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So testet netzwelt Digitalkameras
Ausstatttung, Bedienung, Bildqualität und Verarbeitung

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Ein Labor ist schön und Messwerte sehen gut aus, doch eigentlich wollen potentielle Käufer einer Kamera wissen, was sie ihnen in der Praxis für Vor- und Nachteile bietet. Netzwelt zeigt, wie ein Kameratest in der Redaktion abläuft.

Praxistest oder Laboruntersuchung: Es gibt viele Wege eine Digitalkamera zu testen. Netzwelt hat sich für ein praxisorientiertes Test-Schema entschieden, das sich an der Benutzung der Kameras durch die Verbraucher orientiert und sie am Ende nicht mit schwer zu deutenden Messergebnissen alleine stehen lässt.

Testbild und Testkarte im netzwelt-Fotostudio.

Auf dem Papier: Die Ausstattung

Schon bei der Auswahl der für einen Test infrage kommenden Digitalkameras sorgt der Blick ins Datenblatt für Orientierung. Wie groß ist die Brennweite? Ist das Objektiv besonders lichtstark? Mit welchen besonderen Merkmalen lockt die Kamera? Handelt es sich um eine Kompakt-, Bridge-, System- oder Spiegelreflexkamera?

Die Größe des Bildsensors lässt anders als die Megapixel-Angaben erste Schlüsse über die zu erwartende Bildqualität zu. Ein wasserdichtes Gehäuse, ein lichtstarkes Objektiv, WLAN oder besondere Bauformen machen die Geräte zusätzlich interessant.

Aber auch die vermeintlich kleinen Details wie Speicherkarten, Anschlüsse, Akku und Blitzlicht können für einzelne Nutzer sehr wichtig sein. Ebenso interessant sind die Bildschirmgröße, der ISO-Bereich oder die Auflösung der Videos.

Das Datenblatt mit den Angaben des Herstellers dient aber nur zur ersten Orientierung und Einsortierung einer Kamera. Rückschlüsse über die Praxistauglichkeit lassen sich erst ziehen, wenn die Testkamera in der Redaktion eintrifft und sich in den Händen des Testers befindet.

Auf dem Monitor: Die Bildqualität

Um die Bildqualität verschiedener Kameras vergleichen und bewerten zu können, ist es wichtig die entsprechenden Aufnahmen unter gleichbleibenden Bedingungen anzufertigen. Hierzu nehmen wir Fotos einer Testkarte und eines Testmotivs in einem verdunkelbaren Raum zur Hilfe.

Wir nutzen die Möglichkeiten, die auch den meisten Nutzern zur Verfügung stehen und fotografieren sowohl mit aktivem internen Blitzlicht bei Dunkelheit als auch bei eingeschalteter Zimmerbeleuchtung. Eine ISO-Reihe und Aufnahmen der je nach Tageszeit und Wetter unterschiedlich belichteten Umgebung der Redaktion sowie mehrere Test-Videos runden das Prozedere ab.

Die Bewertung der Bildqualität erfolgt anschließend an einem Full-HD-Bildschirm. Anstatt von Messwerten erfolgt die Bewertung der Bildqualität nach Augenmaß. Die Detailgenauigkeit, die Wirkung der Farben, Verzerrungen und Störungen wie Bildrauschen oder Vignettierungen fallen bei der Betrachtung der Aufnahmen in Originalgröße auf.

In der Hand: Die Bedienung

Neben der Bildqualität stellt die Bedienung einen weiteren wichtigen Punkt in unseren Digitalkameras-Tests dar. Hierbei achten wir nicht nur darauf, wie die Testgeräte in der Hand liegen, sondern auch darauf wie schnell das Objektiv seine Brennweite verändert und wie gut der Autofokus und der Weißabgleich arbeiten.

Darüber hinaus interessiert uns, wie viele und welche Aufnahmeprogramme die Kamera dem Fotografen bietet. Ebenfalls sehr wichtig sind die Belegung und Anordnung der Tasten, die zusammen mit der Menüführung entweder eine schnelle und bequeme Bedienung ermöglichen, oder den Nutzer zur Verzweiflung treiben können.

Der Bildschirm, der außer bei den Spiegelreflexkameras den eigenständigen Sucher schon fast komplett abgelöst hat, sollte ein klares Bild haben und für Aufnahmen im Freien ausreichend hell sein sowie über eine geringe Blickwinkelabhängigkeit verfügen.

Unter der Lupe: Die Verarbeitung

Wer mehrere Hundert bis über Tausend Euro für eine Kamera ausgibt, darf unabhängig davon ob das Gehäuse aus Metall oder Kunststoff besteht eine ordentliche Verarbeitung erwarten. Lücken oder Schlitze zwischen den Bauteilen wirken sich ebenso negativ auf die Bewertung aus, wie umständlich zu öffnende oder schließende Abdeckungen und wackelige oder schwergängige Bedienelemente.

Wenn wir das Gehäuse näher betrachten interessiert uns natürlich, wie bequem die Kamera in der Hand liegt und wie sicher der Fotograf sie halten kann. Für die Bewertung des Bedienkomforts ist außerdem interessant, ob sich die Bedienelemente vor allem bei Kompaktkameras komplett mit der rechten Hand erreichen lassen oder nicht.

Am Ende: Das Fazit

Im abschließenden Fazit fassen wir die Ergebnisse des Tests in zwei bis drei Sätzen zusammen und sagen, für welche Nutzer sich die Kamera lohnt. Neben der unverbindlichen Preisempfehlung betrachten wir die zum Zeitpunkt des Testes jeweils aktuellen Verkaufspreise von Online-Händlern. Eine vergleichende Einordnung mit ähnlichen Kameras oder Vorgängermodellen darf natürlich nicht fehlen.

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