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Samsung Galaxy Note II im Kurztest
Clevere neue SPen-Funktionen

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Samsung überarbeitet beim Galaxy Note II alles: Hardware, Design und auch die Software. Der neue Smartphone-Tablet-Mix könnte dadurch für weitere Zielgruppen interessant werden, vorausgesetzt man kann sich mit dem ungewöhnlichen Format anfreunden.

Vor einem Jahr belebte Samsung auf der IFA in Berlin mit dem Galaxy Note die sterbende Gerätekategorie PDA neu. Der Nachfolger Galaxy Note II soll diese Erfolgsgeschichte nun fortschreiben. Samsung setzt dabei nicht nur auf technische Innovationen, sondern auch auf neue Funktionen. Kann der südkoreanische Hersteller damit an den Erfolg aus dem Vorjahr anknüpfen?

Es war keine Überraschung, dass Samsung auf seinem Mobile UNPACKED Event im Berliner Tempodrom den Nachfolger zu seinem Smartphone-Tablet-Mix Galaxy Note präsentiert. Ebenso wenig überraschen die technischen Neuerungen: Ein Quad-Core-Prozessor und ein leicht größeres Display waren zu erwarten und hatten sich schon mit der Ankündigung des Stift-Tablets Galaxy Note 10.1 angedeutet - ebenso die Unterstützung von LTE und der größere Arbeitsspeicher.

Rechenmonster

Mit seinen Spezifikationen stellt das Galaxy Note 2 nun aber sowohl das Smartphone-Flaggschiff Galaxy S3 als auch das Premium-Tablet Note 10.1 in den Schatten. Das schafft neue Zielgruppen abseits der Kreativbranche. Gamer, die schon den Vorgänger mochten, werden das Note II lieben.

Samsung Galaxy Note II

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Größenvergleich: Samsung Galaxy S3, Samsung Galaxy Note II und Samsung Galaxy Note (von links). (Bild: netzwelt)

Auch unter Filmfreuden dürfte das Modell mehr und mehr Anhänger finden. Das Display ist zwar weiterhin nur ein Super AMOLED HD-Display. Durch die Verbreitung des Bildschirms bietet es nun aber ein 16:9-Format, das sich perfekt fürs Schauen von Hollywood-Blockbustern unterwegs eignet.

Neue Mini-Funktionen sparen Zeit

Auf neue Zielgruppen zielt auch die überarbeitete Software neben der neuen Android-Version 4.1.1 Jelly Bean hat Samsung auch die TouchWiz-Oberfläche nochmals überarbeitet. Das Note II bietet alle bereits vom Galaxy S3 bekannten intelligenten Bedienfunktionen, hinzu kommen weitere, die den Organizer-Charakter des Modells stärker hervorheben.

AirView etwa: Aktiviert der Nutzer diese Funktion in den Einstellungen und fährt dann mit dem Stfit beispielsweise über seinen Terminkalender oder seinen Mail-Account bekommt er in einem Pop-Up-Fenter eine Mini-Vorschau auf anstehende Termine oder gerade erhaltene Nachrichten. Eine kleine aber geniale Funktion, die im hektischen Arbeitsalltag ein paar Sekunden Zeit spart - auch für Manager ist das Note II damit ein hilfreiches Gadget.

Aber auch Kreativen, um die Samsung mit dem Note II eigentlich wirbt, hilft AirView weiter, etwa beim Dursuchen der auf dem Gerät gespeicherten Bilder und Videos. Beim Überfahren eines Ordners wird eine Vorschau aller Bilder angezeigt. Ebenso hilfreich ist die neue PopUp-Note-Funktion, die es ermöglicht Notizen jederzeit anzulegen oder auch die Möglichkeit beliebige Display-Inhalte auszuschneiden und in eine Notiz einzufügen. Zu diesen Funktionen kommen natürlich auch die mit dem Note 10.1 neu eingeführten SPen-Funktionen wie Formular Match.

Neuer Stylus

Der Stift wird also mehr und mehr zum Fingerersatz beim Note II. Lobenswerterweise hat Samsung auf die Kritik am ersten SPen reagiert und dem Note II ein deutlich handlicheres Modell beigelegt. Der neue SPen fällt dicker aus und bietet zudem mehr Druckstufen. Auch ein Verschmieren von Skizzen und Notizen ist nicht mehr möglich - wie beim Note 10.1 akzeptiert das Display nur Finger- oder Stifteingaben.

