFA den neuesten Spross seiner LED-TV Series 9. Das Modell besitzt eine Bildschirmdiagonale von 75 Zoll mit HD-Auflösung. Alle Funktionalitäten des Vorgängers, der bereits in Las Vegas auf der CES gezeigt wurde, sind ebenfalls vorhanden. Er besitzt also Smart TV-Funktionalität und ist mit einer Kamera ausgestattet. Diese ermöglicht unter anderem die Bewegungssteuerung des Fernsehers. Das Gerät ist ab sofort erhältlich für eine unverbindliche Preisempfehlung von 7.999 Euro.

Der neue LED-Fernseher von Samsung ist 75 Zoll groß.

Intensive Farben: Bundesliga-Fernseher von Grundig

Grundig präsentiert auf der IFA einen Fernseher, der weniger durch seine technische Rafinesse, denn durch sein zusätzliches App-Angebot Käufer anlocken soll. Erhältlich ist das Modell mit einer Bildschirmdiagonale von 40 oder 46 Zoll. Der eingebaute Picture Intensifier-Prozessor soll dabei für eine besonders naturgetreue Farbdarstellung sorgen.

Der Bundesliga-Fernseher unterstützt die Wiedergabe von 3D-Inhalten und bietet die üblichen Smart TV-Funktionen. Hinzu kommen auf Fußball-Fans zugeschnittene Angebote, wie beispielsweise die Kicker-App. Der Preis liegt zwischen 700 und 1.000 Euro.

Durch den neuen Prozessor im Bundesliga-Fernseher von Grundig soll das Spielgeschehen noch farbintensiver wirken.

Beeindruckendes Display: 55-Zoll-OLED-Fernseher von Samsung 

Das Konkurrent LG als einiziger Hersteller einen 55 Zoll großen OLED-Bildschirm präsentiert, wollte Samsung natürlich nicht auf sich sitzen lassen und zeigt auf der IFA ebenfalls seinen Bildschirm mit den organischen Leuchtdioden.

Samsung stattet seinen Fernseher jedoch neben 3D und Smart TV-Funktionalität zusätzlich mit der MultiView-Technologie aus. Diese funktioniert wie Sonys SimulView und ermöglicht zwei Personen auf dem gleichen Bildschirm unterschiedliche Inhalte zu sehen. Der Ton kommt dabei über kleine Lautsprecher, die in den zugehörigen 3D-Brillen integriert sind. Ende des Jahres wird der Fernseher herauskommen. Ein Marktpreis liegt allerdings noch nicht fest.

Der 55-Zoll-OLED-Fernseher von Samsung soll Ende des Jahres herauskommen.

3D ohne Brille: 55-Zoll-Fernseher von Toshiba

Toshibas 3D-Bildschirm ohne Brille feierte auf der IFA Europa-Premiere. Genau wie Anfang des Jahres in Las Vegas ist jedoch weiterhin weder Preis noch Release-Termin des Fernsehers bekannt. Außerdem zeigt der brillenlose 3D-Effekt des Bildschirms immer noch die gleichen Probleme wie im Januar bei der CES.

Der mit dem Auge wahrnehmbare 3D-Effekt ist minimal und der Winkel, in dem das dreidimensionale Bild gut zu erkennen ist, gering. Praktisch sind die Hologramme am oberen Bildschirmrand, die dem Betrachter zeigen, wann er optimal sitzt oder steht.

Im Vergleich zur Präsentation auf der CES gab es keine großen Veränderungen bei Toshibas 3D-Fernseher ohne Brille.

9000er Serie: LED-Fernseher von Philips 

TP Vision zeigte in Berlin zwei neue Fernseher der Philips 9000er Serie. Es stehen zwei Modelle zur Auswahl. Einmal mit 46-Zoll-Bildschirmdiagonale und einmal mit 60-Zoll-Bildschirmdiagonale. Die Micro Dimming-Technologie soll darüber hinaus für ein kontrastreiches Bild sorgen.

Auch 3D-Inhalte geben die beiden Geräte von Philips wieder. Darüber hinaus wurde die Ambilight-Technologie verbessert. Die beiden Smart LED-Fernseher werden in den nächsten Wochen in den Läden stehen und sind ab 2.200 Euro erhältlich.

Philips neue Fernseher werden in den nächsten Wochen erhältlich sein.

