Ausstatttung, Bedienung, Bildqualität und Verarbeitung
Aus dem Redaktionsalltag: So testen wir Digitalkameras
Praxistest oder Laboruntersuchung: Es gibt viele Wege eine Digitalkamera zu testen. Netzwelt hat sich für ein praxisorientiertes Test-Schema entschieden, das sich an der Benutzung der Kameras durch die Verbraucher orientiert und sie am Ende nicht mit schwer zu deutenden Messergebnissen alleine stehen lässt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Auf dem Papier: Die Ausstattung
- 2Auf dem Monitor: Die Bildqualität
- 3In der Hand: Die Bedienung
- 4Unter der Lupe: Die Verarbeitung
- 5Am Ende: Das Fazit
Auf dem Papier: Die Ausstattung
Schon bei der Auswahl der für einen Test infrage kommenden Digitalkameras sorgt der Blick ins Datenblatt für Orientierung. Wie groß ist die Brennweite? Ist das Objektiv besonders lichtstark? Mit welchen besonderen Merkmalen lockt die Kamera? Handelt es sich um eine Kompakt-, Bridge-, System- oder Spiegelreflexkamera?
Die Größe des Bildsensors lässt anders als die Megapixel-Angaben erste Schlüsse über die zu erwartende Bildqualität zu. Ein wasserdichtes Gehäuse, ein lichtstarkes Objektiv, WLAN oder besondere Bauformen machen die Geräte zusätzlich interessant.
Aber auch die vermeintlich kleinen Details wie Speicherkarten, Anschlüsse, Akku und Blitzlicht können für einzelne Nutzer sehr wichtig sein. Ebenso interessant sind die Bildschirmgröße, der ISO-Bereich oder die Auflösung der Videos.
Das Datenblatt mit den Angaben des Herstellers dient aber nur zur ersten Orientierung und Einsortierung einer Kamera. Rückschlüsse über die Praxistauglichkeit lassen sich erst ziehen, wenn die Testkamera in der Redaktion eintrifft und sich in den Händen des Testers befindet.


Die erste hochwertige Kompaktkamera von Olympus trägt die Bezeichnung XZ-1 und verfügt über ein lichtstarkes Objektiv sowie einen großen Bildsensor. Im Test lässt sie herkömmliche Kompaktkameras hinter sich, kann aber gestandene Spitzenmodelle nicht vom Thron stoßen.
Die Olympus SZ-31MR verfügt nicht nur über einen 24-fachen Zoom, sondern nimmt während der Videoaufzeichnung auch Standbilder ohne Qualitätsverlust in voller Auflösung auf.
In Sachen Bildqualität hält diese Kompaktkamera Spiegelreflexmodellen stand. Canon statte die Powershot G1 X erstmals mit einem neu entwickelten CMOS-Sensor aus. Allerdings kostet die Kamera auch so viel wie eine günstige DSLR und ist bei der Optik deutlich eingeschränkter.
Auf dem Papier lockt die Sony Cybershot HX20V unter anderem mit einem 20-fachen Zoom, Full-HD-Videos und einem GPS-Modul. Jetzt muss die Kamera nur noch im Test zeigen, was sie wirklich leistet.
Mit einem Preis von rund 100 Euro gehört die S1410 von Benq zu den günstigen Digitalkameras. Sie verfügt über ein Objektiv mit fünffachem Zoom und optischem Bildstabilisator und nimmt mit Hilfe eines Tricks auch HD-Videos auf.
Ideale Kompaktkamera für Einsteiger: Alle wichtigen Ausstattungsmerkmale und Funktionen sind bei der Canon Powershot A3300 IS vorhanden, nur gehört sie in keinem Bereich zu den Spitzenmodellen. Dafür stimmt das Preis-Leistung-Verhältnis.
Die Systemkameras von Sony unterscheiden sich bei der Ausstattung und der Bedienung, nur der Bildsensor bleibt bei allen gleich groß. Die NEX-F3 versucht mit einem beweglichen Bildschirm und einem internen Blitzlicht zu punkten, die Bedienung macht sie vor allem für Schnappschüsse interessant.




