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Dell Inspiron 15R Special Edition im Test
Ab 700 Euro

von Michael Knott
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Die Inspiron-Serie ist der Dauerbrenner unter den Dell-Notebooks. Mit dem Inspiron 15R Special Edition (Inspirion 15R SE) bringt der Hersteller nun eine erweiterte Version des Inspiron 15R heraus, die unter anderem durch ein Häkchen bei den Display-Optionen punkten kann.

Dell hat die Inspiron-Serie gründlich überarbeitet. Neben dem bereits von netzwelt getesteten Dell Inspiron 14z gehört auch das Inspiron 15R dazu. Für diesen Test hat sich netzwelt das 15R in der Special Edition (SE) geordert. Im Vergleich zur "normalen" Version verfügt die Sonderauflage über mehr Metall-Teile, unter anderem beim Display-Deckel, eine Kohlefaser-ähnliche Optik sowie über eine stärkere Grafikkarte (AMD Radeon HD 7730M mit zwei Gigabyte eigenem Speicher).

Verarbeitung

Das Inspiron 15R SE ist eine wuchtige Erscheinung. Gerade wenn man es mit den aktuellen Ultrabooks vergleicht. Satte drei Kilogramm zeigt die Waage beim Testgerät an. Für den täglichen Transport zur Arbeit oder Universität hat sich der 15-Zöller damit fast schon disqualifiziert. Aber Ultrabook-Pläne verfolgt Dell schließlich bereits mit anderen Modellen, das Inspiron 15R will eher Desktop-Replacement und Multimedia-Notebook als Subnotebook sein.

Wer das Notebook nur vom Arbeitszimmer in die Küche und zurück bewegt, dem wird das hohe Gewicht letzten Endes egal sein. Zumal die Anfassqualität zum größten Teil stimmt. Der Deckel der Special Edition besteht aus einem gelungenen Kunststoff-Metall-Mix. Die wabenartige Struktur erinnert an teure Kohlefaser-Teile, wie sie im Rennsport eingesetzt werden.

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Multimedia-Notebook mit guter Ausstattung aber auch ein paar Mängeln: Das Dell Inspiron 15R Special Edition (SE). (Bild: netzwelt)

Das Cover lässt sich mit wenigen Handgriffen austauschen. Dazu muss lediglich ein kleiner Metallschieber auf der Rückseite betätigt werden, und das gesamte Cover kann vom Nutzer gegen ein neues ausgetauscht werden. Derzeit bietet Dell allerdings nur eine überschaubare Zahl an Wechselcovern für das Inspiron 15R SE an.

Das montierte Cover lässt sich mit den Fingern tief eindrücken, bietet aber dennoch einen guten Schutz vor Schlägen und Stößen. Schmutz und Fingerabdrücke zieht es jedoch wie ein Magnet an. Ein Fingerstreich reicht aus, um eine bleibende Spur auf der Notebook-Oberseite zu hinterlassen (siehe Video). An manchen Stellen sind große Spaltmaße erkennbar, die teilweise aber auch den wechselbaren Gehäuseteilen geschuldet sind.

Mit etwas Geschick lässt sich der Deckel mit einem Finger öffnen, in der Regel sind dazu aber beide Hände notwendig. Unter der Haube kommen ein aufgeräumtes Tastatur-Layout sowie die bereits vom Inspiron 14z bekannten Sondertasten zum Vorschein. Die Wabenstruktur des Deckels setzt sich auch im Innenraum fort.

Anschlüsse

Hier kann das Inspiron 15R Special Edition punkten. Neben insgesamt vier USB-3.0-Anschlüssen, zwei davon auf der rechten und zwei auf der linken Seite des Gehäuses, finden sich links noch ein HDMI-Ausgang, ein Kopfhörer- und Mikrofoneingang sowie der Netzteilanschluss. Auf der rechten Seite bringt Dell neben dem optischen Laufwerk und den zwei USB-Buchsen noch den Netzwerk-Anschluss unter. Eine Webcam verbaut Dell zentriert im oberen Displayrahmen. Ein Kartenleser für gängige Speicherkarten sitzt auf der Vorderseite.

