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Gamescom 2012: Die Trends im Überblick
Keine großen Innovationen

von Thomas Freund Uhr veröffentlicht

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Die Gamescom schließt ihre Pforten. Netzwelt war in Köln vor Ort und berichtet von den angesagtesten Trends der diesjährigen Spiele-Messe.

Europas größte Spielemesse hatte mit mehr als 600 Ausstellern viel zu bieten. Neben neuen Blockbustern ging es in Köln vor allem um die Frage: Wohin entwickelt sich die Spieleindustrie? Netzwelt war vor Ort und stellt die erkennbaren Trends und Messe-Highlights vor.

Die wichtigsten Trends der Spiele-Messe im Überblick. (Quelle: Gamescom)

Am 15. August öffnete die Gamescom für Fachbesucher ihre Pforten. Seit dem 16. August war die gut besuchte Messe für alle Besucher zugänglich. Bis zum letzten Messe-Tag, dem 19. August, besuchten etwa 275.000 Spielbegeisterte aus 83 verschiedenen Ländern die Spielemesse, wie netzwelt berichtete.

Ohne Nintendo und Microsoft

Im Vorfeld war bereits bekannt, dass wichtige Spieleindustriegrößen wie Nintendo und Microsoft nicht anwesend sein würden. Die Publisher SEGA und THQ erteilten der Messe-Leitung im Vorfeld eine Absage, kamen dann aber doch bei den Ständen von KochMedia beziehungsweise Saturn unter. Nintendo-Fans, die sich bereits auf ein ausgiebiges Probe-Spielen von Nintendos neuer Konsole Wii U gefreut hatten, wurden nicht enttäuscht. Trotz Nintendos Abwesenheit konnten Spieler die Wii U unter anderem mit dem Superhelden-Spiel Batman: Arkham City Armored Edition und dem Survival-Horror-Spiel ZombiU antesten.

Hype um Free To Play-Spiele

Jahrelang haben die Märkte China und Korea vorgemacht, dass sich mit kostenlosen Spielen jede Menge Geld verdienen lässt. Nun möchten auch andere große Entwickler und Publisher, darunter namhafte Firmen wie Ubisoft, Electronic Arts (EA), Sony, Crytek und weitere, in den Markt der kostenlosen Online-Spiele einsteigen. Sogenannte Free To Play-Spiele (F2P) finanzieren sich ausschließlich durch Mikro-Transaktionen. Der Spieler zahlt bares Geld, um etwa das Vorankommen im Spiel zu beschleunigen oder aber um besser auszusehen.

Von Anno bis Warface

Ubisoft stellte gratis spielbare Ableger hauseigener Spielemarken auf der diesjährigen Gamescom vor. Darunter das Aufbau-Spiel Anno Online, der Militär-Shooter Ghost Recon Online, die U-Boot-Simulation Silent Hunter Online und das Online-Kartenspiel Might & Magic: Duel of Champions. Während Spieler bereits die Möglichkeit haben, sich Ghost Recon herunterzuladen, ist bei den anderen Spielen bisher nur die Anmeldung zur Beta-Phase möglich.

EA setzt ebenfalls auf etablierte Marken und schickt mit dem Strategie-Titel Command & Conquer: Generals 2 und dem MMORPG Star Wars: The Old Republic zwei F2P-Titel ins Rennen. Letzteres MMO ist bereits mit einem World of Warcraft-Bezahlmodell online. Aufgrund drastisch sinkender Nutzerzahlen wird nun auf ein neues F2P-Modell umgestellt, netzwelt berichtete.

Das Angebot des japanischen Sony-Konzerns umfasst die zwei Multiplayer-Shooter Bullet Run, welches bereits herunterladbar ist, und Planetside 2, das sich derzeit in der Beta-Phase befindet. Außerdem erwartet Rollenspieler demnächst ein kostenloser Wizardry-Ableger.

