Am Beispiel des Asus Transformer Pad TF300TG

Kaufberatung: Notebook oder Tablet-PC mit Tastatur?

Mit dem Transformer Pad TF300TG bietet Asus auf den ersten Blick eine der gelungensten Mischungen aus Tablet-PC und Mini-Notebook. Ist der Hybride mit ansteckbarer Tastatur vielleicht die bessere Alternative zum Notebook, Netbook oder Ultrabook? Netzwelt nimmt die Erfahrungen mit dem Zwitter-Gerät zum Anlass, um die Frage zu beantworten.

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Es muss nicht immer das Notebook sein: Für manche Anwender erfüllt ein Tablet-PC mit ansteckbarer Tastatur den Zweck viel besser. (Bild: netzwelt)
Es muss nicht immer das Notebook sein: Für manche Anwender erfüllt ein Tablet-PC mit ansteckbarer Tastatur den Zweck viel besser. (Bild: netzwelt)
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Inhaltsverzeichnis

  1. 11. Flexibles Gewicht
  2. 22. Gaming
  3. 33. Multitouch
  4. 44. Batterielaufzeit
  5. 55. Technische Ausstattung
  6. 66. Front- und Rückkamera
  7. 77. Preis
  8. 8Fazit
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Auch zwei Jahre nach der Einführung des Apple iPad, dem ersten kommerziell erfolgreichen Tablet-Computer überhaupt, haben Note- und Netbooks noch ihre Daseinsberechtigung. Damals, im Jahr 2010 hatten einige Experten bereits den Untergang der Gattung Notebook prognostiziert. Das geringe Gewicht und die schlanken Abmessungen der Tablet-PCs nannten sie als Hauptgründe für das baldige Aus der klassischen tragbaren Computer

Doch schnell stellte sich heraus: Wer das iPad oder die bald folgenden Android-Tablets produktiv einsetzen wollte, musste viele Abstriche in Kauf nehmen. Hauptkritikpunkt blieb, neben einer überschaubaren Anzahl von Office- und Business-Apps, die virtuelle Tastatur. Wer viel schrieb, sehnte sich schnell nach einer physikalischen Tastatur. Mit einem vollwertigen Android-Tablet samt ansteckbarer Tastatur schlägt Asus genau in diese Kerbe.

Bereits vor einiger Zeit testete netzwelt das Asus Transformer Pad TF300T. Der einzige Unterschied zu dem an dieser Stelle vorgestellten Modell Transformer Pad TF300TG besteht im eingebauten UMTS-Modem des TF300TG. Den allgemeinen Testbericht zum Modell ohne UMTS-Modul finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt. In diesem Text konzentrieren wir uns daher verstärkt auf die Alltagsqualitäten eines solchen Zwitters aus Tablet und Notebook und sammeln Gründe, einem Gerät wie dem Asus-Tablet eventuell den Vorzug gegenüber einem klassischen Notebook oder Netbook zu geben.

Asus Transformer Pad TF300T im Test

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1. Flexibles Gewicht

Zusammen mit der abnehmbaren Tastatur bringt der TF300TG stramme 1160 Gramm auf die Waage. Das liegt bereits im Bereich von schlanken Ultrabooks oder anderen Notebooks wie dem MacBook Air. Aber nicht immer ist die Tastatur auch wirklich erforderlich. Wer bereits morgens absehen kann, dass er im Laufe des Tages nur wenige Texteingaben zu erledigen hat, lässt die Tastatur einfach zu Hause. Und trägt nur 610 Gramm mit sich herum. 

2. Gaming

Dieser Punkt mag vielleicht nicht auf den ersten Blick einleuchten, denn natürlich ersetzt ein Tablet-PC kein Gaming-Notebook. Wer feinste Grafik-Leckerbissen auf einem portablen Gerät betrachten will, kommt um meist schwere, klobige Notebooks nicht herum. Unterwegs sind es aber häufig die kleinen Spiele, die die meiste Freunde bereiten - Angry Birds statt World of Warcraft heißt die Devise. Beim Warten auf den Bus oder in der langweiligen Uni-Vorlesung spielt das Tablet daher seine Vorzüge aus. Und wer aktuelle Blockbuster und speziell für NVIDIAs Tegra-Chip optimierte Spiele bereits ausprobiert hat, wird feststellen: Tablets haben bei der Grafik und Perfomance stark aufgeholt. 