Ergonomie und Umwelt

Die insgesamt 87 Tasten liefern eine leicht gummiartige Rückmeldung. Leider verformt sich auch diese Dell-Tastatur, wenn man die einzelnen Tasten ein wenig härter drückt. Die gesamte Tastatur-Einheit erinnert beim beherzten Zehnfinger-Schreiben fast schon an Wellen auf unruhiger See, so sehr geht der Tastaturblock in die Knie. Auch kam es im Test häufiger vor, dass wir mit dem Handballen während des Schreibens unbeabsichtigt eine der beiden Trackpad-Tasten auslösten. Immerhin lässt es sich per Tastenkombination deaktivieren, was eine orangefarbene Leuchte signalisiert.

Leider ist der Tastaturblock des Testgerätes nicht beleuchtet. Dell bietet eine beleuchtete Tastatur im Konfigurator für manche Ausstattungsvarianten gegen Aufpreis von 40 Euro an. Lediglich die drei Zusatztasten am oberen Rand, mit denen der Nutzer Schnellzugriff auf häufig verwendete Funktionen erhält, sind in allen Varianten mit weißem LED-Licht illuminiert.

Das großzügig bemessene Trackpad reagierte im Test prinzipiell einwandfrei, nur am linken Rand vermag es Fingereingaben nicht immer fehlerfrei zu interpretieren. Dafür ist es multitouchfähig, erkennt also Eingaben von mehreren Fingerspitzen gleichzeitig. Scrollen mithilfe von zwei Fingern auf einer Webseite funktionierte stets zuverlässig.

Im normalen Gebrauch, beim Surfen im Internet oder beim Verfassen von Texten, ist der Lüfter des Inspiron kaum bis überhaupt nicht zu hören. Lediglich bei manchen Spielen sowie bei den von netzwelt durchgeführten Benchmark-Tests dreht er hörbar auf, bleibt aber stets im Rahmen des Zumutbaren. Die Abwärme führt der Schaufellüfter hauptsächlich über Schlitze in der linken Gehäusehälfte ab. Der Luftzug ist mit der Hand unter Last deutlich zu spüren. Der Unterboden blieb im Test auch dann ausreichend kühl, wenn das Inspiron 15R im Dauerbetrieb war.

Sehr gut: Löst man drei Kreuzschlitzschrauben im Boden, liegt der Zugang zu Arbeitsspeicher und Festplatte offen.

Erweiterbarkeit

Sehr gut: Löst man drei handelsübliche Kreuzschlitzschrauben im Gehäuseboden, erhält man Zugang zum Innenleben des Dell-Notebooks. Hinter der Klappe befindet sich der Arbeitsspeicher sowie die Festplatte. Beide Komponenten lassen sich auch von ungeübten Nutzern austauschen. Das gleiche gilt für den verbauten Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 48 Wattstunden. Über zwei Schieber lässt sich der Energieträger entsichern und einfach herausnehmen. Damit sammelt das Inspiron 15R Special Edition in der Kategorie Erweiterbarkeit ordentlich Pluspunkte.

Display und Multimedia

Dell bietet das 15-Zoll-Display nur für die beiden Top-Varianten (ab 849 beziehungsweise 899 Euro) in einer entspiegelten Version an. Diese Karte sollte man nach Möglichkeit ziehen. Das matte Display des Testgerätes von netzwelt lässt auch Arbeiten und Spielen im Freien zu, sofern die Sonne nicht direkt auf den Monitor scheint. Auch die Blickwinkel, vor allem in der Horizontalen, fallen angenehm groß aus. Die Auflösung beträgt im Falle des Testmodells 1.920 x 1.080 Bildpunkte. DVDs und HD-Filme bringt die Anzeige daher sehr scharf rüber - Heimkino-tauglich.

