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Olympus Pen E-PM1 im Test - Pen Mini im Test
Olympus Pen Mini mit gleichem Bildsensor wie ihre großen Schwestern

von Jan Johannsen
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Mit dem Mini-Modell Pen E-PM1 reduziert Olympus nicht nur die Größe, sondern auch den Preis von Systemkameras. Platz für einen großen Bildsensor, Wechselobjektive und einen großen Bildschirm ist trotzdem vorhanden, gespart hat der Hersteller dagegen bei den Bedienelemente.

Bildsensor wie in den großen Systemkameras von Olympus

Olympus verbaut auch in der Pen Mini den gleichen Bildsensor wie in seinen übrigen Systemkameras. Die E-PM1 verfügt somit über einen Live-MOS-Bildsensor im 4/3-Format, der Fotos mit 12,3 Megapixeln und Videos in Full-HD-Auflösung aufnimmt. Mit seinen Kantenlängen von 17,3 x 13,0 Millimetern fällt seine Fläche deutlich größer als bei typischen Kompaktkamera-Chips aus, erreicht aber nicht die Abmessungen der APS-C-Sensoren in Spiegelreflexkameras.

Die Aufnahmen der Olympus Pen E-PM1 bieten eine hohe Detailgenauigkeit und klare Konturen. Die Farben erscheinen natürlich und Konstraste setzt die Systemkamera gut um. Es lässt sich kein Qualitätsverlust zwischen Bildmitte und Bildrand feststellen.

Bildstörungen treten erst erstaunlich spät auf. Erst bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 1.600 fallen eine grobere Körnung und ein leichtes Bildrauschen in der 1:1-Ansicht auf. Bei ISO 3.200 verfälscht die Darstellung der Farben und bei ISO 12.800 sind die Fotos sehr pixelig und unscharf.

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Zimmerbeleuchtung ein, Blitzlicht aus: ISO 200, Blende 3.5, 1/20 Sekunde - 14 Millimeter. (Aus technischen Gründen auf 4000 Pixel Breite verkleinert, Bild: netzwelt)

Videos nimmt die Olympus Pen E-PM1 in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Die Filme verfügen ebenfalls über eine hohe Detailgenauigkeit, klare Konturen und natürlich wirkende Farben. Bildfehler, etwa in Form von Zeilensprüngen, treten nicht auf.

Der Bildstabilisator der Kamera sorgt für einen ruhigen Bildausschnitt und das interne Mikrofon liefert einen verständlichen Ton. Der automatische Weißabgleich und der Autofokus liefern am Ende brauchbare Ergebnisse, arbeiten bis dahin jedoch eher langsam und träge.

Wenige Tasten für die Bedienung

Zur Bedienung der Olympus Pen E-PM1 benötigt der Fotograf vor allem seine rechte Hand. Die linke Hand dient "nur" zum Verstellen des Objektivs und zur Stabilisierung der Kamera. Insgesamt verfügt die Systemkamera über wenige Bedienelemente. So erscheint die Steuerung zwar übersichtlicher, gestaltet sich in der Praxis aber nicht so schnell, wie mit weiteren Direktwahltasten.

Im oberen Bereich stehen der kleine Einschaltknopf, der deutlich größere Auslöser und der mit einem roten Punkt markierte Aufnahmeknopf für Videos bereit. Auf der Rückseite befinden sich neben dem Vier-Wege-Steuerring mit direktem Zugriff auf Belichtungskorrektur, Blitzlicht, Selbstauslöser und AF-Punkt-Auswahl noch drei weitere Tasten. Mit ihnen verändert der Fotograf das Erscheinungsbild der Informationen auf dem Display, startet das Menü oder die Bildwiedergabe.

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Olympus hat das Gehäuse verkleinert, aber die Wechselobjektive und dem 4/3-Sensor beibehalten. (Bild: netzwelt)

Mit der "OK"-Taste in der Mitte des Vier-Wege-Steuerrings öffnet der Nutzer ein Randmenü in dem er verschiedene Aufnahmeeinstellungen wie die Lichtempfindlichkeit, den Weißabgleich oder das Bildformat verstellen kann. Mit der "Menu"-Taste gelangt der Nutzer aber nicht direkt in das Hauptmenü sondern kann in einem vorgeschalteten Menü das Aufnahmeprogramm auswählen oder das "Setup" öffnen. Zur Auswahl stehen sechs Kunstfilter, 23 Szenenprogramme, eine Vollautomatik sowie neben dem manuellen Aufnahmeprogramm noch die halbautomatischen Programm-, Blenden- und Zeitautomatiken.

