Auch LG und HTC mit an Bord
Kodak-Patente: Google, Samsung und Apple bilden Bieterbündnis
Apple und Google sind erbitterte Konkurrenten auf dem Smartphone-Markt. Jetzt könnten sie überraschend als Bieterbündnis gemeinsam beim Verkauf von Kodak-Patenten agieren. Auch HTC, Samsung und LG könnten sich daran beteiligen, berichtet das Wall Street Journal.
Kodak stand als Weltmarke einst für Fotografie wie Apple für schicke Computer und Smartphones und Google für seine gleichnamige Suchmaschine. Nun ist der Konzern insolvent und versteigert wertvolle Patente, um Geld für einen Neuanfang als Druck-Spezialist einzunehmen. Kodak hatte wohl auf einen ähnlichen Bieterwettstreit zwischen den beiden IT-Größen gehofft wie seinerzeit im Wettbieten um die Nortel-Patente. Im Jahr 2011 lieferten sich Google und Apple einen regelrechten Bieterwettstreit, der schließlich in einer Summe von 4,5 Milliarden US-Dollar gipfelte und zu Gunsten von Apple und Microsoft endete.
Die Informationen des Wall Street Journals, das sich auf mit der Verhandlung vertraute Quellen beruft, dass Google und Apple dieses Mal zusammen als Bieterbündnis auftreten, kommen daher eher überraschend.
Patentekauf als Schutzfunktion
Insgesamt geht es um über 1.000 Kodak-Patente. Kodak selbst hatte den Wert des Patente-Paketes Anfang des Jahres auf 2,1 Milliarden Euro beziffert. Das Wall Street Journal berichtet nun, dass sich die bislang eingegangenen Gebote auf eine Summe von etwa 404 Millionen Euro belaufen. Laut Bericht im Wall Street Journal erhoffen sich Firmen wie Google und Apple von dem Erwerb des Patente-Paketes vor allem einen eigenen Schutz gegenüber den Wettbewerbern: Wer selbst entsprechende Patente besitzt, braucht keine Angst davor haben, dass die Konkurrenz diese gegen das eigene Unternehmen einsetzt. Google und Apple standen in jüngster Vergangenheit als Gegner mehrfach vor Gericht.


Microsoft-Gründer Paul Allen verklagt insgesamt elf IT-Konzerne. Darunter Apple, Google, Facebook, YouTube und Yahoo. Die Firmen sollen Patente Allens aus den 90er Jahren ohne Erlaubnis verwendet haben.
Die milliardenschweren Patente von Nortel gingen an ein Konsortium um Apple und Microsoft, Google hingegen ging leer aus. Die Gebote des Suchmaschinenanbieters belegen dafür einmal mehr die Nerd-Kultur im Unternehmen.
Nach der Übernahme von Motorola sichtet Google offenbar das Patent-Portfolio des Handy-Herstellers. Laut dem Branchendienst Bloomberg könnten vor Gericht vor allem 18 Motorola-Patente gegen Konkurrenten eingesetzt werden.
Im Patentstreit zwischen diversen Smartphone-Herstellern ergreift Google nun Partei. Das Unternehmen überträgt HTC neun Patente, die der Hersteller gleich für zwei neue Klagen gegen Apple nutzt.
Wie jetzt bekannt wurde, sicherte sich Google erneut über 1.000 Patente von IBM. Die Patente sollen das hauseigene mobile Betriebssystem Android besser gegen Patentklagen schützen.
Kodak plant womöglich ein Insolvenzverfahren. Medienberichten zufolge könne das Verfahren bereits im Januar oder Februar eröffnet werden. Das amerikanische Unternehmen wollte die Berichte nicht kommentieren.
Nortel soll offenbar jahrelang Ziel von Wirtschaftsspionage gewesen sein. Hacker sollen Zugriff auf technische Papiere, Forschungs- und Entwicklungsberichte sowie Geschäftspläne gehabt haben.





Beiträge
insgesamt 2 BeiträgeZitat: ... erbittert ... "erbittert" im Sinne von "ständig" oder "hartnäckig" - bitte nicht verwechseln mit " v erbittert".
Wo bitte ist Google erbittert? So habe ich die Leute nie kennengelernt, die Schlagzeilenfetischist.