Diese Ambitionen unterstreichen die verbauten Lautsprecher, die Dell an der Unterseite, mit Ausrichtung zum Betrachter platziert. Die Mini-Boxen tönen für ein Notebook sehr laut und übersteuern nur bei Vollauslastung. Tiefe Frequenzen sind bauartbedingt nicht ihr Metier, leider fehlt dem Inspiron 15R SE auch ein Subwoofer. Auch auf separate Tasten zur Multimedia-Steuerung müssen Käufer verzichten. Der Weg zu den am häufigsten genutzten Funktionen wie Start, Stopp und Lautstärkeregelung führt daher über die Funktionstaste.

Leichte Schwächen in der Verarbeitung, wie bei Tastatur und Spaltmaße im Gehäuse, trüben den Spaß am Inspiron 15R SE etwas.

Leistung

Im von netzwelt getesteten Modell kommt ein Intel Core i7-Prozessor (3612QM) mit vier Kernen und einem Standardtakt von 2,1 Gigahertz zum Einsatz. In den zwei RAM-Slots steckt jeweils ein DDR3-Modul mit vier Gigabyte. Die Kapazität der herkömmlichen HDD beträgt ein üppiges Terabyte. Neben der integrierten Grafik (Intel HD Graphics 4000) verfügt das Inspiron auch noch über die erwähnte AMD Radeon HD 7730M mit einem eigenen Speicher von zwei Gigabyte. Über ein Software-Tool lässt sich einstellen, wann die dedizierte Grafik zum Einsatz kommen soll. Das ist auch notwendig, denn leider funktioniert der Übergang zwischen interner und dedizierter Grafik nicht immer automatisch.

Unter Cinebench 11.5 kann diese auf dem Papier recht potente Zusammenstellung beweisen, was sie drauf hat. Im Hochleistungsmodus und unter Verwendung der AMD-Grafik messen wir im OpenGL-Test gute 31,92 Bilder in der Sekunde. Der CPU-Test ergibt 5,64 Punkte. Deaktiviert man die Radeon, stehen nach Durchführung des OpenGL-Tests noch 17,30 Bilder in der Sekunde auf der Uhr.

Nicht ganz so gut schneidet die Akkulaufzeit im Test ab. Im reinen Filmmodus (Big Buck Bunny von der Festplatte in Endlosschleife, maximale Helligkeit, WLAN und Bluetooth deaktiviert) maßen wir eine Laufzeit von mageren 1:50 Stunden. Filme mit Überlänge könnten das Inspiron fernab einer Steckdose also durchaus vor Probleme stellen. Im reinen Office-Betrieb und bei aktiviertem Stromsparmodus sind aber auch Laufzeiten von deutlich über vier Stunden möglich. Dennoch: Eine lange Batterielaufzeit gehört nicht zu den Stärken des Dell-Notebooks.

Ausstattungsvarianten und Preis

Die Preise für das Inspiron 15R SE beginnen im Onlinekonfigurator von Dell bei 699 Euro. Dafür erhalten Käufer einen Intel Core i5-Prozessor, sechs Gigabyte RAM sowie eine Festplatte mit einer Kapazität von einem Terabyte. Auch diese Variante verfügt bereits über die AMD-Grafik. Zum Preis von 799 Euro erhalten Kunden den starken Core i7-Prozessor von Intel.

Für die von netzwelt getestete Version mit acht Gigabyte großem Arbeitsspeicher, einem Terabyte Festplattenplatz, Core i7-Quadcore-Prozessor und mattem Full-HD-Display sind mindestens 849 Euro fällig. Diese Version ist auch mit integriertem Blu-ray-Laufwerk ab 899 Euro erhältlich.

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Multimedia-Notebook mit guter Ausstattung aber auch ein paar Mängeln: Das Dell Inspiron 15R Special Edition (SE). (Bild: netzwelt)

Weitere Testberichte zu Notebooks und Ultrabooks finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

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Im Test hinterlässt das Dell Inspiron 15R Special Edition (SE) einen ordentlichen Eindruck. Dennoch hapert es an Kleinigkeiten, wie etwa der Tastatur oder der Verarbeitung.
http://www.netzwelt.de/news/93199-dell-inspiron-15r-special-edition-test.html
2012-08-01 16:43:22
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/dell-insiron-15r-se-produktbild-114924.jpeg
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