Nikon Coolpix S800c und Samsung Galaxy Camera vorgestellt

Sonntagsfrage: Wie sinnvoll sind Android-Kameras?

Mit Nikon und Samsung haben die ersten Hersteller Digitalkameras vorgestellt auf denen als Betriebssystem Android installiert ist. Die Fotoapparate versprechen eine bessere Bildqualität und mehr Gestaltungsmöglichkeiten als Smartphones, bringen die Fotos aber trotzdem direkt ins Internet.

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Android-Kamera: Nikon Coolpix S800c. (Bild: Nikon)
Android-Kamera: Nikon Coolpix S800c. (Bild: Nikon)

Nikon startet als erster Hersteller mit Android durch

Polaroid hat auf der CES 2012 den Anfang gemacht und den Prototypen einer Android-Kamera gezeigt, die bis heute aber nicht auf den Markt gekommen ist. Nikon hat dann im August mit der Coolpix S800c die erste Android-Kamera vorgestellt, die ab Ende September für eine unverbindliche Preisempfehlung von 399 Euro zu kaufen sein soll.

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Was halten Sie von Digitalkameras mit Android?

1. Geh mir weg damit, die Datenkrake Google bekommt meine Fotos nicht! 2. Ich bin da traditionell: Die Kamera soll Fotos aufnehmen und mit dem Handy will ich telefonieren. 3. Ja und? Mein Smartphone ist sowieso schon meine Kompaktkamera. 4. Android-Kameras finde ich eine super Idee, dann muss ich mich nicht mehr umgewöhnen. 5. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung, aber ich warte noch bis ich mit dem Fotoapparat auch telefonieren kann. 6. Bevor auf der Kamera nicht iOS läuft, entwickele ich meine Fotos lieber noch eigenhändig in der Dunkelkammer. 7. Android? Kamera? - Ich verstehe nur Bahnhof, aber was sagen die Anderen?

Eine Woche später musste der japanische Kamera-Hersteller aber mit ansehen, wie der koreanische Konzern Samsung pünktlich zur IFA neben seinem Riesen-Smartphone Galaxy Note II auch seine erste Android-Kamera mit dem Namen Galaxy Camera und einer besseren Ausstattung vorstellte - allerdings noch ohne Termin für den Verkaufsstart oder eine Preisangabe.

Samsung hat die bessere Technik im Angebot

Nikon installiert die schon leicht angestaubte Android Version 2.3 Gingerbread, gibt den Fotografen einen 3,5 Zoll großen Touchscreen in die Hand und hält WLAN für die Internetanbindung für ausreichend. Samsung stattet seine Kamera dagegen mit dem aktuellen Android 4.1 Jelly Bean, einem 4,8 Zoll großen Touchscreen und neben WLAN wahlweise mit einem UMTS- oder LTE-Modul aus - wobei in Deutschland vorerst wohl nur die UMTS-Variante auf den Markt kommt.

Android Kamera: Samsung Galaxy Camera. (Bild: Samsung)
Android Kamera: Samsung Galaxy Camera. (Bild: Samsung)

Beide Kameras verfügen über einen rückseitig belichteten CMOS-Bildsensor mit der im Kompaktbereich typischen Größe von 1/2,3 Zoll, der Fotos mit einer Auflösung von 16 Megapixeln aufnimmt. Über Android-Apps besteht in den zwei Geräten die Möglichkeit die Bilder direkt zu bearbeiten.

Während die Nikon S800c über einen zehnfachen Zoom verfügt und ein GPS-Modul als Alleinstellungsmerkmal vorweist, bietet die Galaxy Camera von Samsung einen 21-fachen Zoom und soll sich zum Teil auch über Sprachbefehle steuern lassen.

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