Der aufgebohrte Bruder des A510

Günstiges Full-HD-Tablet: Acer Iconia Tab A700 im Test

Beim Acer Iconia Tab A700 dreht sich alles um das Display: Mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln liegt es deutlich über dem derzeitigen Durchschnitt unter den Tablet-PCs mit Android-Betriebssystem. Nvidias Tegra 3-Chipsatz sorgt in der Theorie für ausreichend Leistung, jedoch berichten zahlreiche Nutzer über Performance- und Hitze-Probleme beim A700. Netzwelt geht nicht nur diesen auf den Grund.

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Das Acer Iconia Tab gleicht dem Schwestermodell Iconia Tab A510 wie ein Ei dem anderen. Der entscheidene Unterschied findet sich in der Display-Auflösung. (Bild: netzwelt)
Das Acer Iconia Tab gleicht dem Schwestermodell Iconia Tab A510 wie ein Ei dem anderen. Der entscheidene Unterschied findet sich in der Display-Auflösung. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Lieferumfang, Anschlüsse und Verarbeitung
  2. 2Display
  3. 3Leistung und Hitze-Entwicklung
  4. 4Betriebssystem und Steuerung
  5. 5Kamera und Multimedia
  6. 6Varianten und Preise
  7. 7Fazit
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Apple stellt mit dem iPad der dritten Generation bei der Display-Auflösung noch immer den unangefochtenen Spitzenreiter. Schließlich löst das neue iPad auf seinem ebenfalls zehn Zoll großen Display mit 2.048 x 1.536 Bildpunkten auf. Da kann das Acer nicht mithalten. Dennoch: Mit seinen maximal 2.304.000 Pixeln steht es im Vergleich zu direkten Konkurrenzmodellen wie etwa Toshibas AT300 sehr gut dar. Doch nicht allein durch die Display-Auflösung will Acer mit dem A700, das es auch als Iconia Tab A701 in einer UMTS-Version gibt, punkten. Auch Zusatzfunktionen wie der sogenannte Acer Ring, der eine komfortable Bedienung häufig genutzer Funktionen ermöglicht, sollen Kunden vom etwa 450 Euro teuren A700 überzeugen.

Lieferumfang, Anschlüsse und Verarbeitung

Das A700 kommt in einem flachen Karton, in dem neben dem Tablet selbst auch noch Netzteil, Micro-USB-auf-USB-Adapter sowie diverse Schnellstartanleitungen Platz finden. Auf der Unterseite des A700 findet sich ein Micro-USB-Anschluss, der zum einen USB-Sticks mittels Adpater entgegennimmt und zum anderen Anschluss für das mitgelieferte Netzteil bietet. Dieses ist unterwegs zwingend notwendig, denn ein Aufladen mit einem herkömmlichen Smartphone-Ladegerät scheiterte im Test.

Daneben bietet das Iconia Tab A700 noch den obligatorischen Kopfhörer-Anschluss, SD-Kartenschacht sowie, lobenswert, eine HDMI-Schnittstelle. Auch Dank letzterer ist es ein Kinderspiel, den Bildschirminhalt des Tablet-Computers auf einem Fernseher zu spiegeln. Der Anfasstest fällt positiv aus. Höchstens das Gewicht von knapp 670 Gramm könnte für den ein oder anderen eventuell zu hoch sein. Andere Android-Tablets, wie das erst kürzlich von netzwelt getestete Toshiba AT300 sind wesentlich leichter. 

An der generellen Verarbeitung des Testmodells gibt es nichts auszusetzen. Kaum verwunderlich, teilt es sich doch die technische Basis weitestgehend mit dem oft gelobten Acer Iconia Tab A510. Einen ausführlichen Testbericht zum A510 finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt. Genau wie beim kleineren und günstigeren Bruder ist daher auch die Rückseite des A700 angenhem strukturiert. Obwohl das Gehäuse vollständig aus Kunststoff besteht, hinterlässt das Iconia Tab in den Händen einen sehr guten Eindruck. 

Display

Hauptverkaufsargument für Acer beim A700 ist natürlich der Full-HD-Bildschirm. Als einer der ersten Android-Tablets bietet er eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten. Derzeit liefert nur Apples aktuelles iPad eine höhere Pixeldichte. Obwohl es sich strenggenommen nicht um ein IPS-Panel handelt - Acer selbst spricht von einem "IPS-ähnlichen Panel" - zeigt das Acer-Display IPS-typische Vorteile wie geringe Blickwinkelabhängigkeit und sehr gute Farbwiedergabe. Der Unterschied zum HD-Bildschirm des Acer Iconia Tab A510 fällt bereits auf den ersten Blick auf. Der Unterschied zum iPad 3 fällt hingegen nicht so schnell ins Auge. Auch beim Iconia Tab A700 sind Pixel mit bloßem Auge praktisch nicht zu erkennen.

Acer Iconia Tab A700 im Test

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Dennoch muss sich das Display negative Kritik gefallen lassen. Subjektiv spiegelt es stärker als das des iPads. Auch die maximale Helligkeit dürfte beim mobilen Apple-Rechner höher ausfallen. Wer sein Tablet gerne im Freien einsetzt, sollte sich nach einem geeigneteren Kandidaten umsehen - auch wenn derzeit noch kein Hersteller matte Displays in einem Tablet-PC für den Massenmarkt einbaut. 

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