Nachfolger: Samsung stellt in Berlin das Galaxy Note 2 der Öffentlichkeit vor.

Juristisch korrektes Design 

Auch designtechnisch hat sich einiges getan: Samsung orientiert sich beim Note II am Design des Galaxy S3 - wohl auch um weiteren Rechtsstreitigkeiten mit Apple aus dem Weg zu gehen. Im Vergleich zum SIII wirkt das Note 2 aber immer noch etwas kantiger und eckiger. Die dünne Bauweise, die beim S3 noch für eine gute Handlichkeit des Geräts trotz XL-Display sorgt, kann beim Note II nichts mehr retten. Wie der Vorgänger ist das Modell mit seinem nun nochmals größerem Display kein handliches Gerät.

Die durch den Slogan "A thin and light thing" im Promo-Video geweckten Erwartungen kann Samsung zudem nicht erfüllen. Mit 9,4 Millimetern ist das Modell nur unwesentlich dünner als das erste Note - wobei der Bautiefe durch den in das Gehäuse integrierten SPen auch eine Obergrenze gesetzt ist. Gerüchte um ein nur 7-Millimeter dünnes Note II verwies der Hersteller daher gleich ins Reich der Fabeln.

Plastikbomber

Das Gewicht fällt mit 180 Gramm leicht höher aus als beim Vorgänger, wobei dies den Nutzern im Alltag nicht auffallen dürfte. Angesichts des deutlich vergrößerten Akkus hält sich das Gewicht zudem in Grenzen. Zum Vergleich: Das Motorola Razzr Maxx bietet einen ähnlich großen Akku und bringt trotz deutlich kleinerem Display nur knapp 40 Gramm weniger auf die Waage.

Leider bestätigte sich ein weiteres Gerücht nicht: Auf ein Keramikgehäuse müssen Samsung-Fans weiter warten. Trotz des Premium-Anspruchs kommt das Galaxy Note II im Klavierlack-Kunststoffgewand daher. Auch wenn Samsung versucht diesen Eindruck durch kreative Farbmixe etwas zu kaschieren.

Preis und Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy Note II ist ab Oktober erhältlich, zunächst allerdings nur in einer 3G-Version. Die angekündigte LTE-Variante wird erst einige Wochen später folgen. Der Nutzer hat zudem zunächst nur die Wahl zwischen 16 und 32 Gigabyte, die 64-Gigabyte-Variante wird vermutlich erst einmal nicht in Deutschland erhältlich sein.

Eine unverbindliche Preisempfehlung nennt Samsung noch nicht, sie dürfte aber wie beim Vorgänger 699 Euro betragen.

Fazit

Mit dem Note II denkt Samsung das 2011 eingeführte Note-Konzept konsequent weiter. Auch der Nachfolger des Note wird also seine Anhänger finden. Die neuen Software-Funktionen wirken auf den ersten Blick eher wie Gimmicks bieten aber für den Arbeitsalltag viel Potential. Nutzer werden unter Android derzeit nur schwerlich Applikationen finden, die die Rechenleistung des Modells ausreizen - das macht das Modell auch für Mobile Gamer interessant.

Wie beim Vorgänger gilt aber, man muss sich auf das Konzept Riesen-Smartphone erst einmal einlassen. Denn selbst im Vergleich zum 4,8 Zoll großen Galaxy S3 wirkt das Note II noch monströs.

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Samsung überarbeitet beim Galaxy Note II alles: Hardware, Design und auch die Software. Der neue Smartphone-Tablet-Mix könnte dadurch für weitere Zielgruppen interessant werden, vorausgesetzt man kann sich mit dem ungewöhnlichen Format anfreunden.

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Samsung Galaxy Note II im Kurztest
Samsung Galaxy Note II im Kurztest
Samsung stellt auf der IFA das Galaxy Note II vor. Was bietet der Nachfolger des erfolgreichen Smartphone-Tablet-Mix?
http://www.netzwelt.de/news/93518-samsung-galaxy-note-ii-kurztest.html
2012-08-30 17:37:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/webseite-chaos-computer-clubs-bild-screenshot8045.png
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