IFA 2012

Unzertrennlich: Toshiba Satellite U920t im Kurztest

Im Reigen der kommenden Tablet-PCs mit Windows 8 geht Toshiba mit dem Satellite U920t einen eigenen Weg. Das Convertible-Ultrabook, wie Toshiba das Gerät nennt, will das Beste von Ultrabook und Tablet-PC miteinander vereinen. Klingt interessant - ein paar Schönheitsfehler hat netzwelt im kurzen Test dennoch gefunden.

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Toshiba Satellite U920t - Vielleicht nicht die Schokoladenseite am Toshiba Satellite U920t, aber definitiv mal etwas anderes: Mit einer Handbewegung wird aus dem Ultrabook ein Tablet. (Bild: netzwelt)
Vielleicht nicht die Schokoladenseite am Toshiba Satellite U920t, aber definitiv mal etwas anderes: Mit einer Handbewegung wird aus dem Ultrabook ein Tablet. (Bild: netzwelt)

In wenigen Sekunden wird aus einem Ultrabook ein Tablet-PC - diesen Trick erreicht Toshiba beim Satellite U920t mit Hilfe einer aufwendigen Mechanik, die leicht an Smartphones mit ausziehbarer Tastatur erinnert. Im Tablet-Betrieb liegen beide Gehäuse-Hälften bündig übereinander. Schiebt man nun das Display zunächst horizontal nach vorne, wird der Blick auf die ausgewachsene Tastatur frei. Kurze Zeit später kann der Nutzer das 12,5 Zoll große Display wie gewohnt neigen.

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Spiegelndes Display, saubere Mechanik

Diese Schiebemechanik hat Toshiba gut hinbekommen, die beiden Gehäusehälften gleiten widerstandslos auseinander und rasten sauber ein. Leider wirkte das Display im arretierten Zustand ein wenig labil, sodass es beim beherzten Tippen auf der Tastatur zu wackeln anfing. Bei den auf der IFA gezeigten Modellen handelt es sich jedoch noch um Vorserienausfertigungen. Was wohl bleiben wird, ist das leider stark spiegelnde IPS-Touchscreen-Display mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten, welches durch Gorilla-Glas geschützt wird.

Im Gegensatz zu Konkurrenz-Modellen wie dem ebenfalls auf der IFA offiziell vorgestellten Asus Vivo Tab oder dem Samsung ATIV Smart PC Pro sind Bildschirm und Tastatur beim Toshiba unzertrennlich miteinander verbunden. Dies hat auf der einen Seite den Nachteil, dass man unterwegs immer beide Einheiten mitnimmt und dementsprechend auch mehr Gewicht mit zu führen hat. Auf der anderen Seite ist so genügend Platz für richtig "erwachsene" Hardware-Komponenten, wie bis zu acht Gigabyte Arbeitsspeicher, Ultrabook-Prozessoren der dritten Generation von Intel, Intels HD Graphics 4000 sowie bis zu 256 Gigabyte Flashspeicherkapazität.

Auch fand Toshiba Platz für zwei USB-3.0-Anschlüsse, HDMI-Schnittstelle und SD-Kartenleser - das volle Ultrabook-Programm also. Die zwei eingebauten Kameras mit einer Auflösung von nur einem Megapixel (Front) beziehungsweise drei Megapixel (Rückseite) sind verglichen mit der Konkurrenz unterdurchschnittlich. Damit werden viele Nutzer aber sicherlich genauso leben können wie mit dem Umstand, dass man für Schnappschüsse im Tablet-Modus die Tastatur leicht herausfahren muss, da ansonsten das Gehäuse die Kamera verdeckt.

Toshiba Satellite U920t

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Der Tastenhub fällt vergleichsweise kurz aus - leider ließen sich beim Vorserienmodell auch die einzelnen Buchstaben noch tief ins Gehäuse eindrücken. Ungewöhnlich für ein Ultrabook: An der linken Gehäuse-Seite finden sich separate Tasten für die Lautstärkeregelung sowie ein Schalter, der die automatische Display-Ausrichtung ermöglicht oder unterbindet. 

Als Betriebssystem kommt Windows 8 in der 64-Bit-Variante zum Einsatz. Das Gewicht des laut Herstellerangaben 326,5 x 213,0 x 19,9 Millimeter großen Toshiba Verwandlungskünstler beträgt in der schwächsten Ausstattungsvariante 1,45 Kilogramm. Der Hersteller will den ungewöhnlichen Mix aus Tablet und Ultrabook im vierten Quartal in Deutschland in den Handel bringen, Preise wurden auf der IFA in Berlin noch nicht genannt. 

Netzwelt meint

Convertibles dieser Art fordern immer eine gewisse Art der Kompromissbereitschaft von seinen Käufern. Im Falle des Toshiba-Neuzuganges besteht dieser in einem hohen Gewicht, da es nicht möglich ist, beide Einheiten voneinander zu trennen. Auch ist das Toshiba Satellite U920t mehr Ultrabook als Tablet. Vorteil: Leistung, Akkulaufzeit und Schnittstellen stehen denen eines "normalen" Ultrabooks in nichts nach. Mit Blick auf die vielen Tablet-PCs mit Windows 8 und abnehmbaren Tastatur-Docks dürfte es das Satellite dennoch schwer haben, viele Fans zu finden.

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