3. Multitouch

Aktuelle Notebooks und Ultrabooks verfügen zwar oft über multitouch-fähige Touchpads. Den Vergleich zum 10,1 Zoll großen Multitouch-Bildschirm des Asus Transformer Pads oder des iPad verlieren sie jedoch haushoch. Das Asus Transformer Pad bietet gleich drei unterschiedliche Eingabemöglichkeiten: Trackpad, Touchscreen und Tastatur. Und in manchen Fällen ist es schneller, kurz das entsprechende Icon auf dem Bildschirm zu drücken als den Mauszeiger zum Eintrag zu bewegen. Auch beim Präsentieren von Bildern oder Folien sammelt ein Multitouch-Bildschirm Pluspunkte.  

4. Batterielaufzeit

Aktuelle Ultrabooks und Notebooks erreichen meist Batterielaufzeiten um die sieben Stunden. Asus verspricht beim TF300 rund zehn Stunden netzfreies Arbeiten. Wer das Dock anschließt, erhält weitere fünf Stunden. Werte, die netzwelt im Praxistest nachvollziehen konnte und an die kaum ein aktuelles Notebook heranreicht.

5. Technische Ausstattung

Das TF300 bietet zwei Kameras, Bewegungssensor, Gyroskop, Lichtsensor, Kompass und GPS. Hinzu kommt ein HSPA+-fähiges Modem (TG-Variante) sowie ein Bluetooth- und WLAN-Modul. Gerade bei den Sensoren und dank des eingebauten Modems kann das Asus-Gerät punkten. Wer all diese für portable Produktivität wichtigen oder nützlichen Ausstattungsmerkmale in einem Notebook sucht, darf die Brieftasche weit aufmachen. Die fehlenden Anschlüsse am Tablet macht die Dockingstation wieder wett. Hier findet der Nutzer neben einer USB-Schnittstelle auch einen HDMI-Port sowie einen Kartenleser. 

6. Front- und Rückkamera

Auch wenn es komisch aussieht: Viele Menschen nutzen tatsächlich die in Tablet-Computern eingebaute Kamera, um Schnappschüsse aufzunehmen. Warum auch nicht? Zusätzlich zur Frontkamera, die hauptsächlich für Videochats verwendet wird, bieten heutzutage fast alle Tablet-PCs hochauflösende Rückkameras. Bei Notebooks sind sie dagegen nicht zu finden.

7. Preis

Für das hier getestete Asus Transformer Pad TF300TG inklusive Tastaturdock sind derzeit rund 600 Euro fällig. Als Gegenleistung erhält man einen gut ausgestatteten Tablet-Computer (NVIDIA Tegra 3-Prozessor mit 1,3 Gigahertz, 1 Gigabyte RAM, 32 Gigabyte SSD-Speicher, UMTS-Modul) mit wirklich brauchbarer Tastatur. Zum Vergleich: Apples nacktes iPad mit 16 Gigabyte großem Speicher kostet in der UMTS-Variante ebenfalls 600 Euro. Für eine brauchbare iPad-Tastatur, die sich aber bei weitem nicht so nahtlos an das Tablet koppeln lässt wie beim Asus Transformer Pad, sind etwa weitere einhundert Euro fällig. Notebooks und Ultrabooks in dieser Preiskategorie bieten oft eine wesentlich magerere oder nur schlecht vergleichbare Ausstattung.

Fazit

Nicht alle Nutzer lassen sich über einen Kamm scheren, nicht jeder benötigt unterwegs das volle Ausstattungsprogramm. Tablets, deren Einsatzzweck sich anfangs noch auf das gemütliche Internetsurfen auf der Couch beschränkte, entwickeln sich immer mehr zur ernstzunehmenden Notebook-Konkurrenz.

Der Asus TF300TG ist nach Meinung von netzwelt die bislang beste Kombination aus Tablet-PC und Notebook. Den Tag über kann das Gerät ein klassisches Notebook, Ultrabook oder Netbook ersetzen, am Abend verwandelt es sich in ein gemütliches Couch-Tablet. Dabei dürfte das Asus Transformer Pad erst der Beginn einer ganzen Reihe von Geräten dieser Kategorie sein. Kommende Windows-8-Tablets, wie etwa Microsofts Surface, schlagen eine ähnliche Richtung ein. Die Frage "Notebook oder Tablet?" wird sich zukünftig wohl kaum noch stellen, da Notebooks in absehbarer Zeit mehr und mehr Tablet-Eigenschaften aufweisen werden. 

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