Crytek stellt Geschäft komplett um

Der deutsche Entwickler Crytek widmet sich aktuell noch drei Spielen, darunter befindet sich der Ego-Shooter Crysis 3, und wird sich danach aus dem Geschäft mit teuer produzierten Blockbuster-Titeln zurückziehen. In der Zukunft wird Crytek ausschließlich kostenlos spielbare Games entwickeln. Yevat Cerli, Gründer von Crytek, verkündete dem Magazin Spiegel: "Ich halte langfristig nichts von sogenannten Retail Games, also Spielen, für die man 50 Euro bezahlen muss". Mit Warface stellte das deutsche Studio auf der Gamescom seinen ersten kostenlosen Multiplayer-Shooter vor. In Russland ist der auf der CryEngine 3 basierende Shooter bereits verfügbar und soll noch dieses Jahr auch im Rest Europas spielbar sein.

Neben den obengenannten Firmen waren aber noch unzählige weitere Entwickler von F2P-Titeln auf der gamescom vertreten, darunter Webzen, Wargaming.net und GREE, um nur einige zu nennen.

Mobile Games

Großen Fokus legten die Spiele-Firmen auch auf sogenannte Mobile Games, Spiele für Smartphones und Tablet-PCs. EA stellte mit The Simpsons: Tapped Out ein kostenloses iPhone-Spiel vor, bei dem sich Fans der gelben Familie ihr eigenes Springfield aufbauen können.

Außerdem wird Sony die mobile Sparte stark ausbauen. Ab Herbst dieses Jahres bietet der japanische Konzern mit PlayStation Mobile Spiele für Android-Tablets und Smartphones an. Zum Start sollen bereits 30 Titel zur Verfügung stehen. Nähere Informationen dazu finden Sie hier auf netzwelt.

Aktuell befindet sich der Spiele-Markt stark im Umbruch, ganz deutlich wird diese Tatsache auch durch die diesjährige Gamescom belegt. Viele Firmen versuchen, auf den Zug der kostenlosen Spiele aufzuspringen, um sich das vermeintliche Geschäft nicht entgehen zu lassen.

Reboots und Updates

Durch die finanziell angespannte Situation auf dem Markt der Videospiele trauen sich viele Publisher nicht mehr, neue IP, das steht für Intellectual property, zu entwickeln. Anstatt auf Innovationen wird auf etablierte und bekannte Marken gesetzt.

Vorgestellt wurden auf der Gamescom zahlreiche Reboots, das sind Spiele, die einst erfolgreich und bekannt waren und dann aufgrund nicht endender Fortsetzungen untergegangen sind. Mit einem Reboot wagen Entwickler oft drastische Design- und Gameplay-Änderungen, um das Spiel wiederzubeleben. Demnächst erscheinen Neuauflagen von Devil May Cry, Tomb Raider, Sim City und XCOM, um nur einige zu nennen.

Wie nicht anders zu erwarten, wurden viele Fortsetzungen erfolgreicher Spiele-Serien vorgestellt. So dürfen sich Spieler auch dieses Jahr wieder auf Fifa, Call of Duty, Need for Speed und auch Assassin's Creed freuen.

Bethesda, Capcom und Sony trauen sich

In einem Meer aus Fortsetzungen und Neustarts stachen die Publisher Bethesda, Capcom und Sony positiv hervor. Bethesda stellte mit Dishonored einen atmosphärisch dichten Schleich-Shooter in einem Steampunk-Universum vor. Capcom präsentierte mit Remember Me ein stimmiges Cyberpunk-Adventure und Sony konnte mit den Titeln Beyond: Two Souls und The Last of Us gleich zwei neue hitverdächtige IP vorweisen.

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Die Gamescom ist zu Ende. Die wichtigsten Trends der Messe lesen Sie auf netzwelt.
http://www.netzwelt.de/news/93395-gamescom-2012-trends-ueberblick.html
2012-08-20 16:34:59
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Gamescom 2012: Die Trends im Überblick