"Schlimmere Zustände als bei Apple"

Kinderarbeit bei Samsung: China Labor Watch klagt Hersteller an (Update)

Die soziale Organisation China Labor Watch hat einen Bericht veröffentlicht, der schwere Vorwürfe gegen Samsung erhebt. Angeblich sollen Kinder bei einem chinesischen Zulieferer des Herstellers arbeiten. Auch LG und Motorola stehen auf der Kundenliste. Die Arbeitsbedingungen bei HEG Electronics seien angeblich sogar "schlechter als bei Apple". Update: Samsung entsendet eigene Kontrolleure zur chinesischen Fabrik. Update 2: Stellungnahme von LG.

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China Labor Watch hat Kinderarbeiter bei einem Zulieferer von Samsung, LG und Motorola entdeckt. (Bild: Screenshot China Labor Watch)
China Labor Watch hat Kinderarbeiter bei einem Zulieferer von Samsung und Motorola entdeckt. (Bild: Screenshot China Labor Watch)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Gleiche Arbeit, weniger Lohn
  2. 2"Schlimmer als bei Apple"
  3. 3Update 9. August: Samsung entsendet Kontrolleure nach China
  4. 4Update 10.August: LG gibt Erklärung ab
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Das Update vom 9. August sowie vom 10. August finden Sie am Ende des Artikels.

Nach der häufigen Kritik an Apple wirft ein kürzlich veröffentlichter Bericht von China Labor Watch nun Samsung schlechte Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern vor. Die Organisation hat laut eigenen Angaben zwischen Juni und Juli 2012 Untersuchungen angestellt und dabei in den Fabriken des Zulieferers HEG Electronics Kinderarbeiter gefunden.

Gleiche Arbeit, weniger Lohn

Insgesamt sechs Kinder unter 16 Jahren fanden die Ermittler in den untersuchten Abteilungen, wie in der Pressemitteilung der Organisation zu lesen ist. Weitere Studien hätten ergeben, dass bis zu 80 Prozent der angestellten Arbeiter Schüler oder noch jünger sind. Mit einer Gesamtanzahl von 50 bis 100 Kinderarbeitern sei zu rechnen. Das jüngste Kind in der Fabrik sei 14 Jahre alt gewesen.

Die Jugendlichen müssen China Labor Watch (CLW) zufolge unter den gleichen, harten Bedingungen arbeiten wie die Erwachsenen, erhalten aber nur 70 Prozent ihres Lohns. Zu den Bedingungen gehören elf Stunden Arbeitszeit pro Tag an sechs Tagen in der Woche. Auch gefährliche Arbeiten, die häufig in Verletzungen resultieren, gehören der Organisation zufolge zum Arbeitsalltag der Kinder. Außerdem gibt es zahlreiche Diskriminierungsvorfälle aufgrund von Geschlecht und Alter. Harte Strafen für geringfügige Vergehen seien ebenfalls an der Tagesordnung. HEG Electronics verstoße damit eindeutig gegen chinesisches Arbeitsrecht.

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