Monitor-Fernseher-Mix: Personal Smart TV von LG

Bereits im Vorfeld der IFA kündigte LG die Veröffentlichung eines neuen Modells seiner Personal Smart TV-Reihe an. Der Smart TV ist mit IPS-Technologie ausgestattet und im Cinema Screen-Design gestaltet. Auch 3D-Inhalte kann der 27 Zoll große Bildschirm anzeigen. Die Auflösung beträgt 1.920 x 1.080 Pixel. Der Mix aus Monitor und Fernseher lässt sich mit LGs Magic Remote genauso wie mit Tastatur und Maus steuern. Innerhalb der nächsten Wochen wird das Gerät auf den Markt kommen.

Der Personal Smart TV lässt sich auch mit Maus und Tastatur steuern. (Quelle: LG)

Neue Größe: 60-Zoll-LED-Fernseher von Panasonic

Panasonic zeigte auf der IFA seinen mit 60 Zoll bisher größten LED-Fernseher. Wie netzwelt auf der Messe erfuhr, soll das Gerät demnächst aufgrund der großen Nachfrage auch in Deutschland erhältlich sein. Das Gerät kann wie alle Highend-Modell der IFA auch 3D-Inhalte anzeigen und verspricht 2D-zu-3D Konvertierung in Echtzeit. Genauso lässt sich mit dem Premium-Modell im Internet surfen. Einen Preis nannte der Hersteller auf der Messer allerdings noch nicht.

Panasonic zeigte einen LED-Fernseher mit 60 Zoll großem Bildschirm.

Quad Full HD: 84-Zoll-4K-Fernseher von Toshiba

Nicht zum ersten Mal zeigte auch Toshiba seinen 4K-Fernseher in Berlin. In diesen ist die sogenannte Cevo Engine integriert, die die Leistungsstärke des Geräts garantieren soll. Sie sorgt beispielsweise für das Hochskalieren von schlechter aufgelösten Bildinhalten auf Toshibas Quad Full HD-Niveau. Ein Preis für Toshibas 84 Zoll großen Fernseher steht weiterhin nicht fest, wird jedoch sicherlich im Rahmen der Konkurrenz liegen. Der Verkaufsstart ist für 2013 angekündigt.

Toshiba präsentierte erneut seinen 4K-Fernseher mit Cevo-Engine.

Beeindruckende 145 Zoll: 8K-Fernseher von Panasonic

In Kooperation mit dem japanischen Rundfunksender NHK hat Panasonic den 8K-Fernseher entwickelt. Gigantische 145 Zoll misst die Bildschirmdiagonale des Fernsehers. Bei so einer Größe wird schnell deutlich, was die hohe Auflösung (7.680 x 4.320 Pixel) speziell bei übergroßen Displays leisten kann. Die Schärfe des Bildschirms war atemberaubend.

Bei dem Fernseher handelt es sich allerdings um einen Prototypen. Einen Blick ist der Riesen-Fernseher natürlich trotzdem Wert. Als weniger eindrucksvoll erwies sich hingegen der 103 Zoll große 3D-Fernseher von Panasonic. Auch hier soll der Betrachter die drei Dimensionen ohne Brille genießen können. Vor dem Bildschirm zeigte sich jedoch, dass es vor dem Riesen-Fernseher noch schwieriger ist den richtigen Winkel zu finden, als vor dem kleinen Modell von Toshiba. Wie bei dem 55-Zöller fällt der dreidimensionale Effekt zudem enttäuschend gering aus.

Panasonic entwickelte den 145-Zoll-Fernseher in Kooperation mit NHK.

Weitere IFA-Highlights finden Sie hier auf netzwelt.

Kommentare zu diesem Artikel

Größer, schärfer und in 3D - die bekannten Fernseher-Trends sind auch die neuen auf der IFA 2012. In Berlin zeigten Sony, Panasonic, Sharp und Toshiba beeindruckende 4K-Fernseher in Übergröße. Aber auch kleinere TV-Geräte wussten zu begeistern - netzwelt fasst die Highlights zusammen.

Deine Meinung ist gefragt. Diskutiere im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt diskutieren!

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

Ashampoo-Download-Logo
article
35809
3D und 4K in Übergröße: Die Fernseher-Trends der IFA 2012
3D und 4K in Übergröße: Die Fernseher-Trends der IFA 2012
Auf der IFA setzen sich in diesem Jahr vor allem die Trends der CES aus dem Januar fort. Das bedeutet: 3D- und 4K-Fernseher in Übergröße. Netzwelt zeigt die Highlights.
http://www.netzwelt.de/news/93547-3d-4k-uebergroesse-fernseher-trends-ifa-2012.html
2012-09-06 16:58:54
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/nur-4k-fernseher-konnten-ifa-berlin-ueberzeugen-bild-netzwelt-16005.jpg
News
3D und 4K in Übergröße: Die Fernseher-Trends der IFA 2012