Ackern, um zu versöhnen
Harvest Moon - Tale Of Two Towns: Im Kurztest
Köln und Düsseldorf, Dortmund und Gelsenkirchen, Villarriba und Villabajo - es gibt viele Städte, die sich nicht sonderlich grün sind. In "Tale Of Two Towns", dem ersten 3DS-Ableger der Bauernhof-Simulation "Harvest Moon", liegen sich die Dörfchen Bluebell und Konohana in den Haaren. Und das seit über 100 Jahren. Nun soll's der Spieler richten.
Inhaltsverzeichnis
Angefangen hat alles mit der reichlich banalen Frage, wer denn die besseren Köche hervorbringe. Es folgten: ein lautstarker Streit, eine aus ihrem Schönheitsschlaf erwachte und sichtlich genervte Erntegöttin sowie der Einsturz jenes Tunnels, der die beiden Dörfer miteinander verband. Mit der Ankunft des Spielers kommt nun Bewegung in den alten Zank. Der muss sich sogleich entscheiden: Junge oder Mädchen? Bluebell oder Konohana? Fachwerkhäuschen oder Pagoden? Tierzucht oder Landwirtschaft? Die Wahl ist anfangs spielbestimmend.
Die einen müssen morgens früh aufstehen, um Kühe zu melken, Hühner zu füttern, Honig abzuschöpfen sowie Schafe und Alpackas zu striegeln, damit sich deren Wohlbefinden im glänzenden Fell widerspiegelt. Die anderen beackern brachliegendes Grasland so lange mit Hacke und Gießkanne, bis Gemüse, Obst und Blumen darauf gedeihen. Die eingefahrene Ernte und andere Erzeugnisse lassen sich dann verscherbeln. Wer in seinem Tagesablauf noch Zeit findet, darf im Auftrag seiner Dorfnachbarn Fische und Insekten fangen, seltene Blumen in den Bergen suchen, Erze schürfen und neue Kochrezepte probieren. Klingt bescheuert, ist aber im Wesentlichen der Inhalt von "Harvest Moon".
Die Bauernhof- und Lebensimulation hat durchaus Tradition: Seit 1986 lässt der japanische Entwickler Rising Star Spieler die Felder bestellen. Nun dürfen erstmals 3DS-Besitzer kräftig ackern, um am Ende die beiden Dörfern wieder miteinander zu versöhnen, den Tunnel freizulegen (für die Erntegöttin ist das viel zu anstrengend), das große Koch-Festival zu gewinnen, ein nettes Mädel zu bezirzen und bei alldem bloß nicht die Übersicht zu verlieren.
Testbericht: Nintendo 3DS
Nach dem Misserfolg mit dem Virtual Boy in den 90ern, wagt Nintendo einen neuen Versuch mit 3D-Technik. Der Nintendo 3DS kann 3D-Bilder wiedergeben, ohne dass hierfür eine Brille benötigt wird. Doch der Handheld bietet noch weitaus mehr als Bilder mit Tiefgang. ~ Jan Kluczniok
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