Mit Scan und Match-Technologie

Konkurrenz zu iTunes Match: Amazon startet Sync-Dienst

Amazon weitet die Funktionen für seinen Cloud Player aus und erlaubt nun auch den Abgleich der Songs auf der heimischen Festplatte mit der Datenbibliothek des Unternehmens. Das Vorbild dabei: Apple mit iTunes Match.

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Der Onlinehändler hat für sein Update des Cloud Players Lizenzierungen unter anderem mit Sony Music, EMI Music, Universal, Warner und mehr als 150 unabhängigen Plattenlabels geschlossen. Durch die Abmachung wird es jetzt möglich, dass Nutzer auch Songs, die auf der heimischen Festplatte lagern, mit den Amazon-Servern abgleichen können. Das betrifft auch Musik, die nicht beim Online-Händler gekauft worden ist. Bisher war es nur möglich, Lieder, die bei Amazon erworben worden waren, auf verschiedenen Endgeräten unabhängig vom Standort anzuhören. 

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Die Scan & Match-Funktion für Cloud-Musik hatte bereits Apple in iTunes eingebaut. Der dazugehörige Dienst heißt iTunes Match und ermöglicht ebenfalls den Abgleich der eigenen Musikbibliothek übers Internet. Allerdings bietet Amazon mehr für das gleiche Geld. 

Kopie von iTunes Match

Der Onlinehändler erlaubt den Gratis-Import von bis zu 250 Soongs. Im Abo ist das Speichern von bis zu 250.000 Songs zu einer jährlichen Abo-Gebühr von rund 25 US-Dollar möglich. Das entspricht einem Zehnfachen der Song-Speichermenge, die Apple zum selben Preis zulässt. Bei beiden Diensten ist die Musik, die direkt bei den Anbietern eingekauft wurde, nicht im Abo-Preis eingerechnet.

Neben dem Preismodell kopiert Amazon auch bei der Musikbibliothek und Soundqualität. Die Bibliothek des Onlinehändlers ist mit 20 Millionen Musikstücken ausgestattet, ungefähr dieselbe Menge steht in Apples iTunes Store zur Verfügung. Wie das Unternehmen aus Cupertino erlaubt auch Amazon den Abgleich von Musik mit MP3-Bitraten von 256 Kilobit pro Sekunde. Das gilt bei Amazon und Apple auch für Musik, deren Qualität vor der Synchronisation schlechter war.

In Deutschland nicht verfügbar

Amazon will die Funktion über den Cloud Player sowohl für seine eigenen Geräte wie den Kindle Fire als auch für andere Android-Hardware, iPhone, iPod touch und jeden Webbrowser anbieten. Zudem ist eine Unterstützung für den Streaming Player Roku und das Musikverteilungssystem von Sonos geplant.

Die Scan & Match-Funktion steht Kindle Fire-Nutzern in den USA in den kommenden Tagen zur Verfügung. Auch iOS- und Android-Anwender werden schon bald mit der Sync-Möglichkeit versorgt. In Deutschland ist das Angebot vorerst nicht verfügbar. 

Wer sich für Cloud-Musikdienste interessiert, findet hier einen Artikel über die Funktionsweise von iTunes Match. Dieser Text erklärt hingegen die Einrichtung des Apple-Dienstes. Als Alternative zu den Cloud-Musikdiensten von Apple oder Amazon eignen sich Streaming-Anbieter. Eine Übersicht finden Sie hier.

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