ARM will Gegenstände ans Netz bringen

Das Internet der Dinge: 50 Milliarden Geräte am Netz bis 2020?

Bis 2020 sollen 50 Milliarden Gegenstände eine Verbindung zum Internet erhalten. Dies plant zumindest ARM und hat sich zur Umsetzung dieser Vision Unterstützung gesichert. Mit vier weiteren Firmen plant das britische Technologie-Unternehmen die Umsetzung des Internets aller Dinge.

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Das Internet aller Dinge wirkt zwar wie eine ferne Zukunftsvision, ist jedoch bereits Teil unserer Alltags. Schließlich sind es schon längst nicht mehr nur unsere Computer und Mobiltelefone, die mit dem Internet verbunden sind.

"Smart" sind inzwischen viele Geräte. Waschmaschinen, Thermostate, Kühlschränke, Armbanduhren, Autos und mitunter auch gleich unser ganzes Smart Home-System ist mit dem Netz verbunden. Dadurch lässt sich von unterwegs die 60-Grad-Wäsche starten, die Raumtemperatur im Wohnzimmer regulieren oder auch der eigene Stromverbrauch überwachen.

Internet of Things vs. Internet of Silos

ARM geht diese Entwicklung jedoch noch nicht weit genug. Aus diesem Grund hat das Technik-Unternehmen nun ein Industrieforum gegründet, das es sich zum Ziel macht, dem "Internet of Silos" - wie der derzeitige Zustand der Welt genannt wird - entgegenzuwirken. Neben ARM engagieren sich auch die Firmen EnLight, Neul, Alertme und AquaMW in der Kooperation. Die Partner wollen in dem Industrieforum an einem konkreten Umsetzungsplan für das Internet der Dinge arbeiten.

Dem Technologie-Unternehmen zufolge sind bis 2020 50 Milliarden Geräte mit dem Netz verbunden. "Jedes Gerät, das von einer Internetverbindung profitieren kann, wird 2020 eine besitzen", heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. ARM sieht darin ein großen Potenzial, Energie effizienter zu nutzen, gesundheitliche Risiken zu verringern und Städte besser zu verwalten.

2,4 Milliarden Pfund für Smart Home-Systeme

"In den nächsten fünf Jahren werden in Großbritannien 2,4 Milliarden Pfund für Smart Home-Systeme ausgegeben", erklärt Gary Atkinson von ARM. "Das ist ein großartiges Beispiel, aber es ist nur ein Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten 15 bis 20 Jahren auf dem Markt erwartet." Ökonomisches Wachstum sei also in diesem Bereich vorprogrammiert.

Auch Konkurrent Intel setzt auf das Internet der Dinge. Das Unternehmen mit Sitz im US-amerikanischen Kalifornien stellte kürzlich eine neue System-on-a-Chip-Lösung vor. Diese soll den Einsatz von 3G-Chips in mobilen Geräten günstiger machen und so ebenfalls zum Internet der Dinge beitragen.

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