Bildschirm, Bildstabilisator und Schnittstellen

Der drei Zoll große Bildschirm der Pen E-PM1 verfügt nur über eine Auflösung von 460.000 Pixeln, zeigt aber trotzdem ausreichend Details an, damit der Fotograf den Bildausschnitt gezielt bestimmen kann. Die Betrachtungswinkel fallen zudem ausreichend groß aus. Der Monitor dient als Sucher und zur Betrachtung der Aufnahmen. Der optische Bildstabilisator hilft bei der Aufnahme von Bildern mit geringerer Unschärfe und der Autofokus arbeitet sehr schnell.

Das Gehäuse der Olympus Pen E-PM1 besteht aus Kunststoff und wirkt ordentlich verarbeitet. Die verschiedenen Tasten weisen klare Druckpunkte auf und lassen sich angenehm drücken. Die Kamera lässt sich trotz der glatten Vorderseite sicher greifen, da auf der Rückseite ein gummierter Streifen dem Daumen Halt gibt.

Die Stromversorgung stellt ein Lihtium-Ionen-Akku sicher und bei den Speicherkarten kann der Fotograf im SD-Bereich wählen: In den Kartenschacht passen SD-, SDHC- und SDXC-Modelle. Unter eine Abdeckung an der rechten Seite des Gehäuses befinden sich kleine Versionen von USB- und HDMI-Anschlüssen. Ein Blitzlicht lässt sich auf den Zubehörschuh aufstecken.

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netzwelt
5.4
Olympus PEN E-PM1
Vorteile
  • schneller Autofokus
  • Bildqualität bis ISO 800
  • gute Ausstattung
Nachteile
  • menülastige Bedienung
  • kein integrierter Blitz

Klein und leicht

Die Olympus Pen E-PM1 stellt eine durchaus gelungene Verkleinerung der Systemkamera dar. In Sachen Bildqualität und Variabilität durch Wechselobjektive steht sie ihren großen Schwestern in nichts nach. Die Bedienung erfüllt aber nur die Ansprüche von Fotografen, die selten Veränderungen an den Einstellungen vornehmen. Wer häufig Werte verstellt, wird mit der Bedienung der Pen Mini nicht glücklich. Olympus verkauft die kleine Pen E-PM1 in der getesteten Variante mit einem 14-bis-42-Millimeter-Objektiv im hauseigenen Webshop für 549 Euro. Bei anderen Online-Händlern bekommt man das Kit bereits für rund 350 Euro. Als größere Alternative bietet sich die Olympus Pen E-P3 an, die über mehr Bedienelemente verfügt.


Einzelergebnisse
In Fotos und Videos halten wir schönen Erinnerungen fest oder nutzen die Medien als Ausdrucksform. Im Internet werden täglich unzählige Bilder und Filme ausgetauscht und netzwelt sucht für Sie nach der richtigen Kamera. Ziel eines Testbericht ist es ein Gefühl für die Digitalkamera oder den Camcorder zu vermitteln und vor allem,die Funktionsweise im Alltag. Gleichzeitig sollte die Beurteilung der Bildqualität nicht zu kurz kommen. Daher setzt sich die Gesamtwertung aus Handhabung, Foto, Video, Display/Sucher und der Bildqualität zusammen um eine Digitalkamera ganzheitlich zu erfassen. Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten, der Redakteur kann jedoch eine Auf- beziehungsweise Abwertung um eine Note vornehmen. Falls eines der Kritierien im Vergleich mit anderen Geräten besonders herausragend ist.
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Handhabung
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Foto
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Video
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Display/Sucher
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Bildqualität
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Einsortierung
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35788
Olympus Pen E-PM1 im Test - Pen Mini im Test
Olympus Pen E-PM1 im Test - Pen Mini im Test
Von der schnellen Einstellung einiger Belichtungswerte abgesehen bietet die kleine Pen Mini von Olympus den großen Funktionsumfang wie ihre großen Schwestern.
http://www.netzwelt.de/news/93521-olympus-pen-e-pm1-test-pen-mini-test.html
2012-09-08 11:57:13
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/olympus-pen-e-pm1-produktbild-114677.png
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